Welzenbach Wilhelm

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Biografie:
ACHTUNG!!!!
Unterschiedliche Angaben zu seinem Geburtsdatum!!!!
10.11.1900 (Hist. Alpenarchiv) bzw.
13.10.1899 (WIKIPEDIA) - (Deutsche Biographie)

Mit Welzenbach ist einer der erfolgreichsten Bergsteiger der Gegenwart von uns geschieden. Er hat Siege errungen, die uns staunen machten und die ihn in die Reihe der besten Bergsteiger aller Zeiten stellen. Was ihn zu diesen Erfolgen befähigte, war die Bergfreude, die ihn beseelte, war seine Tatkraft, Ausdauer und Zähigkeit, war fein glänzender Orientierungssinn, sein überragendes Können im Fels und besonders im Eis, war die reiche Erfahrung, die er sich auf zahlreichen Fahrten im Sommer und Winter, mit Pickel und Schi, mit Kletterschuh und Steigeisen erworben hatte, und nicht zuletzt die Überlegung und Vorsicht — bei aller Kühnheit —, mit der er zu Werke ging und die sich viele unserer jungen und jüngsten Draufgänger zum Vorbild nehmen könnten und sollten. Man lese die Aufsätze, die er über seine Erstersteigungen geschrieben hat, und man wird die Sachlichkeit und Gründlichkeit bewundern, mit der er die Begehbarkeit einer Wand geprüft und die möglichen Zwischenfälle bedacht hat. Auch dem für Bergturen jeglicher Art so wichtigen Wetter hat er durchaus die gebührende Beachtung geschenkt. Er hat sich bei vielen Fahrten nicht gescheut, rechtzeitig abzubrechen und auf den Gipfel zu verzichten, um einem drohenden Unwetter, dem Toben des Sturmes, der Lawinengefahr zu entgehen. Er ist trotzdem noch oft genug in schlimme Lagen gekommen. Welzenbach, in München im Jahre 1900 geboren, seit 1929 Stadtbaurat, kam schon in frühester Jugend in die Berge. Doch erst während des Krieges, als sein Vater vorübergehend nach Salzburg versetzt war, bot sich ihm — in den schönen Berchtesgadner Alpen — Gelegenheit zu Kletterturen. Im letzten Kriegsjahr wurde er noch zu den Fahnen einberufen, doch war es ihm nicht mehr gegönnt, vor den Feind zu kommen. Mächtigen Auftrieb erhielt er durch den Akademischen Alpenverein München, dem er als Student der Technischen Hochschule im Jahre 1921 beitrat und wo er viele gleichgesinnte Kameraden und Freunde fand. Drei Semester stand er als 1. Vorstand an der Spitze dieses Vereins. Seine ersten Fahrten beschränkten sich naturgemäß auf das Münchner Kletter- und Schigebiet, das sich damals allerdings bis in die Ötztaler und Stubaier, die Allgäuer und Berchtesgadner Berge erstreckte. Schnell wuchsen dem Adler die Schwingen. Bald hatte er die schwierigsten Kaiser- und Wettersteinwände gemeistert: Fleischbank (Ostwand), Totenkirchl (Westwand), Lärcheck (Ostwand), Kleine Kalt (direkte Nordwestwand und Nordwand), Predigtstuhl (Fiechtl»Weinberger»Weg), Schüsselkar (Südwand), Scharnitz (direkte Südwand), um nur einige zu nennen. Eine Glanzleistung, die von feiner außerordentlichen Klettertüchtigkeit und Zähigkeit Zeugnis ablegt, war die vollständige Auswanderung des Griesnerkars an einem Tage. Unermüdlich ging er in die Berge, kaum daß er einen Sonntag versäumte. Das Bergsteigen wurde ihm zur Leidenschaft und feine jährlichen Fahrtenberichte dehnten sich zu unheimlicher Länge.*)
Bald zeigte sich in seiner alpinen Betätigung der Zug ins Große: Im März 1923, mitten in der ärgsten Inflation, zieht er mit wenig Geld, aber mit zwei hochgelchwollenen Rucksäcken voll Lebensmitteln zum erstenmal in die Schweiz, besteigt auf Schiern zweimal den Monte Rosa und andere Gipfel. Vom Wallis eilt er ins Berner Oberland, um auch dieses kennenzulernen (Mönch, Jungfrau, Finsteraarhorn, Grindelwalder Fiescherhörner). Im Sommer ist er mit Pfann und Frau Noll Hasenelever in der Montblancgruppe und wieder in den Zermatter Bergen, wo der Zmuttgrat und anschließend daran der Gratübergang vom Matterhorn über die Dent d'Herens zum Tiefenmattenjoch bewältigt wird. Das