Compton Eduard Theodore

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Biografie:
geboren in Stoke-Newington (Großbritannien)
gestorben in Feldafing (Deutschland)

Compton war sehr vermögend. Als 18-jähriger unternahm er mit seiner 15-jährigen Braut weltweit eine Hochzeitsreise die drei Jahre dauerte;
Seine Frau Gusti von Romako stammte aus München;
Seine Kinder waren Edward Harrison (geb 1881 in Feldafing) - verstorben 1960 und Dora
Erstbegehung der Südwand der Cima Brenta am 22.Juli 1882;
Besteigung des Fermedaturmes am 4. August 1887;
Besteigung des Campanile di Val Montanaia;
Unternahm im Jahre 1899 Streifzüge durch die Alpen als Alpenmaler;
Quelel: Archiv Proksch (Österr. Alpenklub)

Quelle: Adolfo Hess, Saggi sulla psicologia dell'alpinista, 1914, Seite 188 ff (siehe Anhang)

E. T. Compton.
Am 29. Juli begeht Meister C. T. Compton in seinem Künstlerheim zu Feldafing am Starnbergersee die Feier seines 70. Geburtstages und ungezählte Mitglieder unseres Vereins werden an diesem Tage mit warmer Sympathie des gefeierten Künstlers gedenken. Ist doch Compton durch seine umfangreiche, über mehr als drei Jahrzehnte sich erstreckende künstlerische Mitarbeit an unseren Vereinsschriften so enge mit dem D. u. Ö. Alpenverein verwachsen, dass wir ihn mit vollem Recht und mit Stolz einen der Unsrigen, und zwar einen unserer Besten nennen dürfen!
Edward Theodore Compton wurde am 29. Juli 1849 als ältester Sohn eines mit bemerkenswertem Geschick für die Malerei begabten Beamten zu Stoke Newington, einer Vorstadt Londons, geboren und besuchte das Gymnasium der Quäkerschule in Südcot bei Winscombe. Nach dem Abgang vom Gymnasium bereitete er sich für die Universität vor, wandte sich aber noch vor deren Besuch endgültig der Malerei zu, für die er schon als kleiner Knabe eine geradezu begeisterte Vorliebe und ein überraschend reiches Talent bekundet hatte.
Schon im Jahre 1867 übersiedelte Compton dauernd nach Deutschland, das er bis zum heutigen Tage nicht mehr verlassen hat.1) Im Jahre 1868 entschied sich gelegentlich eines Besuches des Berner Oberlandes im Anblicke der Jungfrau vom-Thunersee aus die Richtung seiner Kunst — Compton wurde Alpenmaler, und als solcher hat er in ungewöhnlich fleißigem Schaffen, vor allem aber getragen von einer bis zu seinem Auftreten noch nicht beobachteten Auffassung des Hochgebirges und unterstützt von einer ganz überragenden technischen Fähigkeit, sich zu einem der ersten Hochalpenmaler unserer Zeit emporgeschwungen. Die Zahl seiner Schöpfungen ist außerordentlich groß und seine Werke, seien es Ölgemälde oder Aquarelle, tragen alle eine so scharf ausgeprägte persönliche Note, daß man einen „Compton" stets sofort untrüglich aus den Schöpfungen anderer Hochgebirgsmaler herausfinden wird Es gibt nur noch einen Künstler, dessen Werke denen C. T. Comptons in der Malweise gleichkommen und die nahe Verwandtschaft erkennen lassen, nämlich C. Harrison Compton, den Sohn unseres Jubilars, der vom Vater das ungewöhnliche Talent und seine Technik geerbt
hat. Aufzuzählen, was Compton allein für unsere „Zeitschrift" beigesteuert hat, würde den verfügbaren Raum weit überschreiten, und wir müssen uns darauf beschränken, daran zu erinnern, daß es keine Teile unserer Ostalpen und der Westalpen gibt, aus denen Comptons Meisterhand nicht unübertreffbare und vor allem auch alpinistisch belehrende Bilder geliefert hat. Compton ist ebenso wie ein erstklassiger Künstler auch ein vorzüglicher Hochalpinist, und diese glückliche Vereinigung ist offenbar auch mit ein Grund, warum gerade seine Hochgebirgsbilder jeden Hochalpinisten so ganz besonders ansprechen und sie als von echt alpinistischem Geist durchleuchtete Kunstwerke gerade den Bergsteigern so nahe bringen und wertvoll machen. Aber Comptons bis in die jüngste Zeit bewährte hochalpine Leistungsfähigkeit hat es auch ermöglicht, dass er entweder gemeinsam mit den Verfassern der für unsere „Zeitschrift" bestimmten Abhandlungen die betreffenden Gebiete durchwandern oder dass er nach deren Angaben ihren Spuren folgen und somit seine künstlerische Ausbeute in engstem Zusammenhang mit den betreffenden Bergwanderern schaffen konnte, wodurch seine Bilder sich stets so unmittelbar den Schilderungen einfügten, dass das Ganze wie aus einem Guß erschien. Und wer je Gelegenheit hatte, mit Compton im Hochgebirge wandern zu können, der wird die mit ihm verbrachten Stunden und Tage in seiner Erinnerung als kostbaren Schatz bewahren; war es ihm doch vergönnt, in dem großen Künstler einen Mann kennen zu lernen, der auch als Mensch so hoch steht, dessen Männlichkeit und Vornehmheit des Denkens und Handelns so gewinnend sind, dass jeder sich glücklich preisen darf, der Comptons Weg gekreuzt hat.
Möge es dem großen Künstler, der einen so überragenden Anteil an der künstlerischen und durch sie auch an der touristischen Erschließung unserer Alpenwelt hat, vergönnt sein, uns noch mit recht vielen kostbaren Gaben seiner genialen Kunst zu bereichern, möge er aber auch sich eines harmonisch schönen Lebensabends erfreuen können, den ihm die dankbare Anerkennung aller jener verklären soll, denen seine Kunst so viel Freude und so vielen Genuß bereitet hat.
H. H.
1) Eine überaus liebevolle Schilderung des Lebens und des Werdegangs Comptons als Künstler aus der Feder von J. Schellander brachte das Juniheft (Heft 4) der Monatsschrift „Donauland". Wir empfehlen allen, die Comptons Kunst schätzen gelernt haben, diese Abhandlung auf das beste.
Quelle: Mitteilungen des DÖAV 1919, Seite 75

