Rieser Luggi

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Biografie:
geboren in Zell am Ziller
gelernter Drogist
bürgerlicher Name Luggi Rieser - jetzt Darshano Swami Prem - wohnhaft in Mayrhofen/Tirol
Anhänger der Bhagwan-Lehre
Drachenflieger (zahlt dabei zu den besten in Österreich).
Seine Seilgefährten: Gerhard Hörhager jun., Wolfgang Hinter, Franz Eberharter.
Von 1977 bis 1979 ca. 15 Erstbegehungen im Schwierigkeitsgrad VI bis VIII.
Erste Begehung des "Brigitte-Bardot-Schmollmundweg" in der Nordwand der Teplitzerspitze mit Gerhard Hörhager jun. am 1. September 1984;
Erste Begehung der Route "Simsalabim" und "Dulcinea" in der Südwand der Marmolada d'Ombretta mit Wolfgang Müller im Jahre 1983;
Erste Begehung der Route "Via Ombretta da Sole" in der Südwand der Marmolada Punta Penia mit Wolfgang Müller im Jahre 1983;
Teilnehmer an der Nord- und Südtiroler Annapurna Himal Expedition 1985. Weitere Teilnehmer: Hans Kammerlander, Reinhard Schiestl, Reinhard Patscheider. Expeditionsleiter: Reinhold Messner.
Quelle: Archiv Proksch (Österr. Alpenklub)


Ludwig Rieser
Vita *17. 5. 1956 Zell am Ziller; Volks-, Haupt- und Handelsschule; weiterführende Ausbildung auf einer Drogistenschule; er lebt heute in Mayrhofen im Zillertal und betreibt drei Drogerien und mehrere Unternehmen in der Kosmetikbranche sowie einen Zeitungsverlag. Chronik Bereits mit sechs Jahren begann Ludwig Rieser - oder „Luggi“, wie ihn seine Freunde nennen - mit dem Bergsteigen, aber erst 1976 kam er zur extremen Kletterei. Binnen kurzem war er zu einem der erfolgreichsten Kletterer geworden, der durch äußerst schwierige und frei gekletterte Erstbegehungen von sich reden macht. So gelangen ihm 1976 Begehungen des Monte-Pelmo-Südpfeilers (VI) und der Großen Mauer am Heiligkreuzkofel (VI+, 2. Beg.). 1977 glückten ihm die Sass-Maor-Ostwand (Detassis, VI-), die Gogna-Führe an der Marmolada-Südwand (VI), Cima-Scotoni-Südwestwand (Cozzolino, VI+) sowie der Heiligkreuzkofel-Mittelpfeiler (V11+). 1978 folgten die Durchsteigung der Pumprisse am Fleischbankpfeiler im Wilden Kaiser (VII-), der Marmolada-Südwand (Can-na d'Organe, VI, 3. Beg.), der Torre-Trieste-Südwand, wobei er die Carlesso-Führe (VI) im Aufstieg und die Cassin-Führe (VI) im Abstieg bezwang, sowie die Erstbegehung der »Schwalbenschwanz«-Führe an der Marmolada-Südwand. 1979 glückten ihm die Erstbegehungen des »Elfenbeinpfeilers« an der Marmolada-Südwand (VII-), die »Morgenlandfahrt« an der Schüsselkarspitze-Südwand (VI+VII), „Mephisto“ am Heiligkreuzkofel (VIII-) sowie die „Vogelwild“ an der Marmolada-Südwand (VII-). 1980 folgten die Begehungen der „Don Quixote“ an der Marmolada-Südwand (VI), die Erstbegehung der „Teufelsküche“ an der Acherkogel-Südwand in den Ötztaler Alpen (1200 m, VI) und die Erstbegehung der „Auftrieb“-Führe an der Heiligkreuzkofel-Westwand (V). 1981 glückten ihm die dritte Begehung der »Charlie Chaplin« an der Lalidererspitze-Nordwand (VI) sowie die Erstbegehung der »Cia-Dia«-Führe in der Ciavazes-Südwand und der „Gotteshand“-Führe in der Acherkogel-Südwand; 1981 u. a. »La Mancha« an der Marmolada-Südwand (VII-, 2. Beg.) und „Sodom und Gomorrha“ am Monte Mandrea (1. Beg., VII) sowie Via Ombrello an der Marmolada-Südwand (1. Beg., zugleich 1. Winterbeg., VI). Um in Form zu bleiben, lebt Luggi Rieser streng vegetarisch und betreibt autogenes Training.
-Y-
Quelle: Der Bergsteiger 1982, Heft 9, Seite 57-58

Luggi Rieser, Zillertaler Drogist und Settimogradist, hat in den letzten Jahren mit ungewöhnlichen Erstbegehungen von sich reden gemacht (siehe auch Bergsteiger-Lexikon in 9/82, Seite 57. Aber er hat sich auch als alpiner Drachenflieger hervorgetan, mit über 80 Erstflügen, über 20 Nachtflügen und einer Reihe von Streckenrekorden; kürzlich flog er von der Zillertaler Höhenstraße bis nach St. Anton am Arlberg (119 km in 4 Stunden und 20 Minuten!). Und warum der Luggi stets in Topform ist, hat er uns endlich verraten: Der Treppenaufgang in seinem Elternhaus ist mit einer Hantelreihe ausgestattet worden — wenn er's nicht gerade zu eilig hat, zieht er sich an hanteln ins obere Stockwerk – das gibt Kraft in den Oberarmen.
Quelle: Der Bergsteiger 1982, Heft 10, Seite 83

Prem Darshano (Luggi Rieser) ist nicht nur als Extremkletterer, sondern auch als Drachenflieger bekannt. Er ist Inhaber der Österreich-Rekorde im Streckenflug, Höhengewinn und Dauerfliegen. Ende Mai machte er wieder mit drei großen Flugunternehmungen von sich reden: Mit seinem Flugdrachen »Hornet 150« flog er vom Startplatz (2000 m) oberhalb von Mayrhofen im Zillertal über den Gerlospaß hinaus, überquerte das ganze Bundesland Salzburg und landete schließlich nach über 7 Stunden Flugzeit auf dem Flugplatz Niederöblarn in der Steiermark (Luftlinie 170 km). Auch der nächste Tag brachte gute thermische Verhältnisse. Prem Darshano flog weiter ins 150 km entfernte Schladming und zwei Tage später 100 km weiter ins salzburgische »Lend«, östlich von Zell am See. Mit diesen drei Flügen legte er in seinem Hängegleiter in 18 Flug-stunden 420 km Luftlinie zurück. Damit liegt Prem Darshano nicht nur beim offiziellen Österreich-Cross-Country-Cup überlegen in Führung, sondern konnte auch zwei Rekorde erheblich verbessern: den Höhenflug von 1900 auf 2160 m und den Dauerflug von 6 Std. 40 Min. auf 7 Std. 30 Min. (ohne Zwischenlandung, größte erreichte Höhe knapp 4000 m über NN). Die Redaktion gratuliert Prem Darshano zu diesen großartigen Flügen!
Quelle: Der Bergsteiger 1983, Heft 9, Seite 79-81


Geboren am:
17.05.1956

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