Gehen mit dem vielerfahrenen Pfann ist für Welzenbach eine ausgezeichnete Schule. Zu Pfingsten nächsten Jahres lernt er mit Paul Bauer die Bernina kennen (Biancograt). Und nun gibt es kein Kalten mehr. Jahr für Jahr geht er in die Westalpen, macht sich an die schwierigsten Aufgaben und entwickelt sich immer mehr zum hervorragenden „Eismann". Im Sommer 1924 durchsteigt er mit Rigele erstmalig die durch einen Eiswulst gesperrte Nordwestwand des Großen Wiesbachhorns, wobei zum erstenmal Eishaken verwendet werden, und leitet damit die Reihe seiner gewaltigen Nordwandfahrten ein, die seinen Namen weit über Deutschlands Grenzen hinausgetragen und seinen alpinen Ruhm begründet haben. 1925 folgte mit Allwein der einstmals als Prüfstein für den erstklassigen Bergsteiger geltende Aufstieg über die Aiguille Blanche de Pétéret zum Montblanc und mit dem gleichen Begleiter die 1. vollständige Durchsteigung der Nordwand der Dent d'Herens. 1926 bahnte er sich mit Bachschmidt und Rigele einen direkten Weg durch die Nordwestwand des Zermatter Breithorns und bezwang mit Wien erstmalig die Nordwand des Eiskögeles, die Nordwand des Großglockners und die Nordwestwand der Klockerin. Mit Allwein kämpfte er sich auf dem Südgrat der Aiguille Noire de Pétéret bis zum Punkt 3420 vor, den nachher französische Bergsteiger Pointe Welzenbach benannten.
Die Jahre 1925 und 1926 hatten ihm noch zwei andere große Aufgaben zugewiefen; einmal die Neubearbeitung des Wettersteinführers von Leberle, die er in mustergültiger Weise durchführte. Sie gab ihm Gelegenheit, eine gründliche Nachlese im Zugspitzgebiet zu halten; einige 20 Neuanstiege waren das Ergebnis. Erwäbnt seien nur die 1000 m hohe Westwand des Zugspitzecks, ein neuer Weg durch die Nordwand des Kleinwanners (beide mit Rüsch), die äußerst schwierige Nordwand der Schönangerspitze (mit Paul Bauer) und die Mittlere Wetterspitze über die Wetterwand (mit Dreher).
Die zweite Aufgabe war die Mitarbeit an den Lawinenforschungen Professor Paulckes. Sie legte den Grund zu einer großen wissenschaftlichen Abhandlung, die er später veröffentlichte und mit der er sich den Doktortitel erwarb. Im Herbst 1926 stand Welzenbach auf der Höhe seiner alpinen Leistungsfähigkeit. Da trat ein Ereignis ein, das seiner Bergsteigerlaufbahn ein jähes Ende zu setzen schien und ihn für immer kampfunfähig zu machen drohte: Er erkrankte an einer heftigen und hartnäckigen Entzündung des rechten Ellenbogengelenkes. Die Ursache des Leidens konnte nicht festgestellt werden. Er mußte eine Schweizer Heilanstalt aussuchen, wo er lange Monate krank lag. „Da sah ich nun Tag für Tag die Berge, denen meine Sehnsucht galt. Doch ich hatte jede Hoffnung aufgegeben, mich ihnen jemals wieder nahen zu können, schreibt er in einem seiner Aussätze. Allmählich heilte die Entzündung aus, doch eine vollständige Verknöcherung und Versteifung des Gelenkes blieb zurück. Manch einer hätte sich mit diesem Schicksal abgefunden. Für Welzenbach war ein Leben ohne Berge, ohne Bergsteigen unmöglich. Kaum dem Krankenhaus entronnen und trotz dem steifen Arm versuchte er es aufs neue und machte mit seinen Freunden Fahrten wie Heroldweg am Totenkirchl, Pallavicinirinne am Großglockner, Überschreitung, der Grandes Jorasses und Besteigung des Montblanc über die Brenvaflanke. Doch dies befriedigte ihn nicht. Er ließ sich operieren, die zusammengewachsenen Knochen wurden getrennt und ein künstliches Gelenk geschaffen. Ständige Übungen, trotz den großen Schmerzen mit eiserner Willenskraft durchgeführt, und zwei Nachoperationen besserten den Zustand seines Armes so weit, daß er ihn wieder einigermaßen beugen und strecken konnte. Bis es soweit ist, vergeht mehr als ein Jahr. Auch hier zeigt sich, was der Wille vermag. Noch während der Behandlung unternimmt Welzenbach, der Schmerzen nicht achtend, eine Reihe von Schifahrten in