Dacher Michel

(Bearbeiten)

Biografie:
geboren in Peiting (Deutschland)
gestorben in Peiting (Deutschland) an Herzversagen

Begehung des Walkerpfeilers an der Grandes Jorasses mit Franz Martin im Jahre 1964
Durchsteigung der Matterhorn-Nordwand mit Ludwig Wimmer am 7. August 1966 in 7 1/2 Stunden;
69. Begehung der Eiger Nordwand vom 21. bis 23. Juli 1969 mit Franz Martin (Deutschland);
Besteigung des Lhotse mit Peter Vogler im Jahre 1977
6. Besteigung des K2 (8611m - Karakorum) über den Abruzzengrat (3 Lager, 1 Sturmbiwak) mit Reinhold Messner am 12. Juli 1979;
Besteigung der Shisha Pangma im Jahre 1980; Führer der ersten deutschen Tibet-Expedition 1980 zur Shisha Pangma;
Besteigung des Cho Oyu (8201m) über die Südwestwand mit Reinhold Messner und H. Kammerlander im Jahre 1983;
Besteigung des Nanga Parbat (8125m) über die Diamirflanke mit Peter Habeler am 17. Juli 1985;
Besteigung des Broad Peak (8047m) mit Sigi und Gabi Hupfauer und Karl Faßnacht im Rahmen der Neu-Ulmer Karakorum-Expedition 1986; Dies war der 9. Achttausender;

Michel Dacher
Vita *21 8.1933 Peiting (Oberbayern), wo er heute noch lebt; Haupt- und Berufsschule; 1948-1951 Ausbildung zum Elektromonteur, seit mehr als 25 Jahren in diesem Beruf tätig; ab 1970 staatlich geprüfter Berg- und Skiführer.
Chronik Michel Dacher geht seit 30 Jahren extrem bergsteigen. In den Nachkriegsjahren ist er oft mit dem Fahrrad in den Ammergauer Bergen unterwegs, die ihn seit frühester Jugend an beeindruckt hatten. Seine ersten Klettererfahrungen macht er am Geigelstein, dessen Anstiege ihm bald alle solo gelungen sind. Höhepunkt ist der Krähe-Nordpfeiler (VI+), den er allein bezwingt. In den fünfziger Jahren gelingen ihm fast alle schwierigen Routen im Wilden Kaiser und Wettersteingebirge. So die Mauk-Westwand (V+), die Fleischbank-Südostverschneidung (VI), die Direkte Ostwand an der Karlspitze (V+), die Direkte Westwand am Predigtstuhl (VI-, Al; 4. Beg.) im Kaiser und die Schüsselkarspitze-Südostwand (VI), die Südwestwand am Oberen Berggeistturm (Cukrowski; VI+) sowie alle Anstie¬ge am Oberreintaldom im Wettersteingebirge. Aber auch in den Dolomiten hatte Michel Dacher einige schöne Erfolge: Westliche-Zinne-Nordwand (Cassin; VI), Nordwand der Großen Zinne (Comici; VI; 4. Solobeg.) sowie die Direttissima an derselben Wand (VI+) und die Vinatzerführe an der Marmolada-Südwand (VI+). Diese Touren waren für Michel Dacher die Vorbereitung für seine schwierigen Westalpenfahrten. 1959 gelingen ihm die Nordostwand des Piz Badile, die Triolet-Nordwand und in Norwegen der Trollryggen-Nordostpfeiler. 1964 bezwingt er den Walkerpfeiler an den Grandes Jorasses, 1966 die Matterhorn-Nordwand und 1969 die Eiger-Nordwand. Damit hat Michel Dacher alle »drei großen Nordwände« der Alpen bezwungen. Aber auch bei außeralpinen Unternehmungen macht er von sich reden. So 1970 bei der Durchquerung des grönländischen Inlandeises in 42 Tagen. Michel Dacher stand insgesamt auf vier Gipfeln über 8000 m; 1975 Yalung Kang (8438 m), 1977 Lhotse (8511 m), 1979 K2 (8611 m), dem zweithöchsten Berg der Erde, und 1980 auf der Shisha Pangma (8046 m). Neben seinem Beruf als Elektromonteur und sei¬nen extremen Bergfahrten trainiert Michel Dacher auch noch Schüler und Jugendliche im alpinen Rennsport und begleitet sie an den Wochenenden zu den Rennen.
-y-
Quelle: Der Bergsteiger 1982, Heft 8, Seite 56-57

Eine originelle Idee, seinen Achttausender-Vater zu begrüßen, hatte Roger Dacher. Ein Schild mit der Aufschrift »Hurra, der 5. ist geschafft« zeigte den Gipfelerfolg von Michel Dacher an seinem fünften Achttausender (Gasherbrum I) an.
Der Peitinger Elektromonteur und Bergführer Michel Dacher, 54 (siehe Bergsteiger-Lexikon in Heft 8/1982, Seite 57), sammelt Achttausender wie andere Briefmarken. Natürlich wird er seinen K2-Spezl Reinhold Messner — neun Achttausender, elf Besteigungen — nicht überrunden können, schon aus Altersgründen nicht, aber auch über fünf Achttausender kann man sich freuen, wie uns Michel versicherte
Quelle: Der Bergsteiger 1982, Heft 12, Seite 78

Silbernes Lorbeerblatt für Bergsteiger
Michael Dacher, Günter Sturm und Fritz Zintl erhielten auf Vorschlag des Deutschen Alpenvereins vom Bundespräsidenten das Silberne Lorbeerblatt, eine Auszeichnung, die besonders erfolgreichen und verdienten Sportlern verliehen wird.
Michael Dacher hat zahlreiche große Routen in den Alpen bewältigt und ist staatlich geprüfter Berg- und Skiführer. Er hat sechs Achttausender bestiegen, und liegt damit an zweiter Stelle aller Achttausenderbezwinger. Vor ihm rangiert nur Reinhold Messner. 1977 bestieg Michael Dacher den Lhotse (8516 m) ohne Flaschensauerstoff. Als erster Mensch überlebte er den Vorstoß in so große Höhen ohne Verwendung von künstlichem Sauerstoff. In den Alpen gelangen ihm namhafteste Routen.
Quelle: Der Bergsteiger 1984, Heft 4, Seite 70



Geboren am:
21.08.1933
Gestorben am:
03.12.1994
application/pdf Dacher Michael - Bergsteiger 1983-12_0001.pdf

Erste Route-Begehung

 Gipfel
 Route
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen