Kinzl Hans

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Biografie:
Dr. Hans Kinzl — Berufung.
Der Geograph der Alpenvereinsexpedition 1932 in die Cordillera Bianca und langjährige Mitarbeiter an den Gletscherforschungen des Alpenvereins Privatdozent Dr. Hans Kinzl (Heidelberg) ist als Professor der Geographie an die Universität Innsbruck berufen worden und hat dieses Amt angetreten.
Quelle: Mitteilungen des DÖAV 1935, Seite 308

Prof. Dr. Hans Kinzl — Ehrung.
Der Innsbrucker Universitäts-Professor Dr. Hans Kinzl, der 1932 und 1936 unsere Expeditionen in die Cordillera Blanca geleitet hat, wurde in Anerkennung seiner Verdienste von der Peruanischen Geographischen Gesellschaft zu Lima zum Ehrenmitglied ernannt.
Quelle: Mitteilungen des DÖAV 1937, Folge 6, Seite 158

Prof. Dr. Hans Kinzl (Innsbruck), der Leiter der vom D.A.V. entsandten Anden-Expedition, wurde in Anerkennung der verdienstvollen Erforschung der sogenannten Weißen Kordilleren zum Mitglied der an der San-Marcos-Universität in Lima bestehenden Akademie der Wissenschaften ernannt. Die Auszeichnung des deutschen Gelehrten wird in weitesten Kreisen Perus begrüßt.
Quelle: Mitteilungen des Deutschen Alpenvereins, Deutscher Bergsteigerverband im NS. Reichsbund für Leibesübungen 1939-40, Heft 11, Seite 187

Prof. Dr. Hans Kinzl 50 Jahre.
Die Wissenschaft schätzt Prof. Kinzl als Gletscherforscher und ausgezeichneten Kenner Perus, den Bergsteigern ist er durch drei erfolgreiche Expeditionen in die Cordillera Blanca 1932, 1936 und 1939/40 bekannt. Prof. Dr. von Klebelsberg bezeichnete („Berge und Heimat", Heft 1) Kinzl, der Alpenvereinsreferent für Wissenschaft und Veröffentlichungen ist, als eine der Säulen im Verwaltungsausschuß.
Quelle: DAV Mitteilungen 1949, Heft 3, Seite

Eine Ehrung für Prof. Dr. Hans Kinzl
Wie schon die Tageszeitungen berichteten, fand am 2. März im Rahmen des Geographischen Institutes der Universität Innsbruck zu Ehren des Instituts-Vorstandes Prof. Dr. Hans Kinzl eine akademische Feier statt, an der außer feinen Schülern zahlreiche Gäste, darunter auch Vertreter des Alpenvereins, teilnahmen. Der Anlaß dazu war ein dreifacher. Zuerst überreichte der Rektor der Universität, Herr Prof. Dr. Rahner, an Kinzl mit herzlichen Glückwünschen der Universität die ihm von der Geographischen Gesellschaft in Lima verliehene Goldmedaille des Delgado-Preises, eine seltene Auszeichnung, die hiemit erstmals einem deutschsprachigen Geographen gewidmet wurde. Der Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Gröbner, übergab Kinzl die Urkunde, mit der er zum kurrespondierenden Mitglied der Geologischen Gesellschaft von Peru ernannt wurde.
Mit diesen Auszeichnungen würdigten die genannten wissenschaftlichen Gesellschaften von Peru die Verdienste, die sich Kinzl um die Erforschung der Peruanischen Hochgebirge erworben hat. Als Wissenschaftlicher Teilnehmer, der von Philipp Borchers geführten Alpenvereinsexpedition im Jahre 1932 und als Leiter der Alpenvereinsexpeditionen von 1936 und 1939 arbeitete Kinzl an der geographischen Erforschung der Weißen Kordillere und der Kordillere von Huayhuash, insbesondere deren Vergletscherung. Zusammen mit seinen Kameraden führte er die photogrammettische Aufnahme dieser beiden Gebirge durch, die als Grundlage für 3 Karten diente, die zu den besten der südamerikanischen Hochgebirge überhaupt zählen. Insgesamt wurde ein Gebiet von der Größe Nordtirols aufgenommen. Berichte über diese Forschungsreisen finden sich in den Alpenvereins-Jahrbüchern 1933, 1937 und 1941, die gletscherkundlichen Ergebnisse wurden in der „Zeitschrift für Gletscherkunde" 1942 und 1949 veröffentlicht.
An dritter Stelle überreichte Prof. Dr. R. v. Klebelsberg, der Herausgeber der „Schlern-Schriften" an Prof. Kinzl den stattlichen Band der „Alpengeographischen Studien", der als 65. Band dieser Reihe erschienen ist. Er enthält 21 wissenschaftliche Beiträge, die Kinzl im Herbst 1948 zum 50. Geburstag als Festschrift in Manuskriptform überreicht worden waren und die nunmehr im Druck erschienen sind (Universitätsverlag Wagner, Innsbruck). Die wertvollen Aufsätze behandeln zahlreiche Teilgebiete der Geographie der Ostalpen und geben in ihrer Gesamtheit ein Bild von der vielseitigen geographischen Forschung, die im Geographischen Institut der Universität Innsbruck betrieben wird. Insbesondere zeichnete sich dabei die Heimkehrergeneration aus. Der 1. Vorsitzende und der Verwaltungsausschuß, dem Kinzl als Sachwalter für Veröffentlichungen, Wissenschaft und Kartenwesen angehört, übermittelten ihm ihre Glückwünsche.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1950, Heft 3/4, Seite 11