den Kitzbühler Alpen und der Glocknergruppe und macht im Sommer leichte und schwierige Kletterturen, so die Westschlucht des Predigtstuhls und das Matterhorn. Mit Wehmut sieht er 1929 seine Freunde vom Akad. A.V. München in den Himalaja ziehen, um für Deutschland den Gipfel des Kangchendzönga zu erobern. Er muß zurückbleiben. Doch es geht wieder aufwärts: Watzmann-Ostwand, Schreckhorn, Überschreitung der Courtes, Aiguille Verte, Bionassay über die Nordwand, Mittellegigrat zum Eiger und die 2. Ersteigung des Großen Fiescherhorns über die gewaltige Nordwand (Fiescherwand) auf dem Wege Amstutz v. Schumacher sind die bedeutendsten Fahrten dieses Jahres. Und so faßte er nach Heimkehr der Kantsch-Leute von ihrem ruhmvollen Kampfe den Entschluß, ebenfalls einen Angriff auf einen der Himalajariesen zu unternehmen. Er wählte sich dazu den Achttausender aus, den schon in den neunziger Jahren einer der besten englischen Bergsteiger, Mummery, versucht und als möglich bezeichnet hatte: den NangaParbat. Äußere Amstände,letzten Endes die traurige Lage unseres Vaterlandes, später der Beruf, verhinderten die Ausführung des Planes und so überließ er Idee und Vorarbeit seinem Freunde Merkl, der dann im Jahre 1932 seinen ersten Angriff auf den Nanga unternahm.
Er selbst aber entfaltete in den heimischen und Schweizer Bergen eine um so reichere Tätigkeit und suchte sich noch immer mehr zu stählen und zu vervollkommnen für die Zukunft, für die Zeit, wo es auch ihm möglich sein würde, sein Können, seine Zähigkeit und Tatkraft im Kampf um die höchsten Berge der Erde zu verwerten.
Sein erstes größeres Unternehmen galt der Fiescherwand in den Berner Alpen. Da der obengenannte Durchstieg sich zu weit abseits der Gipfelfallinie hielt, legte er 1930 mit Tillmann einen neuen direkten Weg durch diese grausige, über 1200 m hohe Fels- und Eiswand. Im folgenden Jahr bezwang er mit Merkl die Nordwand der Aiguille des Grands Charmoz in der Montblancgruppe. Beinahe wäre dies den beiden zum Verhängnis geworden: ein Wettersturz, der sie überraschte, zwang sie, zwei Tage und drei Nächte auf einem winzigen Plätzchen in der Wand auszuharren. 1932 und 1933 folgte dann mit Erich Schulze, teilweise auch Drexel und Rudy die Lösung einiger der letzten großen Probleme in den Berner Alpen: die Durchsteigung der ungeheuren Nord-, bzw. Nordwest- und Nordostwände des Großhorns, Gspaltenhorns, Gletscherhorns, Lauterbrunner Breithorns und Nesthorns. Man mag über die Zweckmäßigkeit so gefährlicher Fahrten verschiedener Meinung sein, die Kühnheit, mit der sie unternommen, das Geschick und die Willenskraft, mit der sie durchgeführt wurden, kann niemand in Zweifel ziehen. Ein Mann von diesen Taten durfte seine Kräfte auch mit den Bergesriesen im höchsten Gebirge der Welt messen. Das Jahr 1934 brachte ihm die Erfüllung dieses Wunsches. Sie sollte seinem Leben ein Ende setzen. Daß Welzenbach seinen Bergfreunden ein guter und treuer Kamerad war, versteht sich von selbst. Vielen war er Führer und geduldiger Lehrer. Er war ein aufrechter, deutscher Mann, einfach, natürlich und bescheiden, hart gegen sich selbst, ein Tatmensch und Kämpfer. Er nahm, wie so viele Bergsteiger, das Leben schwer und schätzte es nicht hoch, aber er verteidigte es bis zum äußersten, wenn es emmal in Gefahr kam. Er war kein Freund vieler Worte, aber er führte eine gute Feder, sachlich und klar sind die Aufsätze geschrieben, die er in der „Zeitschrift" des D. u. O. A.»V., in der „Österreichischen Alpenzeitung", im „Bergsteiger" und an anderen Orten veröffentlicht hat, ohne Überschwang und Phrase, aber doch wirkungsvoll und spannend. In dem vom D. u. O. A.-V. herausgegebenen „Alpinen Handbuch" verfaßte er den Abschnitt: „Das Gehen im Eis". Er hatte eine sehr vernünftige Auffassung von den Dingen in der alpinen Welt und zog wiederholt gegen Auswüchse zu Felde.
