Travernier Sylviane
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Biografie:
Sylviane Travernier, * in Servoz (Département Haute-Savoie,Frankreich)
Sylviane Tavernier, geboren am 31. Dezember 1957 in Servoz (Département Haute-Savoie), ist eine französische Bergsteigerin, die Geschichte schrieb, als sie 1985 als erste Bergführerin in die renommierte *Compagnie des Guides de Chamonix* aufgenommen wurde. An jenem Tag wurde eine ganze Institution auf den Kopf gestellt: Der bis dahin stark von Männern geprägte Beruf des Bergführers öffnete sich für Frauen. „Petit Viking“ – so nannten sie ihre Kollegen – erhielt am Tag ihrer offiziellen Aufnahme vor der Kirche einen Blumenstrauß überreicht. Es war das erste Mal, dass der Präsident der Bergführervereinigung einem neuen Mitglied ein solches Geschenk machte.
Sylviane war schon von klein auf in den Bergen unterwegs. Sie stammte aus Servoz, und ihre Leidenschaft für das Bergsteigen entwickelte sich zunächst an der Seite ihres Vaters. Als Jugendliche blühte sie im Leistungssport auf, genauer gesagt im Skilanglauf. Parallel dazu trainierte sie heimlich in der Hoffnung, eines Tages die Aufnahmeprüfung zur Bergführerin zu bestehen; sie unternahm erste Alleingänge und Erstbegehungen im Mont-Blanc-Massiv. Dabei bevorzugte sie die italienische Seite, da das Klettern dort „schwieriger“ war.
Sylviane Tavernier zeichnete sich durch technisch anspruchsvolle Besteigungen auf hohem Niveau aus, sowohl in der Seilschaft als auch im Alleingang.
In den 1980er Jahren erschloss sie zahlreiche Routen: „Abominette“ gemeinsam mit Gabarrou und Profit, „Petit Viking“ an der Pointe du Domino und „Fil à Plomb“ am Rognon du Plan. Zudem absolvierte sie mehrere bedeutende Alleingänge, unter anderem am Matterhorn, an den Grandes Jorasses und am Pilier d’Angle.
Schließlich folgte die Zeit der Expeditionen in ferne Länder: 1987 die Erstbegehung der Südwand des Chopicalqui in Peru mit René Desmaison, 1989 eine Erstbegehung am Lhotse im Rahmen einer von Reinhold Messner organisierten Expedition sowie 1992 der Versuch einer Erstbegehung am Mount Everest mit einer russischen Expedition.
Dann folgte die Zeit der Fernexpeditionen: 1987 die Erstbegehung der Südwand des Chopicalqui in Peru mit René Desmaison, 1989 eine Erstbegehungs-Expedition am Lhotse unter der Leitung von Reinhold Messner und 1992 ein Versuch am Everest mit einer russischen Expedition. Sie mit Patrick Berhault und Christophe Profit am Seil und durchlebte die 80er und 90er Jahre gemeinsam mit Escoffier, Boivin und vielen anderen.
„Einmal Bergführerin, immer Bergführerin“ – für Sylviane bedeutet die Zugehörigkeit zur Compagnie des Guides de Chamonix, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Sie begegnete Männern stets auf Augenhöhe, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Vielleicht ist es genau diese Bescheidenheit, die Sylviane Tavernier zu einer Ikone der Compagnie des Guides macht. Sie hat Türen geöffnet und nun liegt es an den Frauen, in ihre Fußstapfen zu treten.
2008 wurde ihr im Élysée-Palast für ihre Laufbahn die Ehrenlegion verliehen.
1984 1.Beg. „Abominette“,IV,5,8,WI3,700 KM, (Brouillard,Montblancgebiet)
1984 1.Beg.Pointe du Domino-Westwand „Petit Viking“,TD-,III,4 M,900 HM,3648 m, (Montblancgebiet)
1987 1.Beg.Chopicalqui-Südwand, (Anden,Peru)
1989 Teiln.Lhotse-Südwand-Expedition,8516m, (Himalaya,Nepal/Tibet)
1989 1.Beg.Lhotse-Südwand,8516m, (Himalaya,Nepal/Tibet)
1992 Beg.Vers.Mount Everest mit einer russischen Expedition, (Himalaya,Nepal/Tibet)
1.Beg.Rognon du Plan „Fil à Plomb“ (Montblancgebiet)
Alleinbeg.Matterhorn,4478m, (Walliser Alpen)
Alleinbeg.Grandes Jorasses,4208m, (Montblancgebiet)
Alleinbeg.Peutereygrat-Grand Pilier d’Angle.4243m, (Montblancgebiet)
Gerd Schauer, Isny im Allgäu
Geboren am:
31.12.1957