Aeberli Siegfried

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Biografie:
Mitglied bei der HG Karwendler in Innsbruck;
Träger des Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich;
Sämtliche 4000-er bestiegen;
Leiter der Lhotse-Expedition;
Expeditionsleiter der Deutsch-Österr. Yalung Kang Expedition 1975 mit Teilnehmern: Michel Dacher, Rolf Walter, Gerhard Baur, P. Vogeler, H. Wagner, Sepp Mayerl, Günther Sturm, Fritz Zintl und E. Lackner. Es geling die 1. Begehung der Südflanke;
Quelle: Archiv Proksch (Österr. Alpenklub)

Neue Sachwalter im Verwaltungsausschuss
Schuldirektor Siegfried Aeberli
Mitglied des Verwaltungsausschusses, Sachwalter für Auslandsbergfahrten, Expeditionen, Bergführerwesen, Verkehrswesen; Nachfolger von H. Rebitsch :
Seine hohe Qualifikation als Bergsteiger und Expeditionsmann versetzt Aeberli in die Lage, diese Sachgebiete als profunder Kenner zu betreuen. Seit seiner frühesten Jugend führt er Bergfahrten in allen Gruppen der Alpen durch und hatte mit 30 Jahren bereits über 1000 verschiedene Gipfel, davon die meisten über schwierige Wege, bestiegen. Mit Ausnahme von Schreckhorn, Lauteraarhom und Dente d'Herens kennt Aeberli alle Viertausender der Alpen, viele davon aus wiederholten Besteigungen auf verschiedenen Wegen. So erstieg er z. B. den Mont Blanc auf 7 verschiedenen Anstiegsrouten.
Er stand auf allen Fünftausendern Afrikas (Kilimandscharo, Mawenzi u. Mount Kenya 2mal, Ruwenzori-Gipfel). 1954 nahm er an Kundfahrten in die Cordillera Huayhuash und Cordillera Bianca teil, 1962 an einer zum Rolwaling Himal und Khumbu Himal und ins Barun; 1968 war er im Rolwaling Himal, Nepal.
Als Expeditionssachwalter obliegt es Aeberli, die Expeditionsansuchen nach den vom OeAV herausgegebenen Richtlinien zu überprüfen. Diese Ansuchen werden auf ihre Vollständigkeit Richtigkeit der Bergziele und Zusammensetzung der Mannschaften hin angesehen. Der Finanzierungsplan wird nachkalkuliert. Die Qualifikation der teilnehmenden Bergsteiger muß durch Tourenberichte belegt sein, die ein Bild über ihre alpinistischen Leistungen geben. Er gibt auch das Gutachten darüber ab, ob es sich um eine Expedition oder um eine hochwertige Bergfahrt handelt. Die vom OeAV zur Verfügung gestellten Mittel werden natürlich erst nach Erfüllung aller gestellten Bedingungen ausgeschüttet. Als Referent für das Bergführerwesen hält Aeberli die Verbindung mit dem inzwischen selbständigen Verband Österreichischer Berg- und Skiführer aufrecht. Als solcher fungiert er im Vorstand dieses Verbandes als Beirat. Aufgrund der Zusammenarbeitserklärung genießen alle Bergführer, die Mitglieder des OeAV sind, vom Alpenverein weiteste Förderung in Bezug auf begünstigte Unterkunft in AV- Hütten (bei Führungen mit einzelnen Touristen wie mit Gruppen). In der Bergführerausbildung wird das Einvernehmen mit dem OeAV hergestellt; der Sachwalter nimmt an den Prüfungen als Beisitzer teil. Schließlich wird das Alpenvereinsedelweiß im Bergführerabzeichen geführt. Aeberli wird nun seine Tätigkeit als Sachwalter auf einige Monate unterbrechen, um als Leiter an der schwierigen Expedition zum unerstiegenen Lhotse Shar (Lhotse II) 8383 m, teilzunehmen. Dieses Gebiet ist ihm von früheren Kundfahrten her bereits gut bekannt. Auf einem Panoramabild konnte die Expeditionsmannschaft die Aufstiegsroute bereits theoretisch festlegen.
Siegfried Aeberli wurde 1925 in Kennelbach/ Bregenz geboren, war Kriegsteilnehmer und ist seit 1947 im Lehrfach tätig; er gehört dem Alpenverein seit 1934 und dem Österreichischen Bergrettungsdienst seit 1939 an.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1970, Heft 3/4, Seite 47

Alpen Vereinsfunktionäre ausgezeichnet
Das Verdienstkreuz des Landes Tirol erhielten am 15. 8. 71 aus der Hand des Tiroler Landeshauptmannes. ÖR. Eduard Wallnöfer, unser Sachwalter für Expeditionswesen, Schuldirektor Siegfried Aeberli und sein Vorgänger im Verwaltungsausschuß, Hias Rebitsch.
Beide sind erprobte Expeditionsmänner und haben Tirols und damit Österreichs Namen verdienstvoll in die Erschließungsgeschichte der Weltberge eingetragen.
Wir gratulieren !
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1971, Heft 9/10, Seite 170

Einige wichtige Schalthebel des ÖAV wurden mit neuen Männern besetzt: Siegfried Aeberli, Sachwalter für Bergsteigen, wurde von Raimund Mayr abgelöst; Mayr hat sich als Bergsteiger qualifiziert und gilt im Bereich Skilehrer-Bergführer-Ausbildung als Fachmann. Wolfgang Nairz, der sich hauptberuflich im ÖAV um Bergsteigen und Sicherheit kümmerte, ist ausgeschieden und hat die traditionsreiche Hochgebirgsschule Tyrol als Leiter übernommen; sein Nachfolger ist Hannes Wieser, ein junger Berg- und Skiführer und begeisterter Allroundbergsteiger. Allein für den Sicherheitsbereich wurde Christian Damisch, Berg- und Skiführer und Architekturstudent, unter Vertrag genommen. Es ist also eine ganz junge Mannschaft am Drücker, von der man sich neue Aktivitäten erwarten darf.
Quelle: Der Bergsteiger 1982, Heft 1, Seite 65


Geboren am:
14.01.1925

Erste Route-Begehung

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