Brunner Giorgio

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Biografie:
Brunner Giorgio, * in Triest (Italien), später Zürich, + in Triest (Italien),.
Der Tiroler Bergsteiger Giorgio Brunner ist an einem schweren Magenleiden gestorben. Er war nicht nur im Kreise der Triester Bergsteiger bekannt und beliebt,sondern auch in ganz Italien. Als Seilgefährte von Emilio Comici war er Anhänger des klassischen Kletterns. Er führte fünfzig Touren, darunter zwanzig Erstbegehungen mit Comici durch. Insgesamt hatte Brunner etwa 600 Bergtouren, davon 64 Erstbegehungen ausgeführt. Auch als Alleingeher machte er von sich reden. Über 100 Alleingänge, davon drei Erstbegehungen sind ihm gelungen.
Er war in Norwegen und in den Anden unterwegs. Am liebsten kletterte er in den Julischen Alpen.
Während eines längeren Aufenthalts in Zürich lernte er auch die Westalpen kennen.
Seine letzte Bergtour war die Besteigung auf den Montasch.
Auch schriftstellerisch war er tätig. Er übersetzte das Buch von Comici ins Deutsche und seine Bergerlebnisse hat er ebenfalls in Buchform verewigt.

1913 1.Beg.Westliche Tschaminspitze (Croda Occidentale del Ciamin)-Westgrat
1913 1.Beg.Östliche Sattelspitze (Punta a Sella Orientale)-Ostgrat
1913 1.Beg.Valbonhorn (Corni di Val Bona)-Südwand auf die Mittel- und die Westspitze
1921 1.Beg.Gsellenspitze (Punta Sola)-Südostwand
1921 1.Beg.Gamsspitze (Punta dei Camosci)-Nordwand
1921 1.Beg.Gamsspitze (Punta dei Camosci)- Westspitze-Südwand,
1922 1.Beg.Berglerturm (Torre Bergler)-Nordwestwand
1930 1.Beg.Dreischusterspitze-Nordostwand-Westschlucht zur Schusterscharte ?Comicicouloir?,II-III,
3152m, (Sextener Dolomiten)
1931 1.Beg.Cima della Beta-Westwand, (Pala,Dolomiten)
1965 Best.Montasch,2753m, (Julische Alpen)
Gerd Schauer, Isny im Allgäu

geboren in Triest (Italien)
gestorben in Triest (Italien)
Elektroingenieur in Zürich.
Ein Anhänger des klassischen Alpinismus.
Machte ca. 600 Bergbesteigungen, davon 64 Neutouren. Kenner der Julischen Alpen. Seilgefährte von Emilio Comici.
Quelle: Archiv Proksch (Österr. Alpenklub)

Quelle: SAC, Die Alpen Band 4, 1966, Seite

Giorgio Brunner t. Giorgio Brunner, ein Anhänger des klassischen Alpinismus, ist 68jährig am 11. Dezember 1965 in Triest nach schwerem Magenleiden gestorben. Er wurde 1897 in Triest geboren, sein Diplom als Elektroingenieur erhielt er 1921 in Zürich. Mitglied des CAI war er bis 1929, dann Sektionsmitglied der XXX. Ottobre des CAI. Er veröffentlichte Artikel in alpinen Zeitschriften über die Julischen Alpen, war Mitarbeiter bei der Herausgabe des Buches von Emilio Comici „Alpinismo eroico". Als Dreizehnjähriger unternahm Brunner große Wanderungen in der Triestiner Gegend und kletterte sehr jung allein auf die Gipfel der Berge. Während seines Studiums in der Schweiz unternahm er in den Westalpen seine ersten Eisfahrten.
Nach seinem Studium gab er sich mit ganzer Leidenschaft den Bergen hin, er war Seilgefährte Comicis in 50 Besteigungen, davon 20 Erstbesteigungen. Insgesamt unternahm er über 600 Besteigungen, davon 64 Erstbesteigungen. Er war Teilnehmer einer italienischen Expedition in die Anden und nach Nordnorwegen. Er löste noch ungelöste Probleme in den Bergen von San Lucano und den Monti Feruc (100 Alleinbesteigungen, davon 3 Erstbesteigungen). Als ein ausgezeichneter Kenner der Julischen Alpen ging er bis kurz vor seinem Tode noch in seine geliebten Julier, in das Reich Kugys! Brunner war der Übersetzer des Comici-Buches
„Berge - Klettern“, das 1964 im Richard-Pflaum-Verlag, München, erschien. Sein Bergbuch trägt den Titel „Ein Mensch geht auf die Berge" (in italienischer Sprache).
Brunner war ein äußerst bescheidener und zufriedener Mensch, der sich buchstäblich in den Bergen verzehrte!
Seine letzten Bergfahrten im Sommer 1965 waren: Montasch, Monte Canin zum 22. Male, Collinkofel, Creta Grauzaria.
Ein reiches Bergsteigerleben fand Erfüllung und Vollendung!
R. I. P.
H. U. Hofeld/Saar
Quelle: Der Bergsteiger 1965/66, Jahrgang 33, Heft Februar 1966, Seite 428

Geboren am:
1897
Gestorben am:
11.12.1965

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