Hupfauer Siegfried
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Biografie:
Siegfried Hupfauer „Sigi“, * in Balmertshofen/Pfaffenhofen bei Neu Ulm, später Neu-Ulm, Pfaffenhofen/Beuren
Der Spitzenbergsteiger Sigi Hupfauer ist seit 1959 mit Seil und Haken in den Bergen. Der Grünten im Allgäu war sein Einstiegsberg. In den sechziger Jahren gelangen ihm vor allem in den Dolomiten und im Rätikon eine Reihe extremer Touren.
Im Winter 1966 glückte ihm zusammen mit Günter Strobel. Jörg Lehne, Ronald Votteler, Peter Haag, Karl Golikow, Rolf Rosenzopf und Haston die schwierige Erstbegehung der Direttissima in der Eiger-Nordwand.
Sigi Hupfauer war ein überaus erfahrener Höhenbergsteiger und hat neben dem Manaslu, der Shisha Pangma, dem Gasherbrum I (Hidden Peak), dem Broad Peak Gasherbrum II, Nanga Parbat, den Mount Everest und den Cho Oyu bestiegen.
Er leitete 1982 die Mount Everest-Expedition.
Sigi Hupfauer erhielt den von der Sektion Ulm gestifteten Uli Wieland-Preis 1989
Über 75 Expeditionen
Besteigung 8 Achttausender
Besteigung 11 Siebentausender
Besteigung 58 Sechstausender
Besteigung 126 Fünftausender
Besteigung aller Siebentausender der Sowjetunion
1959 Best.Grünten,1738m, (Allgäuer Alpen)
1959 Beg.Krottenspitze- Krottenspitzgrat,IV,2553m, (Allgäuer Alpen)
1963 1.Winterbeg.Mittlerer Drusenturm-Nordwand,VI,2782m, (Rätikon)
1963 2.Winterbeg.Großen Drusenturm-Südpfeiler,VI,2830m, (Rätikon)
1964 1.Winterbeg.Großer Drusenturm-Nordwand,VI-/A1,2830m, (Rätikon)
1964 Beg.Civetta Punta Tissi-Nordwestwand „Andrich-Fae“,VI/A2,900 KM,2892m, (Civetta,Dolomiten)
1964 Beg.Civetta Punta Tissi-Nordwestwand „Philipp/Flamm“,VI/A1,1130 KM 2992m, (Civettagruppe)
1964 Beg.Crozzon di Brenta-Nordkante „Crozzonkante“,IV+,1000 HM,3135m, (Brenta)
1964 9.Beg.Crozzon di Brenta-Nordnordostverschneidung,VI,3135m, (Brenta)
1964 Beg.Cima Su Alto-Nordwestwand-Nordwestverschneidung „Livanosverschneidung“,VI/A3,800 HM,2900m, (Civettagruppe,Dolomiten)
1964 Beg.Brenta Alta-Nordostverschneidung „Oggioni-Aiazzi“,VI/A2,560 KM,2960m, (Brenta)
Beg.Campanile Basso-Südwestverschneidung „Fehrmannverschneidung“,V-,460 HM,2883 m, (Brenta)
Beg.Große Zinne Nordwand „Comiciführe“,VI+,400 HM,2999m, (Sextener Dolomiten)
1964 Beg.Ortler-Nordwand,Eis bis 60°,1200 HM,3902m, (Ortlergruppe)
1966 1.Beg.Eiger-Nordwand „John Harlin Route,(Direttissima)“,3970m, (Berner Alpen)
1968 Teilnehmer Expedition Nanga Parbat-Rupalflanke, (Karakorum,Pakistan)
1971 Best.Noshaq (Hispar Mustagh),7495m, (Hindukusch,Afganistan)
1972 Best.Kilimandscharo,5695m, (Tansania,Afrika)
1972 Best.Mawensi,5270m, (Afrika)
1973 4.Best.Manaslu über Ostflanke,8163m, (Himalaya,Nepal)
1974 Best.Aconcagua,6960m, (Anden,Argentinien/Chile)
1975 Best Pik Lenin,7134m, (Pamir,Tadschikistan/Kirgisien)
1976 Best.Trisul,7120 m, (Nanda-Devi-Gruppe)
1977 Best.Mount McKinley (Denali),6193 m, (Alaska)
1978 Best.Mount Everest von Südseite,8846m, (Himalaya,Nepal/Tibet)
1980 Best.Shisha Pangma von Tibet,8027 m, (Himalaya,Tibet)
1982 Expeditionsleiter der Mount Everest-Expedition, (Himalaya,Nepal/Tibet)