Professor Dr. Hans Kinzl
Innsbruck, konnte am 2.März 1950 im Rahmen einer akademischen Feier im Geographischen Institut der Universität Innsbruck drei Ehrungen in Empfang nehmen: Die Goldmedaille der Geographischen Gesellschaft in Lima (Peru), die Ernennung zum korrespondierenden Mitglied der Geologischen Gesellschaft von Peru und schließlich die innerhalb der „Alpengeographischen Studien“ erschienene Festschrift zu seinem 50. Geburtstag. Die peruanischen Ehrungen gelten den Forschungen Kinzls anläßlich der Alpenvereins-Expeditionen von 1932, 1936 und 1939.
Quelle: Der Bergkamerad 1950 13. Mai, Heft 32, Seite 510

Quelle: Berge und Heimat 1950, Seite 150 f

Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl, der Leiter der Anden-Kundfahrt 1954, ist am 29. Oktober in Innsbruck eingetroffen. Prof. Kinzl blickt auf über ein Jahr erfolgreicher Forschertätigkeit in den peruanischen Kordilleren zurück; er hat während dieser Zeit sowohl in einigen noch fast unbekannten südperuanischen Gebirgen, als auch in der von seinen Kundfahrten der Jahre 1932, 1936 und 1939/40 her bekannten Cordillera Blanca zahlreiche Gletschermessungen und (zusammen mit Dr. Löff¬ler, Wien) Untersuchungen und Lotungen von Gletscherseen in Höhenlagen zwischen 4000 und 5200 m durchgeführt.
Quelle: DAV Mitteilungen 1954, Heft 11, Seite 173

