Sagzahn - Nordostwand - "Schiefer Riss"

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Routen Details:
Erstbegehung durch Mathias Rebitsch und K. Berger im Jahre 1947;

Zillertertaler - Alpen
Sagwandspitze, OstgipfeI 3192 m. Erste Begehung der Nordostwand 3. August 1947 durch Hias Rebitsch und Reinhold Berger
Übersicht: Bis über Wandhälfte durchzieht ein von ganz rechts unten nach links aufwärtsziehender, geschwungener Einriss ( mehrmals unterbrochene Rampe ) die ungemein steile Plattenwand. Vom linken Ende der Rampe führt eine Rissreihe gerade hinauf zu einer Schulter rechts unterhalb des Ostgipfels. Die geschwungene Rampe und senkrechte Rissreihe vermitteln den Durchstieg.
Einstieg: Über dem Eisfeld tiefsten Punkt der Felswand.
Route: Über Eisfeld und Randkluft zum tiefsten Punkt der Felswand. Weiter über Schroffen und Schutt unter ein Schneefeld. Eine gutgestufte Rampe links aufwärts auf einen schuttbedeckten kegelförmigen Vorbau ( Steinmann ). Darüber baut sich die steile unbegehbare Plattenwand auf.
Querung nach rechts zu einer rechts aufwärtsziehenden rampenförmigen, breiten Verschneidung. Die Verschneidung hinauf und Querung rechts über Schutterrasse auf eine Kanzel. Über eine 2 m Wandstelle drüber und nach rechts zu senkrechter blockiger Plattenverschneidung. Über diese zu einem Blockköpfel (Steinmann) und gerade hinauf über eine Wandstelle (Ringhaken) auf die breite, links aufwärtsziehende Rampe. Diese verfolgt man, über Unterbrechungsstellen hinweg, ständig, bis sie sich ausgesetzt vor dem Beginn der senkrechten Rissreihe verliert Haken. Ein paar Meter in feinen Rissen gerade hinauf zu Haken und heikler sehr ausgesetzter Quergang nach links ( VI- ) bis man leichter die "senkrechte Rissreihe" erreicht. Die anfänglich brüchigen kaminartigen Risse hinauf. Ein nasser, zu breiter Kaminüberhang wird rechts überhängender Kante umgangen (schwerste Stelle, VI-, Haken), die folgenden Risse und Kamine erweitern sich zu einer Schlucht. Durch die Kaminfortsetzung gerade hinauf auf die vorspringende Schulter unter die Gipfelwand.( Kleines Eisfeld.) Links des Eisfeldes über glatte Platten erst gerade empor, dann rechts aufwärts haltend über seichte Plattenverschneidungen zum Gipfel. Ausstieg ca. 1 Seillänge rechts des höchsten Punktes.
Wandhöhe 800 m, Kletterzeit der Erstbegeher 11 Stunden, Teilstücke: Bis zur „geschwungenen Rampe" einige Stellen V ( überaus schwierig ) - geschwungene Rampe: fast durchwegs IV bis V( sehr schwierig ), - senkrechte Rissreihen: V, einige Stellen VI-, Gipfelwand IV bis V. Gestein wechselnd sehr brüchig bis sehr fest und griffig.
Äusserst schwere, ernste Kletterfahrt, dürfte zu den schwersten Urgesteinskletterfahrten der Ostalpen zählen.
Quelle: Jahresbericht der Hochtouristischen Gruppe „Bergland“ der Sektion Wien des ÖAV 1947, Seite 67-68

ZILLERTALER ALPEN
Sagwand-Nordwand Schräger Riß
Fünfte Begehung der 800 m hohen Nordwandrisse am 17. 9. 1982 durch Luggi Rieser und Andreas Aschenwald in 61/2 Stunden Kletterzeit. Schwierigkeit: IV—VI, sechs Standhaken und zwei Zwischenhaken wurden vorgefunden. Die Route wurde in den vierziger Jahren von Hias Rebitsch und Gefährten Berger erstbegangen und über 30 Jahre nicht wiederholt. Bei der Führe handelt es sich um den linken, von einem markanten schrägen Riß durchzogenen Pfeiler des Sagwandmassivs. Die Führe bietet viele leichte und brüchige Seillängen, bietet aber auch 300 m interessante und abwechslungsreiche Kletterei.
-gr-
Quelle: Der Bergsteiger 1983, Heft 2, Seite 62

Dem Dreamteam David Lama und Peter Ortner schloss sich als Gaststar Hansjörg Auer an für die erste Winterbegehung des „Schiefen Risses“ in der Sagwand-Nordwand (Zillertaler) – alle waren sehr beeindruckt von den Schwierigkeiten und einem kalten Biwak
Quelle: Mitteilungen des DAV 2013, Heft 3, Seite 42
Datum erste Besteigung:
03.08.1947
Erste(r) Winter-Besteiger(in):
2013
Gipfel:
Sagwand
Erste(r) Besteiger(in):
Berger Karl (Innsbruck)
Rebitsch Matthias
Erste(r) Winter-Besteiger(in)
Auer Hansjörg
Lama David
Ortner Peter
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