Südwand

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Routen Details:
Lechtaler Alpen
Dawinkopf (2970 m)
Erste Begehung der Südwand am 30. August 1931 durch Hans Plangger, Geb. Steigenberger, Emmerich Hager (Deutsch-alpine Gesellschaft ?Melzerknappen?, Innsbruck).
Der Einstieg befindet sich unmittelbar in der Fallinie des Gipfels, etwas rechts von dem ziemlich tief ins Kar abfallenden, begrünten und steilen Felssporn. Über plattige, grasdurchsetzte Felsen gerade aufwärts bis unterhalb des großen steilen Plattengürtels. Von dort zu einer auffallenden, weißen und glatten, nur wenig geneigten Platte. Über sie steigt man gerade empor und unter großen Überhängen quert man nachlinks, bis ein rißartiger Kamin mit steiler Wandstufe ansetzt. Über diese empor und durch den Kamin weiter bis auf ein auffallendes Köpfel. Von dort führt ein breites Band nach rechts. Dieses verfolgt man etwa 20m und steigt nun über sehr steile Felsen gerade empor. Nun folgt man einer steilen Rampe nach links und gelangt auf ein schon vom Kar aus sichtbares Felsköpfel. Von diesem steigt man etwa 10 m westlich durch einen überhangenden Riß abwärts, gelangt dort auf ein Band und verfolgt dieses nach links, bis der Fels die Möglichkeit läßt, einen an die Wand angelehnten Plattenkopf unmittelbar zu ersteigen. Vom Kopf steigt man 1 m ab und spreizt zu der überhangenden Kamineinstiegswand hinüber. Über diese empor und in dem überhangenden, engen Kamin weiter, bis er sich in steiler Wand auflöst (äußerst schwierig und ausgesetzt). Über diese Wand empor gelangt man in eine kleine, seichte Plattenmulde, die durch schwarze Wülste (schon vom Kar aus sichtbar) abgesperrt ist (Steinmanndl mit Karte). Nun über wasserüberronnene, plattige Felsen sehr steil etwa 5m gerade empor bis zu einem großen, gelben Überhang. Von dort Quergang über ausgesetzte und nasse Platten nach rechts zu einer etwas überhangenden Nase (Mauerhaken). Über diese Nase hinweg gelangt man über eine schlechte, grifflose Platte von links nach rechts bis oberhalb des vorhergenannten Überhanges (schlechter Stand). Von dort setzt ein 25m hoher, durch zwei Überhänge unterbrochener Kamin an. Über den ersten Überhang hinweg, dem Kamin folgend, steigt man bis unterhalb des größeren, den Kamin sperrenden Überhanges; über denselben hinweg kommt man auf einen guten Stand (Steindaube). Von hier die Rinne verfolgend, bis sie sich in einen Kamin verliert, dann durch den Kamin empor (etwa 30 m) und über steile Platten, leicht links haltend, erreicht man einen breiten Schottergürtel. Über Schrofen und Schotter nach rechts zu einer Scharte und von dort über brüchigen Fels auf den von der scharte links aufsteigenden Felskopf. Vom Kopf steigt man etwas nordwestlich ab und quert das tiefliegende und abgeschlossene kleine Hochkar bis unterhalb der Gipfelwand. Über brüchige, von Kaminen und Platten durchzogene felsstufen gerade empor bis zum Gipfel. Die Wandhöhe beträgt bei 600 bis 650 m.
Kletterzeit 5 bis 6Stunden. Die Durchkletterung des mittleren Wandgürtels ist durchwegs äußerst schwierig.
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1932, Seite 28-29


Datum erste Besteigung:
30.08.1931
Gipfel:
Dawinkopf
Erste(r) Besteiger(in):
Hager Emmerich
Plangger Hans
Steigenberger Geb.
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