Knubel Joseph

(Bearbeiten)

Biografie:
Josef Knubel
Josef Knubel, the last survivor of the great guides of the days before the 1914 - 18 war, died in hospital at Visp in June last at the age of eighty.
We hope to publish an obituary notice in our next number.
Quelle: Alpine Journal Volume 66, 1961, Seite 380-381

Quelle: Berg, Schnee, Fels 1961, Seite 13 ff
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1962, Seite 113 ff

Joseph Knubel
(*24.10.1881, + 31. 5.1961)
Geburtsort St. Nikolaus im Wallis. Sohn des Bergführers Peter Knubel, der 1868 als zweiter nach Whymper den Hörnligrat des Matterhorns beging. 1911 Grandes-Jorasses-Hirondellesgrat im Abstieg und direkte Route durch die 800 Meter hohe GréponOstwand. Diese war damals in den Montblanc-Aiguilles von ähnlicher Bedeutung wie die Fleischbank-Ostwand im Wilden Kaiser. G.W. Young, H. 0. Jones und R.Todhunter eröffneten damit eine der schönsten klassischen Montblancrouten. Der führende Knubel bewältigte den Ausstiegsriß (Knubelriß, V) ohne Haken. Young bezeichnete Knubels Leistung nach zehnstündiger Kletterei als »beinahe übermenschlich«. Weitere Neutouren: Gspaltenhorn-Westgrat, Weißhorn-Nordostwand, Rothorn-Ostwand, Täschhorn-Südwestwand. Zu Knubels größten Unterneh-mungen zählten: 1928 Montblanc-Innominatagrat im Abstieg, 1929 Scheidegg-Wetterhorn-Nordwestwand und 1932 die Eiger-Nordostwand. Hier führten Joseph Knubel und Alexander Graven, Hans Lauper und Alfred Zürcher durch die vereiste Steilflanke links der eigentlichen Eiger-Nordwand. Knubel führte auch hochalpine Skitouren: 1917 mit Arnold Lunn Wellenkuppe und Dom, 1920 mit Marcel Kurz Obergabelhorn, Schallihorn und Täschhorn. 1926 Grindelwalder Grünhorn. Young, der als Beinamputierter mit Knubel 1935 das Rothorn bestieg, schätzte den Führer »mit seinem einzigartigen Rekord an alpinen Besteigungen« sehr.
Quelle: Der Bergsteiger 1982, Heft 8, Seite 36


Geboren am:
02.03.1881
Gestorben am:
31.05.1961

Erste Route-Begehung