Zum 70. Geburtsfeste von E. T. Compton am 29. Juli wurde dem gefeierten Alpenmaler in Feldafing vom Bildhauer Jan Wysocki aus Pasing bei München eine Bronzemedaille überreicht, worauf Wysocki das wohlgelungene Porträtrelief mit Namen und Geburtsdaten des Meisters, auf der Reversseite dessen Lieblingsberg, die Jungfrau, nach einem Originalbilde von Compton verewigt hat mit der Zueignung: „Dem Verherrliche? der Alpen zum 70. Geburtstag gewidmet von seinen Bewunderern und Freunden."
Stifter der Medaille sind der einzige noch lebende 80 jährige Gründer des D. u. O. Alpenvereins Johann Stüdl, die Berggenossen Comptons Karl Blodig und Frido Kordon, Jan Wysocki, der österreichische Stahlschnittmeister Michel Blümelhuber, der Verleger der bekannten Salzburger Compton-Postkarten Hermann Kerber u. a.
Quelle: Mitteilungen des DÖAV 1919, Seite 97

Quelle: Mitteilungen des DÖAV 1931, Seite 132 f
Quelle: Der Bergsteiger Jahrgang 9, 1938/39 Seite 678 ff
Quelle: Der Bergsteiger 1949, Seite 257 f
Quelle: Berge und Heimat 1949, Seite 226 ff
Quelle: Mitteilungen des DAV 1949, Seite 57 und 68 (siehe Anhang)
Quelle: Mitteilungen des DAV 1961, Seite 44 ff
Quelle: Jahrbuch des Alpenvereins 1962, Seite 143 ff
Quelle: Bergwelt 1978, Heft 3, Seite 48 ff
Quelle: Mitteilungen des DAV 1983, Seite 17 und 56
Quelle: Bergwelt 1983, Heft 1, Seite 74
Quelle: Der Bergsteiger 1984, Heft 11, Seite 58-59 (siehe Anhang)
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1985, Seite 125 ff

Geboren am:
29.07.1849
Gestorben am:
23.03.1921
application/pdf WIKICompton Edward Theodore - BST 1984-11.pdf
application/pdf Compton edward Theodore - DAV Mitt. 1949-8, S. 57.pdf
application/pdf Comton Edward Theodore -BST 1960-61-6, Seite 325-328.pdf
application/pdf Compton_E.T._-_Adolfo_Hess.pdf

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