Abuja Max

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Biografie:
Dr. Max Abuja (+)
Senatsrat Dr. Max Abuja hat uns am 11. Juni 1963, knapp nach seinem 70. Geburtstag, nach langer schwerer Krankheit für immer verlassen.
Geboren am 18. 4. 1893 in Klagenfurt, maturierte er am Klagenfurter Gymnasium im Jahre 1912 und wurde 1929 zum Doktor beider Rechte an der Universität Innsbruck promoviert. Nun widmete er sich in Klagenfurt dem Anwaltsberufe, trat jedoch 1941 als Rechtsreferent in die Dienste der Stadt Klagenfurt, wobei ihm bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand im Jahre 1958 Sachlichkeit und Rechtsgefühl oberster Leitstern waren.
Seine Laufbahn war durch den Wehrdienst als Offizier an den Fronten des Ersten und Zweiten Weltkrieges, in dem er sich sein schweres Leiden zuzog, und beim Kärntner Abwehrkampf unterbrochen worden.
Die ihn über alles beseelende Liebe zu seiner Heimat, seinem Volke und seinen Bergen führte ihn schon 1912 zum damaligen Deutschen und Österreichischen Alpenverein, dessen Sektion Klagenfurt er durch 52 Jahre ununterbrochen angehörte. Seit 1924 war er im Sektionausschuß und seither immer an leitender Stelle der Sektion tätig, lange Zeit als Obmannstellvertreter. Während der letzten Kriegszeit leitete er die Sektion. Zuletzt wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Sektion Klagenfurt gewählt. Die Geschichte der Sektion Klagenfurt des Österreichischen Alpenvereins ist in den letzten 40 Jahren untrennbar mit dem Namen Dr. Max Abujas verbunden, insbesondere gilt dies für den Erwerb des Alpenvereinsbesitzes in der Fragant und bei der Klagenfurter Hütte, den Ausbau der sektionseigenen ersten Fahrstraße zum Glocknerhaus, die Übergabe dieser Straße an die GROHAG, die Erweiterung des Glocknerhauses, die Förderung des Bergsteigens überhaupt und vor allem auch für seinen Kampf um die Unversehrterhaltung der Hochgebirgsnatur, den er auf fast verlorenem Posten um die Gamsgrube und den Alpenvereinsbesitz im Gebiet des Großglockners im Namen des ganzen Alpenvereins und aller Bergsteiger zu führen übernommen hatte.
Dr. Max Abuja stellte sich aber nicht nur der Sektion Klagenfurt des Österreichischen Alpenvereins zur Verfügung, sondern war auch maßgeblich in der Leitung des gesamten gießen Alpenvereins tätig, Schon 1942 bis 1945 gehörte er dem Hauptausschuß an, bemühte sich alsbald nach Kriegsende wieder unermüdlich um die Neubildung des Alpenvereins und seiner Kärntner Sektionen, um die Sicherung des großen Alpenvereinsbesitzes am Großglockner und an der Pasterze und war von 1949 bis 1958, also durch zwei Amtsperioden, Mitglied des Hauptausschusses des ÖAV.
Unvergessen sind seine erfolgreichen, teilweise bedeutenden Anstrengungen, dem Recht und Anstand bei der Erhaltung des Alpenvereinseigentums in den Österreichischen Alpen zum Durchbruch zu verhelfen. Ihm, dem Kurator für das Vermögen der ausgelösten sudetendeutschen Sektionen des ehemaligen DuÖAV, haben es diese teilweise in Österreich, teilweise in der Deutschen Bundesrepublik wiedererstandenen sudetendeutschen Landsmannschaften in erster Linie zu danken, daß sie heute in ihren AV-Hütten einen letzten Rest ihrer alten Heimat als Eigentum wieder besitzen.
AlIe diese Leistungen in schwerer und stürmischer Zeit zeigen uns Dr. Abuja als rechtlich denkenden Menschen, Bergsteigerkameraden und Anwalt des Rechtes reinster Art. Liebe zu Volk und Heimat, besonders zu unserer Bergwelt, tiefverwurzeltes Rechtsbewußtsein, gepaart mit unermüdlichem Arbeitswillen und Kampfesmut, echte Kameradschaft und Freundestreue, ständige Hilfsbereitschaft und eine heitere Seele, aufgeschlossen für das Schöne, machten Dr. Max Abuja zu einem Manne, der sich viele Freunde erwarb, die ihn nie vergessen werden. Insbesondere im Gedenken des Alpenvereins wird er weiterleben für immer, als Beispiel für kommende Geschlechter.
Der ÖAV-Hauptausschuß
Quelle: Der Bergsteiger 1963, Heft 11, Seite 813-814


Geboren am:
18.04.1893
Gestorben am:
11.06.1963
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