Nordostwand

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Routen Details:
Als Wasserfallkogel wird die westlich der Wasserfallschlucht im gratartigen Südostausläufer des Ringkamps befindliche Felskuppe bezeichnet. Er ist gegen den Südostrücken des Ringkamps nur niedrig geschartet, nach Osten - gegen die Wasserfallschlucht - zieht ein plattiger Gratpfeiler herab, und nach Nordosten bricht eine eindrucksvolle Steilwand in den oberen Ring ab.
Durch diese führt der Anstieg:
Die obere Wandhälfte wird durch einen direkt vom Gipfel herabziehenden Pfeiler getrennt (der linke, östliche Teil ist eine ziemlich geschlossene Plattenwand, im rechten Teil ist eine Schrofenmulde eingelagert, die westlich gegen den Ringkamp hinaufzieht). In der unteren Wandhälfte verliert sich dieser Pfeiler in der ungegliederten, plattigen Steilwand.
Der Durchstieg bewegt sich in diesem unteren Teil annähernd in der Gipfelfallinie, quert beim Pfeileransatz nach rechts in die Schrofenmulde und zieht in einer großen Linksschleife zurück auf einen großen Pfeilerabsatz, 100 m unter dem Gipfel. Von hier direkt über den Pfeiler zum Ausstieg.
Einstieg (1600 m) in Pfeilerfallinie, knapp rechts von einer vorspringenden Rippe. Gleich über einen kleinen Überhang in eine Rinne und unter aufsteilendem Querwulst nach links zu Stand. Die nächste Seillänge führt zuerst weiter nach links, dann über steile Platten aufsteigend nach rechts zurück. Nun zuerst Quergang fast waagrecht 15 m nach rechts (ober den Querwulst), dann gerade empor. Jetzt gerade hoch über zwei Überhänge (am zweiten Haken), dann - zuerst schwach links - zu Stand (Haken). Weiter einem steil nach rechts aufwärts ziehenden Riß (kleiner 'Überhang) folgend zu Stand. Quergang nach rechts und weiter rechts haltend empor. Gerade hoch über einen Überhang (Haken) und durch einen plattigen Riß zu Stand (abgebogener Ringhaken). Den Riß in leichterer Kletterei nach rechts verfolgend zu einem Absatz (1760 m). Damit ist der untere, fast durchwegs besonders schwierige Wandteil überwunden. Nun Quergang etwa drei Seillängen nach rechts und über leichte Schrofen in einer großen Linksschleife 150 m hoch auf einen breiten grasbewachsenen Pfeilerabsatz.
Der folgende Pfeileraufschwung wird durch einen - teilweise leicht überhängenden - Riß überwunden. Nun - zuerst links haltend - eine Seillänge zum nächsten Absatz. Schräg links über plattigen, schönen Fels - an einer rötlichen Höhle vorbei (Steinmann, Buch, 1950 m) - zu Stand am obersten flachen Ostgrat. Über diesen in einer
Seillänge zum Gipfel.
Besonders schwierig.
Erste Begehung am 6. Juni 1964 durch Ignaz Gruber und Ing. Rudolf Reidinger.
Zeit der Erstbegeher 7 Stunden.
Wandhöhe 4 00 m.
Quelle: Der Bergsteiger 1964/65, Heft 05 Feber 1965, Seite 382-383
Datum erste Besteigung:
06.06.1964
Gipfel:
Wasserfallkogel (Ringkamp)
Erste(r) Besteiger(in):
Gruber Ignaz
Reidinger Rudolf