Schmidkunz Walter

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Biografie:
Walter Schmidkunz (+). Am 19. Oktober 1961 starb nach schwerer Krankheit in seinem 74. Lebensjahr Walter Schmidkunz. Bei seiner Beerdigung im Friedhof Westerhofen bei Schliersee vertrat der Verwaltungsausschuß - Vorsitzende Hans von Bomhard den Deutschen Alpenverein. Vor dem ersten Weltkrieg war Schmidkunz aktiver Bergsteiger und gehörte der Sektion Bayerland an, deren Tätigkeit der einfallsreiche Mann mit mancher wertvollen Anregung befruchtete. Er war mit Paul Preuß befreundet; mit ihm gelang ihm die Erstbegehung der Südostwand der Grohmannspitze (Preußkamin).
Unvergänglich wird Walter Schmidkunz‘s Wirken im alpinen Schrifttum bleiben als Autor zahlreicher Bergbücher, als Begründer des Bergverlags und der Gesellschaft alpiner Bücherfreunde und als Schriftleiter alpiner Zeitschriften. Er besaß den wohl umfangreichsten Zettelkatalog der Geschichte des Alpinismus und wurde weit über den Kreis der Bergsteiger hinaus als Sammler alpenländischen Volksgutes bekannt. Seine dickleibigen, in kariertes Leinen gebundenen, von Paul Neu illustrierten Schnaderhüpflbücher fanden viele Freunde.
Wir werden des Wirkens und Schaffens von Walter Schmidkunz noch in einem eigenen Beitrag gedenken.
Quelle: Mitteilungen des DAV 1961,Seite 198

Walter Schmidkunz
In Neuhaus am Schliersee starb im Alter von 74 Jahren Walter Schmidkunz, der nicht nur als alpiner Schriftsteller, sondern vor allem auch als Geschichtsschreiber des Alpinismus einen namhaften Ruf genoß. Wohl die hervorragendste Leistung war die Gründung der „Gesellschaft alpiner Bücherfreunde", durch die rund dreißig Werke bergsteigerischer Art veröffentlicht wurden. Erwähnenswert ist hier vor allem Leo Maduschkas „Junger Mensch im Gebirg".
Quelle: Der Bergsteiger 1961-62, Heft 5 Februar, Seite 332

Walter Schmidkunz ging seit 1895 als aktiver Bergsteiger in die Berge,kannte die Alpen von der Rax bis zum Mont Ventoux,war in den winterlichen Bergen Lapplands unterwegs und gehörte der extrem hochtouristisch eingestellten Sektion Bayerland an, deren Tätigkeit der einfallsreiche Mann mit mancher wertvollen Anregung und frischen Wind befruchtete. Er gehörte zum Münchner Club Alpiner Skiläufer und zum Österreichischen Alpenclub Wien.
Er kannte fast ohne Ausnahme die ganze deutsche und österreichische Bergsteigerelite, die seit den achtziger Jahren alpine Geschichte machten. Mit vielen war er freundschaftlich verbunden. Sein bester und häufigster Seilgefährte war Paul Preuß,sein erster Willi von Redwitz. Er stand auf über 2500 Gipfel und machte 30 Erstbegehungen und Erstbesteigungen.
Walter Schmidkunz ist in Kiel an der Ostsee geboren,lebte bereits als Jugendlicher in München,hat auch die meiste Zeit in Bayern gelebt. Seit 1930 lebte er auf einem Bauernhof auf dem Westerbuchberg im Chiemgau,dann in Aigen bei Salzburg,später in Starnberg und 1946 siedelte er nach Tegernsee über. Als Jornalist arbeitete er in London und Italien und verfügte als Historiker und Chronist über umfangreichstes Material über die Geschichte des Alpinismus.
Unvergänglich wird Walter Schmidkunz‘s Wirken im alpinen Schrifttum bleiben, als Autor zahlreicher Bergbücher, als Begründer des Bergverlags und der Gesellschaft alpiner Bücherfreunde und als Schriftleiter alpiner Zeitschriften, sowie als Hauptredakteur des zweibändigen Nachschlagwerks „Alpine Handbuch“. Er besaß den wohl umfangreichsten Zettelkatalog der Geschichte des Alpinismus und wurde weit über den Kreis der Bergsteiger hinaus als Sammler alpenländischen Volksgutes bekannt. Seine dickleibigen, in kariertes Leinen gebundenen, von Paul Neu illustrierten Schnaderhüpflbücher fanden viele Freunde. Er gründete den Verlag Walter Schmidkunz,den Dreiländerverlag und nach dem Ersten Weltkrieg den Bergverlag. Schon 1910 verfasste er den ersten Kletterführer durch die Bayerischen Voralpen und schrieb 20 Bücher und ungezählte Artikel in verschiedenen Bergsteigerzeitschriften. Als „Ghostwriter“ lieh er Geist und Feder berühmter Bergsteigern,so Hans Ertl und Luis Trenker.
Kletterpartner: Fritz Strobel „Ipperl“,Paul Preuß,Paul Bauer,Paul Neumann, Leo Kadrnozka, Pfaffenberger,

