Nordschulter-Nordwand (Malcher/Kahl)

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Routen Details:
Hohe Achsel, (3140 m), direkte Anstiegsroute von Norden (Nordanstieg),
Vom P. 3118 der A.V.-Karte, dem nördlichen Felsgipfel der Hohen Achsel, Zieht ein nur im oberen Teil ausgeprägter Grat in direkter Richtung zur Hütte auf das Frosnitzkees. Der untere Abschluß wird von einer dreieckigen Schuttfläche gebildet, deren obere Spitze die felsige Verbindung mit der Gratfelswand darstellt. Das von der unteren Seite des Dreieckes herabziehende Schneefeld bildet die Anstiegsroute, die zu der am westlichen Eck befindlichen Einstiegsstelle führt ( 1/2 St.). Nun an der westlichen Dreieckseite über erdiges Abfallgestein schwach nach Osten zu der oberen Dreieckspitze empor. Hier betritt man erstmals das eigentliche Gratgestein, das, je höher man ansteigt, umso mehr an Festigkeit zunimmt. Nun möglichst sich an den senkrecht herabziehenden Gratrippen haltend immer weiter, bis man nach zweistündiger, stellenweise sehr interessanter Kletterei den Gipfelaufbau erreicht, dessen blockiges Gestein im Gegensatz zu dem unteren eine ideale Kletterei bietet. Am Fuße des Gipfelaufbaues liegt ein kleines, durch einen Block geteiltes Schneefeld von dem aus in senkrechter Richtung gesehen, ein fingerähnlicher Gratblock aus der oberen Gratsilhouette vorsteht und von dem aus schräg rechts ein blockiger Turm, von einer plattigen Steilwand abgelöst, sichtbar ist. Von diesem Schneefeld (Steinmann) schräg rechts über kleine Platten zur 1. Gratrippe in der Fallrichtung des Fingers. Diese Gratrippe wird soweit verfolgt, bis Platten den Uebergang auf die linke Rippe erzwingen (Steinmann). Ueber diese senkrecht empor, wieder in der Richtung des Fingers. Eine kleine Wandstufe ist mittels ihrer gut Tritt bietenden Risse leicht überwindbar und über weitere Gratblöcke kommt man, nunmehr rechts haltend, auf eine Gratschart (rechts Steinmann) der sich vom N.-Gipfel durch Plattenschüsse ablösenden Gipfelgratwand. Von hier erreicht man über einen kleinen Ueberhang die horizontale Gratschnoide und den Fels-Nordgipfel (P. 3118, Steinmann), von wo ein steilerer Firngrat den Uebergang zum S.-Gipfel, 3140 m, vermittelt. Diese Tur schließt die Steingefahr der Nordwand möglichst aus und ist außerordentlich lohnend. Erstmalig von Fritz Malcher und Arch. Robert Kahl am 4. August 1912 in 3 1/4 Stunden von Hütte bis P. 3118.
Quelle: Mitteilungen des DÖAV 1926, Seite 43
Datum erste Besteigung:
04.08.1912
Gipfel:
Achsel Hohe
Erste(r) Besteiger(in):
Kahl Robert (Architekt-Wien)
Malcher Fritz
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