Krüger-Syrokomska Halina

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Biografie:
Halina Krüger-Syrokomska (+)
Die polnische Bergsteigerin Halina Krüger-Syrokomska (*30. 5. 1938 Warschau) ist am 30. 6. 1982 als Teilnehmerin der polnischen K2-Expedition in Camp 2 (6800 m) am K2 (8611 m) einem Gehirnschlag erlegen.
Die auf der gleichen Route tätigen Österreicher Georg Bachler, Alois Furtner, Walter Lösch und Werner Sucher hatten sich eine Stunde lang vergeblich um sie bemüht und anschließend die Leiche ins Basislager gebracht. Für diesen selbstlosen Einsatz erhielten wir aus Warschau folgende Zeilen des Dankes: »Ein herzliches Dankeschön möchte der Polski Zwiazek Alpinizmu auf diesem Weg den Österreichern Georg Bachler, Alois Furtner, Walter Lösch und Werner Sucher sowie ihrem Verbindungsoffizier, Major Fayyaz Hussain, übermitteln. Die Kameraden haben nicht nur um das erlöschende Leben Halinas gekämpft, sondern anschließend ihre eigenen Pläne fallengelassen, um ihre Kräfte und ihr großes Können bei dem schwierigen Leichentransport zur Verfügung zu stellen. Ein gutes Beispiel von Bergfreundschaft...« Im nächsten Heft werden wir Halina Krüger-Syrokomska ein »Bergsteiger-Lexikon«-Blatt widmen.
Quelle: Der Bergsteiger 1982, Heft 12, Seite 78

Halina Krüger-Syrokomska
Vita: 30.5.1938, Warschau, + 30.6.1982 in Camp 2 (6800 m) am K2 (Karakorum) durch Gehirnschlag (Höhenödem?); von Beruf Kunsthistorikerin in Warschau. Als Mitglied der polnischen Frauen-K2-Expedition erreichte Halina am 30.6.1982 mit Anna Okopinska Lager 2. Nach dem Mittagessen sprach sie per Funk mit dem Basislager – wie immer mit Humor und Temperament, nichts ließ das Unglück ahnen. Halina verstummte plötzlich – sowohl Atem als auch Herzschlag waren aus.In der Nähe standen Zelte der österreichischen Expedition. Okopinska rief die Österreicher zur Hilfe – zwei alpine Rettungsmänner waren dabei. Die über eine Stunde dauernden Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.
Chronik: Um das Jahr 1950 gab sie dem Frauenbergsteigen in der Hohen Tatra ein neues Gesicht, als sie mit wechselnden Begleiterinnen eine Reihe von Frauenerstbeghungen der kühnsten Routen meisterte (Kazalnica-Lapnski-Route, Malý-Kezmarský-Stanislawski-Route, Mnich-Ostwand, Dlugosz-Route und andere). Gemeinsam mit Wanda Rutkiewicz beging sie als erste Frauenseilschaft die Grépon-Ostwand (1967) und ein Jahr darauf in Norwegen den berüchtigten Trollryggenpfeiler (1968). Sie ketterte im Kaukasus (erste Frau an der Ullu-Tau-Tschana), im Pamir-Alai, im Himalaya (Makalu-Expedition). Die Ersteigung des Pik Lenin (7134 m) ermutigte sie zum Höhenbergsteigen. 1975 stand sie mit Anna Okopinska auf dem Gipfel des Gasherbrum II (8035 m) – als überhaupt erste Frauenseilschaft auf einem Achttausender. Im Januar und Februar 1976 kämpfte sie sich 13 Tage durch die weiße Hölle des Tatra-Hauptgrates, beim Versuch der ersten weiblichen Durchquerung. Viel Zeit und Talent opferte sie der Organisationsarbeit und war außerdem Aktivist, Ausbildungswart, Präsident und Vizepräsident des Hochgebirgsklubs Warschau. Durch ihren plötzlichen Tod verliert der polnische Frauenalpinismus eine seiner herausragendsten Gestalten.
Quelle: Bergsteiger Heft 1 / 1983

Krüger-Syrokomska Halina,Warschau (Polen), + K2 (Gehirnschlag)
Halina kletterte schwere Klettertouren im Pamir-Alai-Gebirge,in der Hohen Tatra,in den Alpen,im Karakorum und im Himalaya.
Um das Jahr 1960 gab sie dem Frauenbergsteigen in der Hohen Tatra einen neuen Schub,als sie mit wechselnden Bergsteigerinnen eine Reihe von Frauenerstbegehungen der kühnsten Routen meisterte.

1960 1.Frauenbeg.Kazalnica „Lapnski-Route“,2159m, (Tatra,Polen)
1960 1.Frauenbeg.Malý-Kežmarský „Stanislawski-Route“,2513m, (Tatra,Polen)
1960 1.Frauenbeg.Mnich-Ostwand „Dlugosz-Route“,2068m, (Tatra,Polen)
1967 Beg.(1.Frauenseilschaft) Grépon-Ostwand,3482m, (Montblancgebiet)
1968 Beg.(1.Frauenseilschaft) Trollryggen-Ostpfeiler,VI,1600 HM,1742m, (Romsdal,Norwegen)1975 Best.(1.Frauenseilschaft) Gasherbrum Il,8035 m, (Karakorum,Kaschmir)
1975 Best.u.1.Frauenseilschaft Gasherbrum II,8035m, (Karakorum,Kaschmir)
(1.Frauenseilschaft auf einem Achttausender)
1976 1.Frauendurchquerung Tatra-Hauptgrates, (Polen)
1976 Beg.Montblanc-Mont Maudit-Südostgrat „Tour Ronde-Grat (Kuffnergrat)“,IV,50°,800HM,
4465m, (Montblancgebiet)
1977 Beg.Ullu Tau-Nordwand,4277m, (Kaukasus,Georgien/Rußland)
1981 Beg.Montblanc-Brenvaflanke „Mooresporn“,III-IV,50°,1500 HM,4807m, (Montblancgebiet)
1982 Teilnehmerin K2-Frauenexpetition, (Karakorum,Pakistan)
1982 Best.K 2 bis 6800m,8611m, (Karakorum,Pakistan)
Teilnehmerin Makalu-Expedition, (Himalaya,Nepal/Tibet)
Best.Pik Lenin,7134 m, (Pamir,Tadschikistan/Kirgisistan)
Gerd Schauer, Isny




Geboren am:
30.05.1938
Gestorben am:
30.06.1982
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