Dem Ersten Vorsitzenden zum 60. Geburtstag !
Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl, den der Österreichische Alpenverein vor Jahresfrist mit begeisterter Einmütigkeit zu seinem Ersten Vorsitzenden wählte, feierte am 5. Oktober seinen 60. Geburtstag. Er wird es uns in seiner Bescheidenheit nicht verübeln, wenn wir aus diesem Anlaß die Bedeutung seiner Persönlichkeit kurz würdigen.
Seine Wiege stand in St. Florian am Inn in Oberösterreich, wo er als Bauernsohn das Licht der Welt erblickte. Die Mittelschulstudien in Urfahr-Linz wurden durch Einrückung zum Kriegsdienst im ersten Weltkrieg unterbrochen. An der Spitze seines Kaiserschützenzuges erreichte er bei der Erstürmung der Meletta in den Sieben Gemeinden als einer der ersten den Gipfel. In den folgenden Kämpfen wurde er am Weihnachtstag 1917 auf dem Col del Rosso an der rechten Hand schwer verwundet. Nach Kriegsschluß kehrte er 1918 zur Ablegung der Matura in die Heimat zurück. Seinen Hochschulstudien in den Fachgebieten Geographie, Geologie und Geschichte oblag er in Innsbruck, wo er 1923 promovierte. Schon als Student wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Sölch, kam er mit diesem 1928 nach Heidelberg, wo er sich 1931 für Geographie habilitierte. 1935 wurde er auf die Lehrkanzel für Geographie an der Universität Innsbruck berufen. Seit Beginn des jetzt laufenden Studienjahres bekleidet er die Würde des Rektors dieser Hochschule. Das Leben Kinzls gehört der Wissenschaft. Seine Geistesgaben, Energie, klarer Blick, Gewissenhaftigkeit und strenge Urteil gegen sich selbst, befähigen ihn zu hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen, die zum Teil grundlegend find. Es seien hier nur seine großen Arbeiten über die Landschaftentwicklung in Oberösterreich, die historischen Schwankungen der Alpengletscher, über die Cordillera Blança und Huayhuash und die verschiedenen Abhandlungen über die Geographie Perus erwähnt. Überhaupt zog ihn auch als Forscher das Hochgebirge besonders an, und das war der Ausgangspunkt für mehrere Expeditionen (1932, 1936, 1939, 1954) in die peruanischen Anden, deren schönste Ketten im wahrsten Sinne des Wortes von ihm geographisch erschlossen wurden. Mit reicher wissenschaftlicher und kartographischer Ausbeute und mit bedeutenden bergsteigerischen Ergebnissen der Expedition kehrte er jedesmal heim, und zahlreich sind die Ehrungen und Auszeichnungen, die ihm für seine Tätigkeit zuteil geworden sind.
Seine Beschäftigung mit dem Hochgebirge, seine leidenschaftliche Liebe zu seiner Heimat und zu seinem Volke, seine gesunde Verbundenheit mit der Natur brachten ihn schon früh in engere Verbindung zum Alpenverein, dem er seit seiner Jugend als Mitglied angehört. Uneigennützig stellte und stellt er sich hier trotz seiner starken beruflichen Inanspruchnahme immer zur Verfügung, wenn der Ruf an ihn ergeht. So übernahm er 1947 zunächst als kooptiertes Mitglied des Verwaltungsausschusses und dann auf Grund der Wahl durch die Hauptversammlung die Bearbeitung der umfangreichen Sachgebiete Wissenschaft, Kartographie und Veröffentlichungen, die er mit größter Sachkenntnis betreute, auch dann noch, als er die Verantwortung als Vorfitzender des Verwaltungsausschusses ab 1953 übernahm. Gerade diese Jahre des Wiederaufbaues und des Ausbaues des Alpenvereins unter Führung von Hofrat Busch waren mit großer Beanspruchung der Sachwalter und der Vereinsführung verbunden, und so war es begreiflich, daß Kinzl, als die Hauptversammlung 1957 in Velden ihn als Nachfolger nachdem unvergeßlichen Hofrat Busch zum Ersten Vorsitzenden wählte, sich nur schweren Herzens entschließen konnte, die Wahl anzunehmen. Es entspricht seiner Natur, ein übernommenes Amt voll auszufüllen, und so mußte er eine starke Beeinträchtigung seiner wissenschaftlichen Aufgaben befürchten.
Heute steht Prof. Kinzl auf der Höhe seines Lebens, geehrt für seine vielfältigen Verdienste, hochgeschätzt in der Fachwelt, geachtet von allen, die ihn kennen, verehrt und geliebt von seinen Schülern und seinen Freunden. Mögen ihm noch viele Jahre gesunden und frohen Lebens zur Vollendung seines Weites in voller Schaffenskraft vergönnt sein. Der Österreichische Alpenverein mit allen seinen Sachwaltern und Mitgliedern, besonders aber mit seinen engeren Mitarbeitern wünscht ihm dies von ganzem Herzen. Er dankt ihm für das, was er für ihn und seine Bedeutung getan hat und bittet ihn, auf seinem bisherigen geraden Wege fortzuschreiten, auf dem ihm der gesamte Verein freudig folgen wird.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1958, Heft 9/10, Seite 83

Prof. Hans Kinzl ein Sechziger
Der verdiente Alpenvereinsmann im ÖAV und Nachfolger des verstorbenen Hofrats Martin Busch konnte am 5. Oktober seinen sechzigsten Geburtstag feiern. Wir kennen den Jubilar nicht nur aus seiner langjährigen Vereinsarbeit, sondern in gleichem Maße auch von seinen Forschungsarbeiten, die er anläßlich mehrerer Anden-Expeditionen durchführte. Wir wünschen ihm weiterhin beste Gesundheit und noch viel bergsteigerischen Erfolg!
Quelle: Der Bergkamerad 1958-59, Seite 183