Wie hoch man seine Person einschätzte, beweist, daß er schon 1925 in die Vorstandschaft der S. München berufen wurde., wo er seitdem als Hüttenwart des Heinrich-Schwaiger-Hauses am Wiesbachhorn tätig war, das er aufs beste verwaltete. Seit Herbst 1932 bekleidete er in der S. München auch das Amt des 2. Vorstandes. Vorübergehend (1928) war er gleichzeitig 1. Vorstand der S. Bayerland. In den Jahren 1929 bis 1933 gehörte er ferner dem Hauptausschuß des D. u. O.A.»V.an, wo er vor allem für die Wünsche und Bedürfnisse der Bergsteiger eintrat. Welzenbach ging mit Ernst und Entschlossenheit in den Himalaja. Er wollte sich voll und ganz für die große Sacke einsetzen und sein Bestes zur Eroberung des Gipfels beisteuern. „Wir Teilnehmer der Deutschen Himalaja-Expedition", schrieb er nach Hause, „haben uns ein hohes Ziel gesteckt. Ob wir es erreichen werden, vermag niemand vorauszusehen. Die Versicherung können wir aber haben, daß wir alles daransetzen werden, um das deutsche Bergsteigertum und die deutsche Wissenschaft im Auslande würdig zu vertreten und damit dem Ansehen unseres Vaterlandes zu dienen. Dies ist unser oberstes Ziel im Kämpf um den Nanga Parbat." Er ging wohlvorbereitet in den Kampf, er hatte sich die ganzen Jahre über geübt und gestählt, und noch wenige Tage vor seinem Tode berichtete er, daß er glänzend in Form sei. Was Menschenkraft vermag, hat er sicher getan. Aber wenn die Elemente entfesselt sind, ist auch der Tüchtigste machtlos.
Georg Leuchs
*) Leider ist sein erstes Fahrtenbuch verlorengegangen. Von 1921 an enthalten seine Fahrtenberichte mehr als 900 Gipfel, davon etwa die Hälfte im Winter, 160 in den Westalpen und 43 Erstbegehungen.
Quelle: Mitteilungen des DÖAV 1934, Seite 233-235

Willo Weizenbach
Willo Welzenbach ist aus dem Himalaya, wo er an dem Kampf um den Nanga Parbat teilgenommen hat, nicht wieder in die Heimat zurückgekehrt. In unsere Reihen ist eine große Lücke gerissen, ein Platz ist dort leer geworden, auf den sich wohl nicht so schnell ein anderer wird stellen können. Die Eisstürme der höchsten Berge unserer Erde haben ihm das Leben genommen, nachdem er es hier in den Alpen in den härtesten und bittersten Lagen, in den schwierigsten und gefahrvollsten Wänden und Graten immer und immer wieder zu erhalten vermocht hat.
Wir stehen gebeugten Hauptes vor der Macht des Schicksals, das ihm den Tod gebracht hat dort draußen in den großen Bergen des Himalaya, die das höchste Ziel eines jeden Bergsteigers sind und denen auch Willos ganze Sehnsucht gegolten hat.
