Afanassieff Jean

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Biografie:
geboren in Paris (Frankreich)

Teilnehmer an der Makalu-Expedition 1984 mit Carlos Buhler, Doug Scott, Stephan Sustad und anderen.
28. Mai 1984 - Besteigung des Makalu knapp unterhalb des Gipfels abgebrochen;

Besteigung des Baruntse (7129m) über den Südostgrat (Normalweg) mit Doug Scott, Stephan Sustad, Phurba Tamang, Terry Moorway und 1 Sherpa im Winter 1984;
Mit Mario Mariani erster Preisträger der "Goldenen Bergfilmkamera" des Internationalen Bergfilmfestivals in Graz, organisiert von Robert Schauer;
Quelle: Archiv Proksch (Österr. Alpenklub)

Jean Afanassieff
Jean Afanassieff, geboren am 17. Februar 1953 in Paris, ist Bergführer in Chamonix und gehört zu den drei französischen Mount Everest-Ersteigern der Deutsch-Französischen Everest-Expedition 1978 unter Karl Herrligkoffer und Pierre Mazeaud. Während man in unseren Landen Pierre Mazeaud und Nicolas Jaeger wenigstens namentlich kennt, glänzt Jean Afanassieff — ein typischer „Bergsteiger-Komet" — mehr oder weniger nur am französischen Alpinistenhimmel.
Afanassieff hat 1969 mit 16 Jahren begonnen, auf Berge zu steigen. Aber schon im zweiten Jahr seiner alpinistischen Laufbahn glückten ihm zwei außergewöhnliche Erfolge: Zweite Alleinbegehung des Walkerpfeilers an den Grandes Jorasses und erste Allein-begehung des Couloir Cordier in der Aiguille-Verte-Nordwand. Ein Jahr später gelang Afanassieff die erste Alleinbegehung des Crozpfeilers (Peters-Route) an den Grandes Jorasses (1971). Dann folgte die zweite Alleinbegehung der Poire-Route durch die Brenva-Flanke des Montblanc (1972). Jean Afanassieff, schlank-drahtig und mit schulterlangem Schwarzhaar, scheint sich nach diesen ersten großen Erfolgen auf Alleinbegehungen spezialisiert zu haben, denn 1973 unternahm er die erste Alleinbegehung des gesamten Peutereygrates am Montblanc. Dann folgte die erste Alleinbegehung der Couzy-Route der berüchtigten Droites-Nordwand (1974). Bald folgten auch Neufahrten, von denen die Direkte Nordwand der Aiguille de Bionnassay (Montblancgruppe) herausragt (1976). Auch in den Dolomiten war Jean Afanassieff unterwegs: Punta-Tissi-Nordwestwand (Philipp-Flamm-Route, 1977). Sozusagen „zwischendurch" war Jean Afanassieff auch in außereuropäischen Gebirgen aktiv: 1975 Kerguelen, erste Besteigung des Mount Ross; 1976 Patagonien, zweite Begehung des „Supercouloirs" am Fitz Roy; 1977 Bolivianische Anden, erste Begehung der Huayna-Potosi-Westwand. Dann folgte am 13. September 1978 schließlich die erste französische Besteigung des Mount Everest, zusammen mit Pierre Mazeaud und Nicolas Jaeger. Aber Jean Afanassieff hat bereits neue Pläne: 1979 wird er den Südpfeiler (Rupalflanke) des Nanga Parbat angehen.
-th-
Quelle: Alpinismus 17. Jahrgang 1979, Heft 3, Seite 46-47

Quelle: Alpinismus Jahrgang 20, 1982, Heft 9, Seite 12

Geboren am:
17.02.1953
application/pdf WIKIAfanassieff Jean - Alpinismus 1982-9.pdf
application/pdf Gold_fr_Mariani.pdf
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