Professor KinzI Rektor der Universität Innsbruck
Unser Erster Vorsitzender, Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl, wurde für das Studienjahr 1958/59 zum Rektor der Universität Innsbruck. gewählt. Seit 1935 wirkt er hier als Vorstand des Geographischen Institutes, nachdem er sich 1931 in Heidelberg habilitiert hatte. Seinen wissenschaftlichen Ruf begründete er durch seine grundlegenden Forschungen über die historischen Gletscherschwankungen. Weiter bekannt wurde er dann durch vier Alpenvereins-Expeditionen in die peruanischen Anden (1932, als Leiter: 1936, 1939/40, 1954), die ihren Niederschlag in zahlreichen Veröffentlichungen und in den beispielhaften Alpenvereins-Karten der Cordillera Blanca und der Cordillera Huayhuash fanden, wodurch diese schönsten Gebirgsgruppen überhaupt erst bekannt und das Ziel so zahlreicher Expeditionen wurden. Prof. Kinzl erhielt 1946 den Delgado-Preis der Geographischen Gesellschaft von Lima, 1953 die silberne Carl-Ritter-Medaille zur 125-Iahr-Feier der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, 1956 den Orden „Por Servicios Distinguidos" durch den peruanischen Staatspräsident und ist Ehrenmitglied bzw. Korrespondierendes Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Gesellschaften in Österreich, Westdeutschland und Peru.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV, Heft 6/7, Seite 54

Unser 1. Vorsitzender Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl ausgezeichnet!
Am 19. Februar wurde Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl das Ehrenzeichen des Landes Tirol verliehen. In der Begründung für diese Auszeichnung heißt es: „Univ. Prof. Dr. Hans Kinzl hat sich hervorragende Verdienste beim Wiederaufbau des Österreichischen Alpenvereins erworben. Als Hochgebirgsgeograph hat er ebenso Außerordentliches geleistet wie als Expeditionsleiter in den Kordilleren." Der Alpenverein beglückwünscht seinen 1. Vorsitzenden zu dieser Auszeichnung. Freude haben wir besonders über die Begründung, denn so ist diese Ehrung zugleich eine hohe Anerkennung der Arbeit des Österreichischen Alpenvereins und seines vielfältigen öffentlichen Wirkens.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1960, Heft 3, Seite 18

Hohe Auszeichnung
Der Erste Vorsitzende, Herr Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl, wurde zum Wirklichen Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1960, Heft 7, Seite 91

Ehrung für Professor Dr. Hans Kinzl. Der 1. Vorsitzende des Österreichischen Alpenvereins, Professor Dr. Kinzl, wurde von der Akademie der Wissenschaften in Wien zum wirklichen Mitglied der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse gewählt.
Quelle: Mitteilungen des DAV 1960, Seite 118

Ehrung für Univ.-Prof. Dr. Kinzl.
Der Gemeinderat der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck hat beschlossen, dem Ersten Vorsitzenden des Österreichischen Alpenvereins, Univ.Prof. Dr. Hans Kinzl, den Ehrenring der Stadt Innsbruck zu verleihen.
Quelle: Der Bergsteiger 1961-62, Heft 5 Februar, Seite 331

Quelle: Der Bergsteiger 1961-62, Heft 6 März, Seite 393-394 (siehe Anhang)