1982 7.Best.u.1.Beg.Gasherbrum I (Hidden Peak)-Nordwestflanke „Dacher-Hupfauer-Sturm-Route“,IV,8068m, (Karakorum,Kaschmir)
1984 Best.Pik Korshenevskaja,7105m, (Pamir,Tadschikistan)
1984 Best.Pik Kommunismus,7495m, (Pamir,Tadschikistan)
1986 Best.Broad Peak,8047 m, (Karakorum,,Kaschmir)
1987 Best.Gasherbrum II,8035 m, (Karakorum,Kaschmir)
1988 Best.Nanga Parbat-Diamir Flanke,8125 m, (Karakorum)
1989 44.Best.Pumo Ri über Südostwand,7161 m, (Himalaya,Nepal)
1990 Best.Chan Tengri,7010m, (Tian Shan Gebirge,Kasachstan)
1990 Best.Pik Popeda,7439m, (Tian Shan Gebirge,Kirgistan,Kasachstan)
1990 Best.Cho Oyu,8201 m, (Himalaya,Nepal/Tibet)
Gerd Schauer, Isny im Allgäu
Siegfried Hupfauer
Vita *20. 2. 1941 Balmertshofen; nach der Schulausbildung von 1968 bis 1970 Meisterschule, Prüfung zum Werkzeugmachermeister; 1959 heiratete er seine jetzige Frau Gabriele; er lebt heute in Beuren bei Ulm.
Chronik Siegfried Hupfauer, von seinen Freunden nur kurz »Sigi« genannt, gehört seit vielen Jahren zu den beständigsten Bergsteigern, die mit Besteigungen im Himalaya von sich reden gemacht haben. Mit dem Bergsteigen fing er 1959 an. In den sechziger Jahren gelangen ihm vor allem in seinem Lieblingsgebiet, den Dolomiten, eine Reihe extremer Touren, 1963 im Rätikon die Nordwand des Mittleren Drusenturms (VI, 1. Winterbeg.) und der Südpfeiler des Großen Drusenturms (VI, 2. Winterbeg.), 1964 an der Civetta die Pun¬ta-Tissi-Nordwestwand (Philipp/Flamm, VI+), die Oggioniverschneidung an der Brenta Alta (VI), die Nordwand des Großen Drusenturms (VI-, 1. Winterbeg.), die Nordnordostverschneidung am Crozzon di Brenta (VI), die Livanosverschneidung an der Cima Su Alto (V1+1, die Nordwestwand an der Punta Civetta (Andrich/Faé, VI+) sowie die Ortler-Nordwand. 1966 war ihm ein besonders schöner Erfolg beschieden. Ihm glückte zusammen mit Lehne, Votteler, Haag und Haston die Erstbegehung der Direttissima in der Eiger-Nord¬wand. Neben diesen Besteigungen in den Alpen war Sigi Hupfauer seit 1968 fast regelmäßig Teilnehmer von Expeditionen zu den Bergen der Welt. 1968 durchstieg er die gewaltige Rupalflanke am 8125 m hohen Nanga Parbat, 1971 bestieg er den 7492 m hohen Noshaq (Hispar Mustagh), 1973 seinen zweiten Achttausender, den Manaslu (8156 m, Gurkha Himal), 1976 den Trisul (7120 m, Nanda-Devi-Gruppe), 1977 den berüchtigten Mount McKinley (6193 m) in Alaska, 1978 den höchsten Berg der Erde, den 8848 m hohen Mount Everest (Khumbu Himal), 1980 den Shisha Pangma (8046 m, Langtang Himal) von Tibet aus sowie 1982 die Nordwestflanke des 8068 m hohen Hidden Peak (Baltoro Mustagh).
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Quelle: Der Bergsteiger 1982, Heft 11, Seite 69-70
Siegfried „Sigi“ Hupfauer (* 20. Februar 1941 in Balmertshofen) ist ein deutscher Bergsteiger. Er erreichte die Gipfel von acht Achttausendern, elf Siebentausendern, knapp sechzig Sechstausendern und weit über hundert Fünftausendern und zählt damit zu den erfolgreichsten deutschen Höhenbergsteigern.
