Kauschka Rudolf

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Biografie:
geboren in Fugau (Tschechoslowakei)
gestorben in Kempten (Deutschland)

Die Sektion Reichenberg hat in der letzten Hauptversammlung ihr Mitglied Rudolf Kauschka zum Ehrenmitglied ernannt. Dieser, bereits im Vorjahre mit dem Ehrenzeichen für 50jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, war durch viele Jahre Schriftführer der Sektion Reichenberg des DOAV und des Deutschen Alpenvereins Reichenberg, er ist der Entdecker des Platzes der Neuen Reichenberger Hütte und versieht derzeit noch trotz seiner 75 Jahre in vorbildlicher Weise das Amt des Hüttenwartes.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1959, Heft 9/10, Seite 80

Rudolf Kauschka zum Gedenken
Am 2. 4. d. J. verschied im 77. Lebensjabie in Kempten im Allgäu, wo er nach der Vertreibung aus der Heimat Reichenberg eine dauernde Bleibe gefunden hatte, das Ehrenmitglied der Sektion Reichenberg und Träger des Goldenen Ehrenzeichens, unser Hüttenwart, Zollinspektor i. R., Rudolf Kauschka. Im Jahre 1907 trat er der Sektion bei. Er wurde bald zum Schriftführer gewählt, welches Amt er durch viele Jahre betreute. Im Jahre seines Eintrittes konnte er, der in den Sandstein- und Granitfelsen des heimatlichen Jeschken- und Isergebirges Geschulte, in den Dolomiten im ersten Ansturm die damals schwersten Kletterfahrten bewältigen, darunter den erstmalig ausgeführten freien Abstieg vom Winklerturm zur Scharte zwischen diesem und dem Stabelerturm. Im ersten Weltkrieg als Reserveoffizier eingerückt machte er die Hochgebirgs- und Bergführerausbildung mit und fand im Alpenkriege eine entsprechende Verwendung. Im Jahre 1917 trat er dem Österreichischen Alpenklub bei. Immer wieder zog es ihn in die Alpen und es gelangen ihm viele der schwersten Fels- und Eisfahrten, so im Jahre 1923 die Besteigung des Montblanc im Alleingang, über die er einen preisgekrönten Aufsatz in der DAZ schrieb.
Da die Sektion im Jahre 1918 ihre alte Hütte bei Cortina d'Ampezzo verloren hatte, machte er sich auf die Suche nach einem neuen Hüttenplatz und fand diesen, angeregt durch Purtschellers Bericht in der Zeitschrift 1897 in der Panargen-Lasörling-Gruppe gemeinsam mit seinem später am Montblanc tödlich verunglückten Bergfreunde Tham. Dort entstand dann im Jahre 1926 die Neue Reichenberger Hütte. Hier fand Kauschka seine neue Bergheimat, deren bester Kenner er wurde. Er beschrieb sie ausführlich in der Zeitschrift des DuOeAV 1930 und 1931. Als nach dem zweiten Weltkriege die in Wien wieder erstandene Sektion im Jahre 1951 ihre Hütte wieder in eigene Verwaltung übernahm, stellte er sich als Hüttenwart zur Verfügung und verwaltete dieses Amt bis zu seinem Ableben. Da er den ganzen Sommer in St. Jakob verbrachte, konnte er in vorbildlicher Weise die Hütte betreuen und stieg bis zu zwölfmal in einem Sommer zur Hütte empor, meist als Begleiter von Sektionsfreunden, denen er ein unvergleichlicher Führer war.
Gleich hervorragend als Meister des Wortes und des Lichtbildes warb er in vielen Vorträgen für unsere Hüttenheimat. In der Hauptversammlung der Sektion im Jahre 1959 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. In Anbetracht seiner Verdienste um die Sektion und die Hütte hat die Sektion in ihrer heurigen Hauptversammlung beschlossen, ihm in St. Jakob als Zeichen der Dankbarkeit eine Gedenktafel zu errichten.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1960, Heft 7, Seite 91

Rudolf Kauschka (+)
Am 2. April 1960 erlag in Kempten in seinem 77. Lebensjahr Rudolf Kauschka einem Herzanfall. Jahrelang war er als Schriftführer und Betreuer der „Neuen Reichenberger Hütte" tätig gewesen. Die Ehrenmitgliedschaft in der Sektion Reichenberg des ÖAV kann als ein Zeichen der Anerkennung und des Dankes gewertet werden. Rudolf Kauschka war zeitlebens den Bergen und dem Wintersport verbunden. Es sei nur erinnert an eine Alleindurchkletterung der Nordwand der Kleinen Zinne — vor einem halben Jahrhundert eine beachtliche Tat! —, an die errungene Europa-meisterschaft auf der heimatlichen Jeschken-Rodelbahn, an die harte Kriegszeit an der höchsten Front Österreichs im Ortlergebiet. Auch als alpiner Schriftsteller und heimatverbundener Lyriker wurde Rudolf Kauschka bekannt und ge-schätzt. Nach 1945 siedelte er nach Kempten im Allgäu über, wo er nun, nach einem bewegten Erdendasein, in Lenzfried, angesichts der Berge, seine Ruhestätte fand.
Quelle: DAV Mitteilungen 1960, Heft 5, Seite 88

Rudolf Kauschka
Der aus dem Sudetengau stammende Bergsteiger und Schriftsteller ist kürzlich in seinem 76. Lebensjahr in Kempten i. Allgäu verstorben.
Rudolf Kauschka — am 2. Oktober 1883 in Fugau bei Schluckenau geboren — brachte in den Ost- und Westalpen beachtliche Fahrten hinter sich, die meist ihren geistigen Niederschlag in Büchern und alpinen Zeitschriften fanden,
Quelle: Der Bergkamerad 21. Jahrgang 1960, Heft 15, Seite 498



Geboren am:
02.10.1883
Gestorben am:
02.04.1960

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