Innsbrucks Ehrenring für Professor Kinzl
(AVP). In einer musikalisch umrahmten Feierstunde wurde am 9. Jänner 1962 dem ersten Vorsitzenden des ÖAV, Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl, der ihm durch einstimmigen Beschluß des Gemeinderates der Tiroler Landeshauptstadt verliehene „Ehrenring der Stadt Innsbruck" (zusammen mit seinem Kollegen em. Univ.-Prof. Dr. W. Fischer) überreicht.
Als Festgäste hatten sich mit den Angehörigen der durch diese seltene Auszeichnung Geehrten und dem Gemeinderat die Spitzen des kulturellen Lebens der Stadt, Rektor und Senat der Universität Innsbruck mit zahlreichen Mitgliedern des Professorenkollegiums, das einzige lebende Ehrenmitglied des ÖAV, Univ.-Prof. Dr. R. v. Klebelsberg, zugleich als Vertreter der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, und der gesamte Verwaltungsausschuß des ÖAV unter Führung seines Vorsitzenden Dr. v. Hörmann mit einer Abordnung der Vereinskanzlei eingefunden.
Bürgermeister DDr. Lugger hob in seiner Festrede über das Leben und Schaffen der beiden Gelehrten neben der großen wissenschaftlichen und publizistischen Leistung Prof. Kinzls besonders auch sein Wirken im Alpenverein hervor, dem er als Bergsteiger und Wissenschaftler zunächst durch Mitarbeit in der Gletschermessung, dann durch maßgebliche Beteiligung bzw. Leitung bei den großen Kundfahrten 1932, 1936, 1939 und 1954 in die Kordilleren, vor allem aber seit 1947 als Sachwalter für Wissenschaft, Karthographie und Veröffentlichungen, daneben ab 1953 als Vorsitzender des Verwaltungsausschusses und seit 1956 als erster Vorsitzender des ÖAV stets mit besten Kräften und großem Erfolg diente.
Das hervorragende fachliche Schaffen Kinzls, der daneben zeitweilig auch die Ehrenämter eines Senators, Dekans und Rektors der Innsbrucker Universität bekleidete, fand vielfache und sichtbare Anerkennung im In- und Ausland, so u. a. durch die Ernennung zum Ehrenmitglied der Geographischen und Geologischen Gesellschaft von Peru, zum wirkl. Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und durch Verleihung mehrerer hoher Auszeichnungen, von denen hier nur das „Ehrenzeichen des Landes Tirol" erwähnt sei. Verschiedentlich an ihn ergangene ehrenvolle und verlockende Berufungen an andere Hochschulen in Österreich, Deutschland und Peru habe Prof. Kinzl aus Liebe zu seiner Wahlheimat und zur „Alpen-Universität" ausgeschlagen, und so möge der Ehrenring — dessen 31. Träger (seit der 1927 erfolgten Stiftung) Kinzl ist — nicht nur wohlverdiente Anerkennung hervorragender kultureller Leistungen, sondern auch sichtbarer Ausdruck für die enge Verbundenheit zwischen ihm und der Stadt Innsbruck sein und bleiben.
Tief bewegt dankte der Geehrte für die Auszeichnung, die für ihn ganz besonderen Wert besitze. Umschließe sie doch symbolisch drei ihm überaus teure Dinge: die ihm als gebürtigen Oberösterreicher zur zweiten Heimat gewordene Alpenstadt Innsbruck mit den sein Leben füllenden Wirkungskreisen der Universität und des Österreichischen Alpenvereins.
Bei dem nach der Feier im Barocksaal des Hotels „Europa" von der Stadt gegebenen Abendessen entboten der Rektor der Innsbrucker Universität, Prof. Gutwenger S. J., und namens des ÖAV Dr. v. Hörmann herzliche Glückwünsche.
Quelle: Mitteilungen der ÖAV Sektion Linz 1961, Folge 2, Seite 16-17


Hans Kinzl — 65 Jahre
Im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins in Innsbruck über die wir im nächsten Heft eingehend berichten werden, wurde der Erste Vorsitzende des ÖAV, Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl, besonders herzlich zu seinem 65. Geburtstag beglückwünscht. Der Verlag F. Bruckmann und die Schriftleitung des „Bergsteigers" möchten hiermit auch ihrerseits Herrn Prof. Kinzl die herzlichsten Glückwünsche entbieten.
Quelle: Der Bergsteiger 1963/64, Heft 2, Seite 164

