Südwand

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Routen Details:
Torsäule, Südwand. 1. Begehung am 27. Juni 1937 durch Hans Vanicek und Wastl Mariner (Innsbruck).
Etwas östlich des Gipfels durchzieht die Wand ein schwach ausgeprägter, runder Pfeiler, welcher sich im untersten Wanddrittel in gelben, überhangenden Abbrüchen verliert. Der Durchstieg führt im unteren Teil durch eine Riß- und Kaminreihe und dann im mittleren Teil über den erwähnten Pfeiler bis zum Beginn der steilen, geschlossenen Gipfelwand, welche nach einer Linksquerung direkt zum Gipfel durchstiegen wird.
Von Gschnitz durch das Bachbett bis zum Fuße der Wand, 1 1/2 Stunden. Der Einstieg befindet sich am tiefsten Punkte der Wand in der Fallinie des östlichen Gipfelpunktes. Links eines überhangenden Pfeilers, welcher an die Wand gelehnt erscheint, über weiße, abgeschlagene Platten 30 m hinauf unter ein Dach, über dieses hinweg, schräg rechts ansteigend auf ein Band an der Pfeilerkante. 4 m nach rechts um die Kante über einen Überhang und eine nach links ziehende Rampe zu gutem Stand. Etwas rechts ein gelber, auffallender Riß, der im oberen Teil in einen Kamin übergeht und von einem Klemmblock abgeschlossen ist. Diesen verfolgend und auf den Kopf des angelehnten Pfeilers (Steinmann).
Nun nach rechts in den tiefen Kamin, 35 m hoch, nach rechts in eine Scharte und im Parallelkamm weiter, bis er sich gabelt. Lier setzt der erwähnte Pfeiler an. Zwischen den beiden Kaminen senkrecht empor, etwa 60 m, unter ein Dach, welches den ganzen Pfeiler umgibt. Rechts eines kleinen Latschenstrauches über das Dach hinweg und gerade weiter in ein kleines Schartel eines abgesprengten Turmes. Rechts davon hinauf zu einem gelben, ungangbaren Aufschwung. Knapp rechts davon über eine 20 m hohe, schwarze Wandstelle zum Beginn einer gelben, überhangenden Verschneidung, über diese hinweg in einer nach links aufwärts ziehenden Steilrinne auf ein breites Band (Steinmann). Nach links um die Kante und an ihr senkrecht zwei Seillängen empor, auf ein nach links geneigtes auffälliges Band. Das Band 35 m nach links verfolgend, durch einen Kamin 15 m empor auf ein zweites Band. Die Fortsetzung des Kamins bildet ein feiner Riß, der in einer auffallenden Höhle unter einem Dach mündet. Links des Risses über eine senkrechte Wandstelle in die Höhle, 3 m Querung nach links in eine
Steilrinne, durch diese zu gutem Stand (Steinmann). Nun vier Seillängen über die steile Gipfelwand senkrecht empor, bis unter die mächtigen Dächer, die den Ausstieg zum Gipfel verhindern. Etwas rechts, an geeigneter Stelle direkt zum Steinmann aussteigend.
Wandhöhe: 650 m, Kletterzeit der Erstersteiger: 7 1/2 Stunden, überaus, teilweise äußerst schwierig. Landschaftlich großartige Felsfahrt in fast durchwegs festem, griffigem Gestein.
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1937, Folge 1188, Seite 295


Torsäule. 1. Begehung der Südwand. Hans Vanicek und Wastl Mariner (Innsbruck) am 27. Juni 1937. Ö. A.-Z. 1937, S. 295.
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1939, Folge 1203, Seite 100
Datum erste Besteigung:
27.06.1937
Gipfel:
Torsäule
Erste(r) Besteiger(in):
Mariner Sebastian
Vanicek Hans,