Über den Jausengrubenbach aus der Großen Jausengrube
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Routen Details:
Großer Grimming (2351 m). 1. Ersteigung über den Jausengrubenbauch aus der Großen Jausengrube am 29. August 1936 durch Richard Gerin und Josef Reischmann.
Der Jausengrubenbauch ist jener markante Pfeiler, der aus der Mitte der Großen Jausengrube zu dem Verbindungsgrat Schartenspitze - Großer Grimming leitet und östlich der Großen Grimming-Scharte in demselben einmündet. Er bricht mit senkrechten Wänden in die Große Jausengrube ab. In dem Aufsatz „Mons Styriae altissimus“ des Herrn Hofrates Dr. Benesch in der „Zeitschrift" des D.u.Ö.A.V., Jahrgang 1918, Seite 148, ist erwähnt, daß von einem Jäger ein Durchstieg über den „Jausengrubenbauch" zur Grimmingscharte ausgeführt worden sein soll. Der Jausengrubenbauch mündet jedoch weit östlich der „Scharte", und gerade das letzte Drittel des direkten Jausengrubenbauches bietet durch den felsigen Sperrgürtel im obersten Drittel derartig große Schwierigkeiten, daß die Ersteiger ihren Weg als unbegangen betrachten; sie landeten am Ende des Pfeilers. Die Möglichkeit, im zweiten Drittel des Jausengrubenbauches westlich über grasige Schrofen („Gamsgärten") zu wandern und bei der „Scharte" zu landen, ist vorhanden.
Von Diemlern (ein Gasthof, liegt an der Straße Steinach - St. Martin) über Fahrwege nordöstlich in einen breiten Graben, der zu dem rechts quergehenden Jagdsteig und zu einer Jagdhütte leitet. Auf Jagdsteig in die Große Jausengrube 3 Stunden.
Über den Schuttkegel in die Zinnoberrinne und ungefähr zwei Seillängen in ihr hinauf (sehr steil mit Unterbrechungen im harten Firn und Eis, Steinfall), 1/2 Stunde, bis ein kleiner, glatter Wandvorbau ein Emporkommen sehr schwierig gestattet (an der östlichen Wandhälfte des Jausengrubenbauches). Aber eine kleine Schutterrasse verfolgt man ein Band nach links, erreicht nach einer Seillänge gerade hinauf das nächsthöhere nach links führende Band und abermals einer Seillänge hinauf das noch höher liegende Band in heikler Kletterei über rasendurchsetzte Plattenwände. Dieses nach links verfolgend über steilen Rasen zu einer Graskanzel unterhalb einer steilen Plattenwand. Etwas nach links auf die Kante des Bauches und immer gerade hinauf. Es folgt eine kammartige Steilrinne, rasendurchsetzte Steilschrofen, bis der Pfeiler zu den darüber befindlichen sperrenden, überhangenden Felsen führt. Eine Seillänge nach rechts, bei einer Höhle vorbei, und gerade hinauf, hier liegt der Schlüsse! der Ersteigung. Nach Bewältigung dieses Abbruches auf dem Pfeiler bleibend bis zur Einmündung in den Verbindungsgrat, 3 1/2 Stunden. Über den normalen Gratweg auf den Gipfel des Großen Grimming.
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1937, Folge 1183, Seite 174
Datum erste Besteigung:
29.08.1936
Gipfel:
Grimming
Erste(r) Besteiger(in):
Gerin Richard
Reischmann Sepp