Erster Vorsitzender Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl Ehrenmitglied der Sektion Freistadt!
Die 37. Hauptversammlung der Sektion Freistadt ernannte einstimmig: und mit großem Beifall unseren Ersten Vorsitzenden, Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl, zum Ehrenmitglied der Sektion. Am 6. April 1966 wurde in einem stimmungsvollen Festakt die Ehrenurkunde an Prof. Kinzl überreicht. Bereits am Vorabend versammelte sich ein großer Kreis von AV-Mitgliedern und Ehrengästen im Saale des Gasthofes Jäger, wo Prof. Kinzl einen interessanten Vortrag mit Lichtbildern über „Die neuen großen Gletscherkatastrophen in den Alpen und in den Anden" hielt. Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Blöchl und Vorsitzender des oberösterreichischen Sektionen Verbandes Dir. Pachleitner. die anderntags verhindert waren, gratulierten schon bei diesem Anlasse zur bevorstellenden Ehrung. Zum Festakt im schön geschmückten Saale des Rotkreuzhauses erschienen die Vertreter der Öffentlichkeit: Hofrat Dr. Müller, Bürgermeister Trois, der Kommandant der 4. Panzergrenadierbrigade Oberstleutnant Bernadiner, Stadtkommandant Hauptmann Pöchhacker und Gendarmerie-Abteilungskommandant Oberleutnant Hoflehner. Sektions-Vorstand Stadtbaumeister Rudolf Gebetsroiter, der die künstlerisch ausgeführte Ehrenurkunde und Ehrengeschenke an Prof. Kinzl und dessen Gattin überreichte, würdigte die Persönlichkeit des Geehrten als Wissenschaftler, Bergsteiger und Alpenvereinsmitglied. Das Kammermusik-Quartett Freistadt unter Leitung von Prof. Markovsky umrahmte den Festakt mit feierlicher Musik.
Anschließend vereinte ein gemeinsames Mittagessen die Teilnehmer des Festaktes im Gasthof Trois. Der Nachmittag wurde zu einem Ausflug auf den Sternstein und nach Bad Leonfelden genützt, wo die Ortsgruppe Bad Leonfelden für den Gast und seine Gattin im Gasthof „Böhmer"; einen sehr herzlichen Empfang gab.
S. W.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1966, Heft 5/6, Seite 70

Hohe Ehrung fur Professor Kinzl
In einer Feierstunde im Tiroler Landhaus überreichte Landeshauptmann Ök.-Rat Wallnöfer dem langjährigen Vorsitzenden des österreichischen Alpenvereins, Univ.-Professor Dr. Hans Kinzl, das ihm vom Bundespräsidenten verliehene
Große silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Mit dieser hohen staatlichen Auszeichnung wurden nicht nur die außerordentlichen Leistungen Prof. Kinzls als Forscher und Gelehrter von internationalem Ruf und als einer der angesehensten Lehrer an der Alpenuniversität Innsbruck, sondern nicht minder seine hervorragenden Verdienste als langjähriger Alpenvereins-Vorsitzender von höchster staatlicher Stelle anerkannt.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1968, Heft 1/2, Seite 2

Quelle: Mitteilungen des DAV 1968, Heft 2, Seite 80 (siehe Anhang)

Wir gratulieren sehr herzlich zum 70. Geburtstag am 5. 10. Herrn Universitätsprofessor Dr. Hans Kinzl, der sich durch seine zwanzigjährige Zugehörigkeit zur Vereinsleitung des Österreichischen Alpenvereins große Verdienste erwarb. Von 1947-52 war er Sachverwalter für Wissenschaft, Veröffentlichungen und Kartenwesen, von 1953-57 leitete er den Verwaltungsausschuß und von 1958-67 stand er an der Spitze des ÖAV als Erster Vorsitzender. Nach seinem Ausscheiden wurde er einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt und erhielt das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Quelle: DAV Mitteilungen 1968, Heft 5, Seite 183

Universität Innsbruck ehrte Professor Kinzl
Die Universität Innsbruck und deren Geographisches Institut bereiteten Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl (langjähriger Vorsitzender und Ehrenmitglied des OeAV) anläßlich seines 70. Geburtstages eine Feierstunde.
Bedeutende Persönlichkeiten der Wissenschaft aus Nah und Fern und des öffentlichen Lebens nahmen daran teil. Besonders hervorgehoben wurden in den Festansprachen die Verdienste des Jubilars während der 33 Jahre seiner Lehrtätigkeit als Universitätsprofessor und Institutsvorstand um die vergleichende Hochgebirgsforschung der Alpen und der südamerikanischen Anden. In der „Ära Kinzl" entstanden unter seiner Anleitung und Betreuung über 200 wissenschaftliche Originalarbeiten, darunter 60 Dissertationen. Besonderes Interesse widmete Kinzl stets der Landschaft und dem Menschen im Hochgebirge, ein Thema, worüber man noch ein umfassendes Werk erwarten darf. Kinzls Leistungen als Forscher, Lehrer und Mensch sichern seinem Namen bleibendes Gewicht. Als Geburtstagsgabe überreichte ihm sein Schüler und Nachfolger, Univ.-Prof. Dr. Franz Fliri, eine Festschrift mit wissenschaftlichen Arbeiten namhafter Geographen aus seiner Schule.
Univ.-Prof. Kinzl beschloß seinen Ehrentag mit einer Einladung an alle seine anwesenden Schüler von einst und jetzt zu einem Nachmittagsempfang, bei dem sich denn auch die Old-, und „Middle"-timers und die junge Geographengeneration zu frohem Beisammensein mit ihrem verehrten Professor zusammenfanden.
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Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1969, Heft 1/2, Seite 20

