Nordwand - "Hermann Buhl Gedächtnisführe"

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Routen Details:
Erste Begehung durch K. Hoi und H. Stelzig vom 21.-23.9.1963
Quelle: Jahresbericht der Hochtouristischen Gruppe "Bergland" der ÖAV Sektion Wien 1961-1964, Seite 66
Quelle: Alpinismus 1965, Heft 1, Seite 50

Erste Winterbegehung durch K. Hoi und W. Almberger vom 24.-26.2.1964 (3. Begehung)


Kl. Hoi, H. Stelzig, 21.-23. September 1963. - Vl, 43, AE etwa 400m, 8-13 Stunden.
Sowohl in bezug auf freier als auch in bezug auf künstlicher Kletterei sehr hochwertiger Anstieg, bei welchem Haken durch Ausbrechen fehlen können. Etwa die Hälfte der Begehungen verlief mit Sturz. Mit einem Biwak sollte unter Umständen gerechnet werden.
Übersicht: Anstieg durch die mit großen Überhängen versehene Wand zwischen Dachl-Roßkuppenverschneidung und dem klassischen Nordanstieg (Rößner) bzw. dem Diagonalriß.
Zugang:
Wie zum Rößnerweg bis 1 Seillänge unter die Seitelbergerplatte, dann (Schrofen) etwas absteigend nach links zu einem auffallend schwarzen und senkrechten Strich, der am Plattenspitz endet.
Führe:
E. wenige Meter links des Striches. Quergang 35m über die senkrechte graue Platte nach links bis auf ein Grasbändchen (Vl, A2). Nun 3m auf ein Köpfel empor, dann 3 m nach rechts zu einem abgesetzten Riß (HK). Dem Riß bis zu einem Bogen nach links folgen, dann gerade (gelbe Wandstelle) empor und etwas nach rechts zu Schlingenstand (Vl, A2). Weiter über die gelbe Wand zu feinem Hakenriß;an dessen Ende 5m Quergang nach links in schwarzen Fels, dann 3m gerade empor und nach links zu gutem Stand (Vl, A2). Nun gerade (schwarzer Fels) 10 m empor bis unter das große Dach. Über das Dach hinweg und nach links in die große Verschneidung (Vl, A3). Die Verschneidung empor und unter den abschließenden Dächern nach links unter ein zweites großes Dach (Vl, A 2). Direkt über das Dach (AE,6 Bohrhaken), dann steil links ansteigend zu einem waagrechten Riß, dem man nach links zu Schlingenstand folgt (Vl, A3). Nun 6m nach links zu einem versteckten senkrechten Riß. Diesen 20 m empor und nach links auf ein Köpfchen (Vl, A2). Weiter mit dem Riß (Vl, A3) auf eine schmale Leiste (Bohrhakenstand), dann an Rißspuren schräg rechts bis unter den großen Wulst (Vl, A 3; Standplatz auf Felsschuppe). Nun schräg unter den Wulst, dann 15 m nach rechts und gerade empor in senkrechtes Gelände. Man gelangt auf eine Plattenrampe,
der man rechtshaltend bis auf ein schmales Grasband folgt (Vl, A3). Nun 20m schräg rechts auf das große Band hinauf (lV +).
Weiter zwei Möglichkeiten :
a) Originallühre,
stellenweise Vl.2 Seillängen nach links (zuletzt etwas ansteigend) zum Wandbuch. Nun entweder den schräg nach links ziehenden Riß benützend empor oder dem Band weiter nach links folgen und dann mit einer Schleife nach rechts in das geneigtere ober dem Riß befindliche Gelände. Gerade zum Ausstieg empor.
b) Üblicher Ausstieg,
2 Seillängen V+, Vl - (am Diagonalriß). Am Band drei eillängen nach rechts zum obersten Diagonalriß und mit diesem (2 Seillängen) zum Ausstieg.
Quelle: Österreichische Alpenzeitung 1981, Folge 1439, Seite 91-92
Datum erste Besteigung:
23.09.1963
Erste(r) Winter-Besteiger(in):
26.02.1964
Gipfel:
Dachl
Erste(r) Besteiger(in):
Hoi Klaus
Stelzig Hugo
Erste(r) Winter-Besteiger(in)
Almberger Walter
Hoi Klaus
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