Nordwestwand
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Routen Details:
Elfer (etwa 2200 m). 1. Ersteigung über die Nordwestwand am 1. September 1936 durch Richard Gerin und Josef Reischmann.
Der Kammverlauf des Grimmingstockes von Ost nach West ist folgender: Multereck - Großer Grimming - Große Grimmingscharte - Schartenspitze - Leilscharte - Stierkarkogel - Kleiner Grimming - Zehnerscharte - Steinfeld (flache Kuppenerhebungen, wovon die westlichste, der Elfer, von der Nordseite aus gesehen, stark ausgeprägt ist, mit einer 550 bis 600 m hohen Wand nach Nordwesten abbricht und als Doppelgipfel erscheint) - Elferscharte (Steinfeldscharte) - Zwölfer (Zwölferscharte, Manndlscharte) - unbenannter Gipfel - Krautschwellereck - St.-Martiner Scharte.
Über die Nordwestwand des Elfers führt unser Aufstieg. Von Krungl (bei Zauchen) anfänglich auf dem bezeichneten Grimmingweg, dann über Wiesen auf Almweg zur Kulmeralm. Er führt in einer großen Schleife von links nach rechts durch Hoch-Wald und Blößen, 2 Stunden. Von der unbefahrenen Alm südöstlich durch das ausgetrocknete Bachbett und Hochwald zu den Schutthängen unterhalb der Nordwestwand.
Der Einstieg ist dort, wo der Schutt am höchsten hinaufzieht. Zwei kleine Lärchen bilden das erste Ziel, man erreicht sie in Schrofenkletterei (viel Steinschlagspuren), gerade aufwärtssteigend. Weiter gerade auswärts wird ein kleiner Überhang rechts genommen, nun quert man nach links zu einem kurzen Kamin, durchklettert ihn und gelangt zu einem kleinen, kanzelartigen Vorbau (Steinmann). Jenseits (rechts) etwas absteigend, führt schräg rechts aufwärts eine Runse, die im spitzen Winkel nach links aufwärts verlassen wird. Eine Seillänge geht es nach rechts und abermals zwei bis drei Seillängen nach links aufwärts, bis ein Grasband in eine Geröllrinne leitet. Vor Ende der Rinne Ausstieg nach links unter einer glatten Wand, ein Band wird nach links verfolgt, bis man ein mächtiges, nach rechts führendes Plattenband erreicht, das zu einem kleinen Sattel führt (Steinmann). Nun schräg rechts aufwärts in die mächtige Gipfelschlucht. Vorerst in ihr gerade aufwärts, mehrere Unterbrechungen werden teilweise links, teilweise rechts umgangen, bis zur großen Schluchtsperre. Diese wird knapp rechts (orogr. links) durch Kaminreihen bewältigt (feuchter Grund, brüchig, sehr schwierig) und damit die rasige Gipfelabdachung erreicht, die zum Steinfeldkamm führt. — Kletterei im unteren Teil ist mittelschwierig bis schwierig, in der Schluchtunterbrechung sehr schwierig.
4 Stunden vom Einstieg.
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1937, Folge 1183, Seite 175
Datum erste Besteigung:
01.09.1936
Gipfel:
Elfer
Erste(r) Besteiger(in):
Gerin Richard
Reischmann Sepp