Tribusser Josef

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Biografie:
Bergführer, Heiligenblut am Großglockner

Mit den Heiligenbluter Führern Georg Bäuerle, Johann Kramser und Josef Tribusser brach Markgraf Alfred von Pallavicini am 18. August 1876 für dieses Vorhaben beim Glocknerhaus auf. Nach 2500, meist von Tribusser geschlagenen Stufen, standen sie nun 70 m unter der Scharte und querten nach rechts zu den abschüssigen Felsen, um gegen 5 Uhr abend den Gipfel zu erreichen. Als Alfred von Pallavicini mit seinen Führern Johann Kramser, Georg Bäuerle und Josef Tribusser die Rinne oberhalb des Glocknerkees zum Gipfel hin erstbestieg, immerhin bis zu 55 Grad steil und 600 Meter lang, gab es weder Eishaken noch Steigeisen heutiger Güte! Josef Tribusser stieg mit Johann Kramser voraus, am zweiten Seil folgten Georg Bäuerle Alfred von Pallavicini. Der Bergführer schlug also mit seinem Pickel rund 2500 Stufen (!) in das Eis der Nordwand bis er an der rechten Seite die Felsen erreichte.
Für die damalige Zeit sicherlich ein Meilenstein und damit ein ostalpines Gegenstück zu den berühmten Westalpenfahrten der Engländer! Bis heute zieht der Mythos Pallavicinirinne Bergsteiger in seinen Bann.

1876 1.Beg.Großglockner-Nordostwand "Pallavicinirinne",III,50°,600HM,3798m, (Hohe Tauern)

Gerd Schauer, Isny im Allgäu


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