Wenn wir, seine Kameraden vom A.A.V.M., voller Trauer hinaufblicken zu den leuchtenden Graten des Nanga Parbat, die das Grab für Willo geworden sind, klingt vor allem der Ton des Dankes in unserm Erinnern, den wir alle ihm schulden dafür, daß er einen großen Anteil daran hatte, daß der Verein in den Jahren, in denen er aktiv war und in denen er ihn führte, eine wirkliche Stätte des Bergsteigens war und daß alle, die sich in diesen Jahren dem Verein zugesellten, die Schulung und den Ansporn erhielten, wirkliche Bergsteiger zu werden. Wir wollen nicht vergessen, daß sein Anstoß und sein Auftrieb bei vielen bewirkt hat, daß sie ihre Kräfte und ihren Willen prüften, richtig ansetzten und so zu tatenfrohen Bergsteigern wurden, die hier im A.A.V.M. verwurzelt und beheimatet waren und in dem Geist und der Atmosphäre, die in seinen Räumen herrscht, die Quelle ihrer Kraft und ihres Mutes fanden. Und inmitten dieser Atmosphäre stand unsichtbar und doch von allen gefühlt und geehrt unser Freund Willo. Vor allem haben wir zu danken, die wir jünger waren als er und die wir zum ersten Mal unter seiner Führung die Freuden eines harten Kampfes erleben durften. Wir danken ihm für diese Stunden starken Erlebens, in denen er uns in eine neue Welt einführte und so einer Gabe teilhaftig werden ließ, die uns ohne ihn vielleicht erst Jahre später, vielleicht niemals geschenkt worden wäre.
Willos Taten sind uns noch alle unvergessen. Wir kennen seinen Werdegang, haben ihn zum Teil miterleben dürfen, wir kennen die großen Erfolge seiner Fahrten, die gleichzeitig Marksteine in seinem Leben und im deutschen Alpinismus sind. Durch ein
systematisches Training hatte er es bald zu einem großen Können gebracht, weil er von Anfang an all sein Tun einem scharfen Verstand und einem eisenharten Willen unterworfen hatte. So schulte er sich teils unter Anleitung älterer Freunde und Kameraden vom A. A.V.M., dessen Freundeskreis er seit 1921 angehörte, — Hans P f an n bezeichnete er stets mit Dankbarkeit als seinen alpinen Lehrmeister — zum großen Teil aber verdankte er diese Schulung seinem eigenen Vorwärtsstreben und An-sich-arbeiten. Zuerst war er ein Kletterer geworden, der die schwersten und längsten Kletterfahrten, wie Schüsselkarsüdwand, Predigtstuhl Fiechtl Weinberger Weg, Schönanger Nordwand in sein Turenbuch eintragen konnte. Doch bald zog es ihn hinaus ins Eis der Westalpen, wo er sich von 1923 ab in allen Gebieten betätigt hat. Hier glaubte er noch neue Wege weisen, noch im Unbekannten wirken zu können, hier fand er das Betätigungsfeld für den Drang nach großen Erlebnissen, der ihn beseelte, hier in den großen kombinierten Fahrten, den unerstiegenen Wänden im Wallis und Berner Oberland, nachdem es ihm bis dahin nicht möglich war diesem Drang in den großen Bergen Zentralasiens Ziel und Aufgabe zu setzen. Wenn wir Wiesbachhorn Nordwestwand, Dent d'Herens Nordwand, Charmoz Nordwand und die großen Wände des Berner Oberlandes nennen, so sind das nur einige wenige Marksteine, an denen wir zuerst den Weg seiner Entwicklung verfolgen, später dann beobachten können, wie die Linie seiner Betätigung und seines Könnens, wohl auf kurze Zeit unterbrochen durch seine schwere Krankheit, nicht aber heruntergedrückt werden konnte trotz aller Behinderung und Schwierigkeit und wie ihn dieses Können und die nun eher noch gesteigerte Energie, mit der er zum Staunen seiner Begleiter die körperliche Behinderung auszugleichen vermochte, später wieder zu all den Taten befähigte, von denen seine Turenberichte der letzten Jahre voll waren.
Willo ist ein Bergsteiger gewesen, der überall zuhause, mit allem vertraut und allem gewachsen war. Nichts konnte es geben in den Bergen unserer Heimat, wo überhaupt Menschen -Tun noch Sinn hat, was Willo nicht hätte meistern können, was er nicht mit ruhiger Überlegung vorbereitet und mit unerhörter Energie durchgeführt hätte. Keine Lage hat es gegeben, die er nicht hätte überwinden können, wofür wir den schlagenden Beweis in der Tatsache sehen, daß er sich mit Merkl nach dreitägigem Biwak im Schneesturm noch durch die Nordwand der Grand Charmoz hindurchgekämpft hat. Bis der Tod seiner alpinen Laufbahn ein Ende setzte, war er noch immer gleich rastlos und kämpferisch tätig, noch immer auf der gleichen Höhe seines Könnens.