Schmidkunz Walter, * 25.3.1887 Kiel,später München,London,Italien,Chiemgau,Aigen bei Salzburg,Tegernsee
+ 19.11.1961 Westhofen bei Schliersee (Schliersee)

1900 1.Beg.Hörndlwand-Westwand „Alter Schmidkunz-Weg“,II-,1684m, (Chiemgauer Berge)
1909 1.Beg.Hörndlwand-Westwand „Neuer Schmidkunz-Weg“,III-,1684m, (Chiemgauer Berge)
1909 1.Best.Cima deli' Auta -Westlicher Gipfel,2608m, (Marmolatagruppe)
1909 1.Beg.Niedernißltürme im Abstieg nach Norden,2288m, (Karwendel)
1911 30 schwierige Kletterfahrten in den Dolomiten
1911 Beg.Totenkirchl „Fünferweg“,2193m, (Wilder Kaiser)
1911 Beg.Fermada-Ostwand, (Geislergruppe,Dolomiten)
1911 Beg.Grohmannspitze-Südwand,3126m, (Langkofelgruppe,Dolomiten)
1911 1.Beg.Grohmannspitze-Südostwand „Preußkamin“,III-IV,3126m, (Langkofelgruppe,Dolomiten)
1911 2.Beg.Innerkoflerturm-Südwand „Rizzikamin“,V,400 HM,3081m, (Langkofelgruppe,Dolomiten)
1911 Beg.Innerkoflerturm-Südostwand,3081m, (Langkofelgruppe,Dolomiten)
1911 Beg.Langkofel-Ostwand,3181m, (Langkofelgruppe,Dolomiten) ?
1911 Beg.Langkofel-Nordostwand,3181m, (Langkofelgruppe,Dolomiten)
1912 Beg.Scheffauer-Nordwand „Leuchsweg“,II,110 HM,2111m, (Wilder Kaiser)
1912 1.Beg.Goinger Turm-Nordostgrat „Berger-Schmidkunz-Führe“,IV,60 HM,
2201m, (Wilder Kaiser)
1912 1.Beg.Goinger Turm im Abstieg nach Süden,2200m, (Kaisergebirge)
1920 1.Beg.Großes Häuslhorn-Südwand,V-,2284m, (Berchtesgadener Alpen)
1926 1.Beg.Zsigmondyspitze(Feldkopf) „Schmidkunz-Bauer-Führe“,3087m, (Zillertaler Alpen)
1926 1.Best.Kasseler Spitze über Nordnordwestgrat,2957m, (Zillertaler Alpen)
1926 1.Best.Kleiner Floitenturm über Ostgrat,ca.2600m, (Zillertaler Alpen)
1929 1.Beg.Große Zinne- Direkte Südwand unterer Teil
„v.Redwitz-Maduschka-Führe“,V,2999m, (Sextener Dolomiten)
Best.Vernelwände,3058m, (Dolomiten)
Beg.Fünffingerspitze-Südostwand „Schmittkamin“,IV+,2996m, (Langkofelgruppe,Dolomiten)
Beg.Große Tschierspitze „Adangkamin“,2592m, (Sellagruppe,Dolomiten)
Beg.Zahnkofel-Ostwand,III-IV,200 HM,3001m, (Langkofelgruppe)
Best.Dent de Mesdi,2881m, (Sella,Dolomiten)
Best.Pisciaduturm, (Sella,Dolomiten)
Beg.Kleine Fermeda-Ostwand,2815m, (Geislergruppe)
Best.Große Zinne,2999m, (Sextener Dolomiten)
Beg.Neue Touren in der südlichen Marmolatagruppe, (Dolomiten)
Gerd Schauer, Isny im Allgäu





Geboren am:
25.03.1887
Gestorben am:
19.10.1961

Erste Route-Begehung

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