Komarnicki Gyula
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Biografie:
gestorben in Budapest (Ungarn)
Quelle: Mitteilungen des DAV 1976, Seite 74
Dr. Gyula Komarnicki gestorben
Am 27. August 1975 starb in Budapest, seinem Geburtsort, Dr. Gyula (= Julius) Komarnicki, der Nestor der ungarischen Bergsteiger, im 91. Lebensjahr. Erwar neben seiner beruflichen Tätigkeit als langjähriger Generaldirektor der Ungarischen Staatsbahnen MÄV und später in derselben Position bei der Ungarischen See- und Flußschifffahrtsgesellschaft eine der größten Erschließerpersönlichkeiten der Hohen Tatra. Als hervorragender Bergsteiger in den Jahren vor und nach dem Ersten Weltkrieg führte er mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Roman und vielen anderen deutschen, polnischen und ungarischen Bergsteigern eine sehr große Zahl an Erstbegehungen aus und leitete auch den Aufbruch zu den großen Wanddurchstiegen in der Hohen Tatra ein. Neben dem schon recht früh im Konzentrationslager Stein umgekommenen Karl Artur Ritter von Englisch und dem 1973 in Kesmark verstorbenen Prof. Alfred Grosz sowie dem 1968 in Kattowitz gestorbenen Janusz Chmielowski war er einer der großen Männer der »klassischen Epoche« des Bergsteigens in der Hohen Tatra. Darüber hinaus schrieb er für zahlreiche alpine Zeitschriften und gab 1914 den einige Jahrzehnte hindurch kompetenten Hochgebirgsführer über die Hohe Tatra heraus, der 1918 auch in deutscher Sprache er schien. Ernst Hochberger
Quelle: Der Bergsteiger 1976, Heft 03, Seite 171
Gyula von Komarnicki, Budapest, + in Budapest (Ungarn)
1908 1.Beg.Krotenseespitze (Javorove)-Nordwand,III,2417m, (Hohe Tatra)
Gerd Schauer, Isny im Allgäu
Gestorben am:
27.08.1975