Pock Julius

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Biografie:
Er wurde 1840 geboren und starb am 3. Februar 1911 in Innsbruck. Er stammte aus Pressburg und war so genannter Österreich-Ungar. Er kam in seiner Jugendzeit bereits nach Graz, ließ sich im Jahr 1867 in Hötting wo er in der Höttingergasse 11 wohnte.
Von Beruf war Pock Uhrmacher und Geschäftsführer bei der Firma Uhren Ladstätter in Innsbruck. Er war mit Anna, geborene Eisel, verheiratet. Sie hatten die Kinder Alois, Ida und Anna. Ein Sohn von Anna, Werner Murauer — also Enkel von Julius Pock (geboren am 13. Jänner 1923) — lebt heute (2008) noch in Innsbruck am Lehmweg 15b. Werner Murauer legte bei der Stahlbaufirma Wopfner die Meisterprüfung ab.
Pock war Vorstandsmitglied der Sektion Innsbruck des D.u.OeAV und Gründungs-mitglied der Alpinen Gesellschaft Wilde Bande, dort führte er den Vereinsnamen „Spitz", wurde aber immer liebevoll „Häuptling" genannt. Bereits im Jahre 1891 machte er den Vorschlag zum Bau der Bettelwurfhütte am jetzigen Standort, brachte einen entsprechenden Antrag ein und war federführend beim Bau der Hütte. Bei der Abwicklung der ersten Tiroler Landesausstellung 1893 war er Mitglied in der Kommission.
Julius Pock wurde am 17. Dezember 1907 vom Zweig Innsbruck des D.u.OeAV in den Stand eines Ehrenmitgliedes erhoben. Auch innerhalb der Wilden Bande und beim Akademischen Alpenklub war er Ehrenmitglied. Im Frühling des Jahres 1908 wurde aus diesem Anlass für Pock ein eigener Ehrenabend veranstaltet. Der Tiroler Anzeiger berichtete darüber in seiner Ausgabe vom Mittwoch, dem 8. April 1908 in einem ausführlichen Artikel.
Pocks Arbeitsgebiet lag in erster Linie in der Umgebung von Innsbruck und dabei besonders im Karwendelgebirge und in den Stubaier Alpen. Die Entstehung zahlreicher Bergwege und Gipfelzustiege verdanken wir Julius Pock und seinen Gefährten." Infolge seiner schwerpunktmäßigen Tätigkeit in den Sellrainer Bergen wurde Pock auch der „Vater des Sellraintales" genannt. Für die damals sehr arme Bevölkerung des Sellraintales setzte er sich besonders ein. So brachte er finanzielle Mittel, die aus Sammlungen und Spenden des Alpenvereins stammten, eigenhändig zu den Leuten. Er erforschte auch die Sarntaler Berge sehr genau und befasste sich eingehend mit den Sprachinseln „Siebenge¬meinden" im Veneto und „Lusern" im Trentino. Ein Bericht offenbart, dass er aufgrund seines Berufes als Uhrmacher weit herumgekommen ist. Wahrscheinlich war es damals notwendig, große Uhren wie Turmuhren instand zu halten oder schwere Standuhren, die nicht so ohne weiteres zu transportieren waren, zu reparieren. So ist eben nicht die Uhr zum Uhrmacher, sondern der Meister zum Patienten gereist und Pock interessierte sich dabei gleichzeitig für Land und Leute und vor allem für die fremden Berge.
Neben seinen Verdiensten als Pionier der Alpenerschließung wird Pock als „gediegener alpiner Schriftsteller" gewürdigt. Zahlreiche Berichte und Aufsätze erschienen in der damals aktuellen Presse und im alpinen Schrifttum seiner Zeit.
Nach dem Ableben von Julius Pock im Innsbrucker Krankenhaus widmete ihm der Tiroler Anzeiger (Nr. 30/1911, S. 4) einen würdigen Nachruf. Pock hatte sich anlässlich des 33. Stiftungsfestes im Oktober 1910 noch in das Fremdenbuch der Herrenhäuser eingetragen. Seinem Andenken gerecht werdend, trägt ein Gipfel in den Sellrainer Bergen den Namen Pockkogel und der Anstieg vom Frau-Hitt-Sattel zum Brandjoch heißt Julius-Pock-Weg. Die Eröffnung dieses Weges fand gleichzeitig mit einer Julius-Pock-Feier am 27. September 1903 statt.
Pocks Hund „Wodan" war häufiger Begleiter auf Bergtouren und fand sein trauriges Ende bei einem Lawinenabgang.
Quelle. Günter Amor "Wilde Band" Seite 83-84

Herr Julius Pock, der verdienstvolle Altmeister der Innsbrucker Bergsteiger und langjähriges Leitungsmitglied unserer Section Innsbruck, wurde vom Akad. Alpenclub Innsbruck gelegentlich dessen 6. Stiftungsfestes zum Ehrenmitglied ernannt.
Quelle: Mitteilungen des DÖAV 1899, Seite 149


Geboren am:
12.04.1840
Gestorben am:
03.02.1911

Erste Route-Begehung

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