Südwestwand Linke - "Dibona"

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Routen Details:
Grohmannspitze (Langkofelgruppe).
I. Ersteigung über die Südwestwand durch Guido und Max Mayer - Wien mit Luigi Rizzi - Campitello und Angelo Dibona - Cortina am 17. Juli 1911.
Die Route führt im wesentlichen von der zwischen Innerkoflerturm und Grohmannspitze südlich hinabziehenden Schneerinne aus, etwa in der Höhe des sie teilenden Felssporns, durch den linken von zwei hohen Kaminen empor, leitet dann weit links in einen großen, tief eingeschnittenen Schuttkessel, von wo durch steile Kaminreihen (oder über deren Begrenzungsgrate) direkt die Mulde südlich des Gipfels gewonnen wird. Einstieg von der erwähnten Schneerinne aus zirka 30 m südlich unter dem Ende des spaltenden Spornes in den südlichen Teil der Westwand. Durch den linken von zwei großen Kaminen, die das untere Wandstück gerade durchziehen, steil und brüchig an 60 m empor zu einem kleinen, gelbenTurm, der rechts umgangen wird; weiter durch eine erweiterte Rinne leicht in ein Schartl zwischen Bergwand (links) und einem charakteristischen Zacken (rechts). Hier 10—15 m ausgesetzt nach links in eine senkrechte Verschneidung, durch diese (mäßig schwierig) 10 m auf eine kleine Kanzel, dann schwach ansteigend nach rechts und über eine brüchige, ziemlich schwere Wand zu gestuften Felsen links neben einem Kamin, der dort erreicht wird, wo er, fast vollständig verschwindend, zum erwähnten Schartl abbricht. Nun an fast senkrechter Wand wenig steigend auf einem System von schmalen Bändern 80 m nach links (ausgesetzt und teilweise schwierig), bis diese in glatter Wand verlaufen. Darauf (schwer) nach links in einen versteckten Kamin, der schwach rechts auf einen Vorbau führt; weiter schwach fallender Quergang 10 m an glatter, fast senkrechter Wand (schwerste Stelle, sehr schwierig und ausgesetzt) nach links in eine gute Rinne, nach der man ziemlich gerade den großen Kessel erreicht. Nun schräg rechts an die rechte Begrenzungskante des hier ansetzenden tiefen Kamins und an ihrer jenseitigen Wand mittelschwer auf die Höhe des sie krönenden Pfeilers. Hierher auch viel schlechter, indem man den unteren Teil des tiefen Kamins, einen Überhang links umgehend, durchsteigt und dann erst nach rechts an die Kante quert.) Weiter über Schrofen und Schutt in eine weite Rinne und von ihrem Ende durch einen steilen Kamin, dessen oberer Teil besser links umgangen wird, in die Mulde südlich des Gipfels (hier Vereinigung mit der Südwandroute) und über Felswandrippen, Schrofen und Schutt schwach rechts auf das Gipfelplateau. Abstieg: Enzenspergerweg - Fünffingerscharte. Schöne, nicht allzulange, doch sehr schwere und ausgesetzte Felstour, die durch den höchsten und steilsten Wandabbruch der Spitze führt. Reine Kletterzeit 3 1/2 Stunden. Wandhöhe 500 m.
Max Mayer - Wien.
Quelle: Mitteilungen des DÖAV 1911, Seite 245-246
Datum erste Besteigung:
17.07.1911
Gipfel:
Grohmannspitze - Punta Grohmann
Erste(r) Besteiger(in):
Dibona Angelo
Mayer Guido
Mayer Max
Rizzi Luigi
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