In den 1960er Jahren gelangen Hupfauer Wintererstbegehungen einiger schwieriger Routen, etwa der Eiger-Nordwand auf der Direktroute, dem sog. John-Harlin-Climb, den er 1966 in einem internationalen Team erschloss. Seine erste Expedition unternahm er 1968 zur Rupalflanke am Nanga Parbat. Drei Jahre später führte er eine Gruppe auf den höchsten Berg Afghanistans, den 7485 Meter hohen Noshak. Als Teilnehmer der ersten deutschen Expedition auf den Manaslu unter der Leitung von Gerhard Schmatz erreichte er am 22. April 1973 den Gipfel seines ersten Achttausenders. Am 16. Oktober 1978 kam er mit einer von Karl Herrligkoffer geleiten Expedition auf den Mount Everest. 1980 nahm er an der Shishapangma-Expedition unter Manfred Abelein teil, die als erste ausländische den höchsten Punkt dieses tibetischen Achttausenders erreichte. Hupfauer kam am 12. Mai, fünf Tage nach der ersten Seilschaft aus dieser Expedition, auf dem Gipfel an.
Siegfried und Gabriele Hupfauer (2025)
Hupfauer ist verheiratet. Seine Frau Gabriele ist ebenfalls Bergsteigerin. Auf drei Achttausendergipfeln, dem Broad Peak, dem Gasherbrum II und dem Cho Oyu, standen sie gemeinsam. Sigi Hupfauer ist Werkzeugmachermeister von Beruf, daneben staatlich geprüfter Berg- und Skiführer. Er lebt in Pfaffenhofen an der Roth (Beuren).
Tragödie am Piz Badile 1972
Anfang September 1972 war er mit Alois Ritter zu einer Felsfahrt durch die Nordostwand des Piz Badile aufgebrochen, wo sie im unteren Wandteil auf die Bergsteiger Karl Golikow und Otto Uhl trafen. Die vier Kletterer gerieten trotz positiver Wetterprognose in einen unerwartet heftigen Wettersturz, der unter anderem zu Wasserfällen, Schneeabrutschungen und Steinschlag führte. Da ein Abstieg bei diesen Bedingungen nicht mehr in Frage kam, mussten die beiden Seilschaften unter großen Schwierigkeiten in der Felswand biwakieren. Otto Uhl und Karl Golikow starben in diesem Unwetter durch Erschöpfung und Erfrierung, während Hupfauer und Ritter erst spät in der Nacht des nächsten Tages den Gipfel erreichen und Hilfe alarmieren konnten.
Besteigungen (Auswahl)
22. April 1973 – Manaslu unter der Leitung von Gerhard Schmatz
16. Oktober 1978 – Mount Everest unter der Leitung von Karl Herrligkoffer
12. Mai 1980 – Shishapangma unter der Leitung von Manfred Abelein
22. Juli 1982 – Hidden Peak
16. August 1986 – Broad Peak
28. Juni 1987 – Gasherbrum II
29. Juli 1988 – Nanga Parbat
26. Mai 1990 – Cho Oyu
Quelel: Der Bergsteiger 1976, Seite 349
Sigi Hupfauer, der Fürsorgliche
„Mit der Hos gehsch mer aber net zum Gipfel, do friersch der jo de Arsch ab“.
Die Hos war eine Levi’s 501 und der Gipfel kein Geringerer als der Mount Everest.
So geschehen während der Deutsch-Französischen Everest Expedition im Herbst 1978. Der das mit Bestimmtheit sagte war Sigi Hupfauer, vor 40 Jahren bergsteigerischer Leiter dieser Expedition zum Top of the World. Und sein Wort hatte Gewicht.
Der Sigi war damals schon ein Großer, ein echtes alpines Schwergewicht, Achttausendermann und Erstbegeher der Winterdiretissima am Eiger. Klar, dass er Vorbild für uns Junge war, aber eben auch Respektsperson.
