Wolff Richard

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Biografie:
Richard Wolff (+)
Die S. Bonn hat eines ihrer eifrigsten Mitglieder verloren: Der Industrielle Richard Wolff, geboren in M.-Gladbach 1849, starb im September 1917 in Bonn und mit ihm ist einer jener wenigen Männer geschieden, die keine Feinde haben. Sein sportgeübter Körper erlaubte ihm bis in die allerletzten Jahre, die größten Anstrengungen bei Wanderungen und Bergbesteigungen spielend zu ertragen; in jüngeren Jahren war er ein außerordentlich leistungsfähiger Bergsteiger. Mitglied des Alpenvereins war er seit dem Jahre 1882; 1896 bis 1909 war er Vorstands-Mitglied der S. Bonn und in diefer Eigenschaft führte er außer zahlreichen kleineren Arbeiten im August 1902 in Gemeinschaft mit Prof. Dr. Hoffmann aus Leoben die mustergültige Markierung des „Bonner Höhenweges" von Toblach im Pustertale über das Pfannhorn mit der Bonner Hütte nach St. Jakob in Defereggen durch, eines Weges, der stets zwischen 2350 bis 2775 Meter Meereshöhe dahinzieht und als eine der interessantesten Gratwanderungen bekannt wurde.
1904 stellte er die Verbindung dieses Weges mit den Tälern, dem Gsieser- und Villgrater-, beziehungsweise Arntale, her. In den Jahren 1904 bis 1914 veranstaltete und leitete er mit dem verdienten Schulrate Dr. Rohmeder in München jeden Herbst nationale Alpenreisen nach Südtirol und Kärnten zur Unterstützung und im Interesse der deutschvölkischen Bestrebungen. In seinen letzten Lebensjahren setzte er sich selbst ein Denkmal durch Schaffung eines Naturschutzgebietes in den Ahrbergen, das mit seltenen Vertretern der Tier- und Pflanzenwelt ausgestattet ist..
Quelle: Mitteilungen des DÖAV 1918, Seite 49


Geboren am:
1849
Gestorben am:
1917

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