Blitz Wilhelm
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Biografie:
Wilhelm Biltz (+)
8. März 1877—13. November 1943
Wilhelm Biltz, den wenigsten von uns persönlich bekannt, war seit 30 Jahren Mitglied des ÖAK. Von Beruf Chemiker, widmete er sich schon frühzeitig wissenschaftlicher Tätigkeit und wurde ordentlicher Professor der Chemie an der Technischen Hochschule Hannover und Honorarprofessor an der Universität Göttingen.
In den Bergen war Wilhelm Biltz alles eher denn ein Leistungs- oder Geltungsbergsteiger. Er kam mit Liebe zu ihnen und fand die Schönheit. Lassen wir ihn selbst darüber sprechen: „In jungen Jahren habe ich mich bemüht, die Hauptgruppen der Alpen kennenzulernen. Von besonderen Bergfahrten wären höchstens einige im Dauphine zu nennen. Im ganzen bin ich in die Berge gegangen wie ein "reiner Tor", d. h. meist ohne Literaturkenntnis und Vorbereitung. Wo mir ein Gipfel besonders herrlich und lockend erschien, da versuchte ich hinaufzukommen und empfand in dieser Art mein höchstes Glück in den Bergen. Gelegentlich bin ich dabei wohl auch noch unbetretene Wege gegangen. Man sieht also, nichts liegt mir ferner als Bergsport'"
Nach dem ersten Weltkriege, den Bliltz als Kriegsfreiwilliger und zuletzt als Panzerwagenführer mitmachte, wobei er eine schwere Gasvergiftung erlitt, wollte es mit den großen Höhen nicht mehr recht gehen. „Am Zinalrothorn beschloß ich, es sei wohl für mich damit vorbei."
Allerdings — wie wir hinzufügen können — nur mit den hohen Bergen. Denn bald darauf sehen wir Bliltz auf Auslandsreisen auf manchem Gipfel, so auf dem Pic von Teneriffa, dem Adamspic auf Ceylon, aus dem noch tätigen Vulkan Batar aus Bali und auf verschiedenen Vulkanen im javanischen Tengger-Gebirge.
Ob steilste Wände oder schönste Berge — die Hauptsache ist, daß sie dem, der um sie wirbt, Erfüllung bedeuten, und das, so glauben wir sagen zu können, war bei unserem verstorbenen Klubkameraden der Fall.
—er.
Österreichische Alpenzeitung 1950, Folge 1254, Seite
Geboren am:
08.03.1877
Gestorben am:
13.11.1943