Die Hos hat‘s dann doch zum Gipfel geschafft, und „damit es deine Füß net zu kalt wird“ hat mir der Sigi noch im Zelt am Südsattel seine supermodernen und warmen Neoprengamaschen gegeben. Nicht nur Vorbild eben, sondern immer auch fürsorglich für die jungen Hüpfer. Hineingeboren in die Kriegswirren 1941 und aufgewachsen mit vier Geschwistern lernte er in der Bauernfamilie aus Balmertshofen im Schwäbischen schnell Verantwortung zu übernehmen. Die Kinder mussten fest mit anpacken, es galt nach Kriegsende nicht nur die eigenen Mäuler zu stopfen, sondern auch die Verwandschaft mit dem Nötigsten zu versorgen. Der kleine Sigi brachte häufig mit dem Leiterwagen Lebensmittel zu den Familien oder schleppte im Rucksack schwere Wechseleisen vom Pflug zur Schmiede. Die Geschwister erzogen sich meist selbst, beide Eltern arbeiteten auf dem Feld. Nach der Volksschule mit 15 dann Lehre zum Feinmechaniker in Senden, die 20 km hin und zurück mit dem Fahrrad, sommers wie winters, bei Regen und Schnee. Mit Lehrlingskollegen dann erste Kletterversuche im Blautal. Sigi hatte Talent, der Berufschulpfarrer erkannte das, förderte den Jungen und brachte ihn zum Alpenverein. An den freien Tagen, damals wurde am Samstag noch gearbeitet, ging’s ins Allgäu oder Rätikon. Bei der Bundeswehr lernte er neue Kumpel kennen, Wolfgang Kessler und Roland Votteler. Mit Roland war er jede freie Minute beim Klettern. Bald war er Jungmannschaftsleiter und Kletterstar in seiner Clique. Mädels waren damals rar beim Alpenverein. Und wenn dann tatsächlich mal ein steiler Zahn auftauchte, der nicht nur gut aussah, sondern auch noch gut klettern konnte, dann zog das Mädel rasch einen Kometenschweif an Verehrern hinter sich her und konnte sich vor Kletterangeboten kaum retten.
Der Sigi hat Glück gehabt und ein solches Exemplar ergattert. Zunächst ging‘s mit einem weiteren Jungmannschaftsspezl, quasi als Anstandswauwau, Gaby war ja erst 16, in die Brenta. Ob‘s dann beim kalten Biwak an der Guglia gefunkt hat, oder schon früher oder erst später, jedenfalls waren die beiden nach dem Urlaub ein Paar. Und schwäbisch gründlich wurde dann 1967 auch geheiratet. Da das Geld knapp war, fuhr Sigi allein auf Hochzeitsreise, mit der Herrligkofer-Expedition an die Rupalflanke zum Nanga Parbat. Damals noch ohne Gipfelerfolg, aber die hohen Berge hatten es fortan dem Sigi angetan. 1973 war dann der Manaslu der erste 8000er, sieben weitere folgten, davon drei gemeinsam mit Gaby. Denkwürdig dabei der Broad Peak, denn 1986 war im Karakorum ein Katastrophenjahr. Während die Hupfaueres mit 3 Hochlagern und ohne Sherpas in einem Zug den Gipfel erreichten, kamen gegenüber am K2 13 Menschen ums Leben.
Sigi Hupfauer Portrait
Mehr über Sigi Hupfauer und seine bergsteigerischen Stationen!
Nach ihrem Gipfelerfolg stieg Sigi nochmals 600 Meter auf, um einen jungen Kameraden, der völlig erschöpft hängen geblieben war, zwar mit schlimmen Erfierungen aber doch lebend ins Basislager zurückzubringen. Auch die 14 Teilnehmer, die er an einem einzigen Tag auf den Cho Oyu geführt hat, dürften bis heute Rekord bei kommerziellen Expeditionen sein. Hier zeigte sich wieder einmal Sigis enormes Talent und seine Geduld im Bergführerberuf. Bleibt in so einem sportlich erfüllten Leben überhaupt noch Platz für Anderes? Sigi war und ist ein ausgeprägter Familienmensch und hat und pflegt einen großen Freundeskreis. 1971 wurde Tochter Silke geboren, fortan waren allzu riskante Unternehmungen tabu. Ein Schlüsselerlebnis war der Tod zweier Freunde im Wettersturz in der Badile NO-Wand.