Hohe Ehrungen für den Ersten Vorsitzenden des österreichischen Alpenvereins
Über Beschluß des Fachbereiches Geowissenschaften der Universität Hamburg wurde unserem derzeitigen ersten Vorsitzenden, em. o. Univ.-Prof. Dr. Hans Kinzl, in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Pionierleistungen auf dem Gebiet der Gletscherforschung sowie der geographischen und kartographischen Erschließung der peruanischen Cordillera Blanca die Würde eines Doktors der Naturwissenschaften ehrenhalber verleihen. Der Fachbereich wollte damit zugleich einen akademischen Lehrer ehren, der als Persönlichkeit weit über das Fach hinaus erfolgreich gewirkt hat. Die Urkunde wurde Prof. Kinzl am 14. Dezember 1971 in Hamburg im Rahmen einer akademischen Feier übergeben, bei der auch sein ehrenamtliches Wirken für den Österreichischen Alpenverein, insbesondere für die Alpenvereinskartographie, hervorgehoben wurde. Beim Festakt hielt der neue Ehrendoktor einen Vortrag aus seinem engeren Fachgebiet mit dem Titel „Das Tropenland Peru als Schauplatz der größten Gletscherkatastrophen in geschichtlicher Zeit". Im Anschluß daran war er zusammen mit den Geographen der Hamburger Universität Gast von Herrn Dr. h. c. Alfred Toepfer, des Vorsitzenden des Vereins Naturschutzpark e. V., Stuttgart - Hamburg.
Unabhängig von diesem Ehrendoktorat war Prof. Kinzl am 19. November 1971 zum Ehrenmitglied der
American Geographical Society of New York, der wissenschaftlich bedeutendsten geographischen Gesellschaft der westlichen Hemisphäre, wegen seiner besonderen Verdienste um die geographische Wissenschaft ernannt worden.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1972, Heft 1/2, Seite 21

Herrn Professor Dr. Hans Kinzl zum 80.
Geburtstag am 5. Oktober 1978. Der Versuch, innerhalb dieser Gratulation
die Verdienste des derzeit einzigen le-
benden Ehrenmitglieds des ÖAV für den Alpenverein auch nur annähernd zu umreißen, wäre zu kläglichem Scheitern verurteilt. Im Verwaltungsausschuß des ÖAV wirkte er ab 1947 als Sachwalter
der Gebiete Wissenschaft, Kartographie, Veröffentlichungen und Auslandsbergfahrten und von 1953-57 als Vorsitzender.
Als Erster Vorsitzender leitete er den Verein über zwei Amtsperioden (1958-67) und noch einmal für ein Übergangsjahr nach dem überraschenden Rücktritt des damaligen Vorsitzenden Dr. Ermacora 1971.
1932 erstmals und in der Folge 1936, 1939, 1954 und 1964 besuchte er mit einer Alpenvereinssektion die Peruanischen Anden, wobei er 1954 und 1964 auch die Leitung der Expedition innehatte. Jedesmal kehrte Prof. Kinzl mit reicher wissenschaftlicher und kartographischer Ausbeute heim. Und in der Förderung der Wissenschaften und der Kartographie liegt gewiß auch ein Schwerpunkt des Werkes, das Herr Professor Kinzl für den Alpenverein geschaffen hat. Die Alpenvereinskartographie zumal ist in ihrem heutigen Stand ohne sein Wirken kaum denkbar.
Quelle: DAV Mitteilungen 1978, Heft 6, Seite 373

Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1978, Seite 165
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1979, Seite 203
Quelle: Mitteilungen des DAV 1980, Seite 44
Quelle: Der Bergsteiger 1980, Heft 1, Seite 42
Quelel: Der Bergsteiger 1980, Heft 1, Seite 52


Geboren am:
05.10.1898
Gestorben am:
23.10.1979
application/pdf Kinzl Hans - DAV Mitteilungen 1968-2, Seite 80.pdf
application/pdf Kinzl Hans - BST 1961-62-6, Seite 393-394.pdf
application/pdf In_Memoriam_-_AV_Mitteilungen_1998-5.pdf
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