Südsüdostgrat
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Routen Details:
Der Südgrat des Hochflachkofels, dessen Begehung natürlich erhebliche Schwierigkeiten erwarten ließ, wurde am 22. September 1903 von K. Berger und J. Hechenbleikner (Ö. A.-Z. 1903, S. 248, und 1904, S. 49) überschritten. Die beiden stiegen vom Antholzersee aus links von dem Kar, das von den Südgraten des Hochflachkofels und des Wildgalls umschlossen wird, bis zur Schafalm, die an der Waldgrenze liegt, in die Höhe, bogen dann am tiefsten Ansatz des Grates nach rechts auf das Kar aus, mußten dann aber wieder auf den noch gewachsenen Grat hinauf. Wo er ungangbar ist, wurde eine Strecke weit die steile Ostflanke benutzt, dann aber wieder die Gratschneide selbst verfolgt, die immer schwieriger wurde, und über tiefen Neuschnee schließlich der Gipfel erreicht.
Quelle: Zeitschrift des DÖAV 1911, Seite 239
Hochflachkogel (3096m). I. Ersteigung über den Südgrat am 22. September 1903.
Von einem Heuhüttlein am Abflüsse des Antholzersees ansteigend, erreichten wir eine kleine Scbafalm, welche am Westfuße des Südgrates gelegen ist. Hierauf stiegen wir auf schwach sichtbarem Steiglein über grasbewachsenen Fels in das Kar hinein, das zwischen unserem Grate und der Südwand des Wildgall liegt. Von der großen Quelle, die ihren Lauf in einem hohen Wasserfalle zu Tale stürzt, in steiler Rasenkletterei auf den Gral hinauf, der einige sehr schwierige Kletterstellen bietet, die sich aber, wenn kein Neuschnee liegt, am plattigen Ostgehänge umgehen lassen dürften. Der Höhenunter schied wird vom Beginn der Kletterei bis zum Gipfel 800 Meter betragen. Die Hauptschwierigkeiten sind im oberen Teile des Grates.
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 103, Folge 645, Seite
Datum erste Besteigung:
22.09.1903
Gipfel:
Hochflachkofel
Erste(r) Besteiger(in):
Berger Karl (Innsbruck)
Hechenbleikner Ingenuin