Anstrengend waren die Familienurlaube für Silke schon, die Eltern waren ja beim Wandern oder Klettern von ihren Expeditionen top fit, aber genossen hat sie’s trotzdem sehr. Lästig war eher die Prominenz des Papas, den kannte fast jeder, egal ob in Patagonien oder am Sellajoch. Extremes Bergsteigen über Jahrzehnte hinterlässt Spuren. Abgestürzt ist der Sigi zwar nur einmal, und das kurioserweise zehn Meter von einem Obstbaum. Etliche Beckenbrüche waren die Folge. Aber die Knie haben die unzähligen Touren auf Fünf-, Sechs, Sieben- und Achttausender übel genommen und so ist Sigi bereits im Ersatzteilzeitalter angekommen. Als Vorzeigepatient nach zwei Knie-Implantaten hat er jeweils rasch die Reha für beendet erklärt – wegen einer Stunde Gymnastik, das macht er locker zu Hause selbst.
Eiserner Wille, Disziplin, Zuverlässigkeit, Bescheidenheit, Kameradschaft und Fleiß, allesamt Eigenschaften die heute wieder wichtiger aber auch seltener werden – für den Sigi war das immer selbstverständlich. Und natürlich ist er auch mit seinen Ersatzknie wieder unterwegs, der ewige Kümmerer halt, seinen Gästen verpflichtet. Wer mit ihm unterwegs sein darf hat Glück gehabt, einen besseren Bergführer kann man sich nicht vorstellen. Das weiß auch Flo, Silkes Sohn. Bereits in jungen Jahren hat ihm der Opa die Grundlagen des Kletterns beigebracht. Und während der Opa vom Enkel lernt wie man den Wetterbericht online abfrägt, schätzt Flo den unendlichen Erfahrungsschatz des Älteren.
Text Bernd Kullmann
Jahrgang:1941
Alpine Kompetenz & Erfahrung:
Ich bin Staatlich geprüfter Berg- und Skiführer, gelernter Werkzeugmachermeister und oftmals unterwegs erprobter Notautomechaniker. Schon in früher Jugend zogen mich die Berge magisch an. Und bald kam ich zum extremsten Alpinismus, dem Klettern in Fels und Eis - mit besonderer Leidenschaft im Winter. Es ist ein hübsches Sümmchen zusammengekommen: 126 Fünftausender, knapp 60 Sechstausender, 11 Siebentausender und acht Achttausender. Und es würde eine sehr lange Schlange ergeben, wenn alle Gruppenmitglieder und Teilnehmer von Bergfahrten hintereinander Aufstellung nehmen würden, die mir auf den Bergen der Welt unterwegs waren.
Fachgebiet/Länderschwerpunkt:In den 60er-Jahren gelangen mir einige schwierige Wintererstbegehungen, z. B. der Eiger-Nordwand auf der Direktroute (John-Harlin-Climb). Die erste Expedition ging 1968 zur Rupalflanke am Nanga Parbat. 1971 führte ich eine Gruppe auf den Siebentausender Noshaq im afghanischen Hindukusch. 1973 gelang mein erster Achttausender, der Manaslu. Auftakt zu weiteren Expeditionen, viele davon für den DAV Summit Club.
Warum ich für den Summit Club arbeite:
Seit über 40 Jahren bin ich als Jungmannschaftsleiter, Jugendreferent, Ausbilder, Beauftragter für Expeditions- und Auslandsbergfahrten und Vertreter im internationalen Verband UIAA für den DAV ehrenamtlich tätig. Aus diesem riesigen Erfahrungspotential schöpfe ich auch, wenn ich mit Summit-Gruppen unterwegs bin.
Was mir wichtig ist:
Es liegt mir viel daran, meinen Teilnehmern Geborgenheit in der Gruppe zu vermitteln und mit Begeisterung auf Berge, Natur, Menschen und Kulturen zuzugehen. Dass der DAV Summit Club die Reisen zu den Bergen der Welt professionell vorbereitet, macht mir die Arbeit leichter.
Ein besonderer Moment:
Auf dem Achttausender Cho Oyu. Dreizehn Teilnehmer sind schon auf dem höchsten Punkt. Ich steige noch einmal 120 Höhenmeter ab und helfe einer Nachzüglerin. Und dann stehen wir alle zusammen, die ganze Gruppe, überglücklich auf dem Gipfel. Als Freunde kehren wir nach Hause zurück.
Mein Reisetipp:Gute Vorbereitung ist auch die Voraussetzung dafür, erfolgreich und sicher nach Hause zurückzukehren.
DAV Summit Club
Geboren am:
20.02.1941