Westwand

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Routen Details:
Stangenwand, 2157m (Hochschwab)
Westwand des Hauptgipfels (Lindner-Thausing-Führe). 350m, Vl+ A3, für Wiederholer 7 bis 12 Stunden. Erste Begehung Oktober 1965 in rund 50 Stunden Kletterzeit durch Bergführer Rudi Lindner und Albrecht Thausing.
Die weit überhängende Westwand, in ihrer ganzen Ausdehnung bisher undurchstiegen, ist nun wohl der schwierigste Kletterweg im Hochschwab. Hauptsächlich gibt es allerdings hakentechnische Schwierigkeiten, die sich mit denen vom Franzosenweg an der westlichen Zinne vergleichen lassen.
Der Weg: Einstieg im obersten Winkel der Schlucht, die aus dem Rauchtal zur Westwand hinaufzieht. Erst über eine brüchige Plattenrinne an die Wand heran zu einem Absatz. Eine kurze, gelbe Verschneidung rechts oberhalb gibt die Richtung an. Über einen brüchigen Überhang auf einen Absatz und rechts zur Verschneidung. Diese empor über den überhängenden Abschluß hinweg und zuerst links, dann gerade auf ein großes Band, Standplatz (Biwak der Erstbegeher) (V+ ,7H). Rechts eine Verschneidung empor, bevor sie überhängend wird nach links unter ein waagrechtes Dach, Schlingenstand (VI-, A3, 20 H. 2 BH). Über das Dach, und dann einem Schuppenriß folgend, zuletzt äußerst schwieriger Quergang nach rechts zu Schuppe, Schlingenstand (VI, A3, 22 H, 3 BH). Den Riß weiter beim Ende nach rechts in eine stumpfe Verschneidung und bis unter ein Dach, Schlingenstand (VI, A2-3, 22 H, 2 BH). Links über das Dach, dann einen Riß weiter bis unter den riesigen Wulst, Schlingenstand (VI. A2-3). Waagrechter Quergang nach rechts, dann schräg rechts über den Wulst zu Schlingenstand (VI, A3 -[4], 12 H). Weiter unterbrochenen Rißspuren folgend in ein enges Loch. Stand (Biwakplatz) (VI A2-3, 22 H, 2 BH). Waagrechter Quergang nach links zu schöner Terrasse, Stand (VI, A2, 10 H). Biwakplatz. Über eine Rampe nach links und einem Riß
folgend leicht links aufwärts, zuletzt frei über Überhang und zu plattigem Absatz, Stand (VI. A2, 22 H). Bis hierher vom Einstieg an durchwegs überhängend, 30-40 m). Links einen breiten Riß zuletzt glatt und überhängend hinauf und rechts hinaus zu einem Absatz, Stand (VI-, 2 H). An der Kante oder knapp links davon auf einen weiteren Absatz, Stand (V, 1 H). Durch einen kurzen, überhängenden Spalt hinauf auf eine Blockterrasse und über eine nochmals steile, kurze Wandstufe direkt auf die tischebene, glatte Gipfelplatte hinaus und mit wenigen Schritten zum höchsten Punkt.
Quelle: Mitteilungen des ÖAV 1967, Heft 5/6, Seite 66


B. Lindner
Datum erste Besteigung:
10.1965
Gipfel:
Stangenwand - Hauptgipfel
Erste(r) Besteiger(in):
Lindner Rudi
Thausing Albrecht
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