Der nächste Schritt führt ihn nun hinaus nach Asien. Wir wissen alle, daß die Nanga Parbat-Expedition sein Plan gewesen ist, daß es zunächst allerlei Gründe politischer Art waren, die eine Durchführung nicht erlaubten und daß später berufliche Gründe ihn veranlaßten, die Durchführung des ersten Versuchs seinem Freunde Willy Merkl zu überlassen. Wir freuten uns mit ihm, daß es endlich in diesem Jahre glückte, daß auch er hinauskam in die ersehnten Berge und wir wissen, daß er Deutschland verließ, bereit alles einzusetzen, um den Schritt in die Bergwelt des Himalaya erfolgreich zu machen. -
Über all dem Tun Willos steht für uns der unbändige Angriffsgeist, der nimmer erlahmte. Ihm war der Lohn für alles der Augenblick nach dem Bezwingen einer noch undurchstiegenen Wand. Die Siegesfreude ließ sein Antlitz aufleuchten, daß es keiner vergißt, der es einmal sehen durfte und in diesen Minuten, die für ihn wirklich Höhepunkte des Lebens waren, vermochte er auch seine Begleiter zu einer ganz eigenen Begeisterung mitfortzureißen. Er nahm dafür alle Mühsal und Bitterkeit, alle Gefahr auf sich ¬wohl wissend, welchen Preis er für sein Ideal zahlen muß, wenn es das Schicksal einmal von ihm fordern sollte und in dem Dennoch, das ihn trotzdem den Kampf aufnehmen ließ, sehen wir heute den Sinn in dem Tun Willos. Hier verschwinden alle Auswirkungen der Erfolge nach außen, hier stoßen wir auf den Kern seiner bergsteigerischen Lebensbetätigung und stehen damit vor den Dingen, die gerade in unserem Verein immer lebendig gewesen sind und die ein jeder früher oder später erreichen kann, der sich seinen Fahnen anschließt, um daraus das Schönste und Tiefste fürs Leben zu schöpfen: Die Freude am Kampf mit der Natur und die Begeisterung, ihn immer und immer wieder aufzunehmen, gerade dort, wo die Kräfte zwischen den beiden Gegnern gleich sind, in außergewöhnlichen Lagen und schwersten Fahrten und dann auch dort, wo die Kraft allein nicht mehr ausreicht, wo die klare, ruhige Überlegung, rascher Entschluß und unverzügliches Handeln alles bedeutet. — Das Wissen um den Preis für diese Dinge hat ihn innerlich groß gemacht, solange er Sieger blieb und war nicht der Kampf und der Sieg über einen großen Gegner das, was er wollte?
Diese Dinge, die ihn in engste Beziehung setzen zu dem Wesen unseres Vereins, sind es, die mit ihm in unserer Mitte unvergessen bleiben sollen. Wir, die wir ein solch langes Stück Lebensweg neben ihm oder ihm folgend schreiten durften und die wir ihn daher so gut gekannt haben wie wenige, wir wollen die Ideen, die Willos Bergsteigerleben den Impuls gegeben haben, als ein Vermächtnis bewahren und gerade in unserem Kreis fortbestehen lassen — seinen kühnen Angriffsgeist, seine Tatkraft und seine nimmer erlahmende Begeisterung.
Karl Wien
Quelle: Jahresbericht des Akademischen Alpenvereins München 1933/34, Seite 3-5


Wilhelm (Willo) Welzenbach
Vita: * 10.11. 1900 München. Technisches Studium, Referendar bei der Reichsbahn, 1929 Stadtbaurat in München. Doktorarbeit auf dem Gebiet der Lawinenkunde („Lawinendoktor“). 12./13.7. 1934 im Lager 7 (7050 m) am Nanga Parbat.
Chronik: Beginn mit dem Klettern 1921 (54 Gipfel). 1923 Totenkirchl-Westwand (Dülfer) und Schüsselkarspitze-Südwand. 1925 Neubearbeitung des „Wetterstein-Führers“. 17 Neutouren im Wetterstein, darunter Schönangerspitze-Nordwand mit Paul Bauer. Welzenbach erweiterte die bisher gebräuchliche Schwierigkeitsskala um den VI. Grad. Hans Pfann war sein Lehrmeister im Eis. Lucien Devies nannte ihn „den bedeutendsten Bergsteiger seiner Zeit“. 1924 durchstieg er mit Fritz Rigele, der Eishaken konstruiert hatte, die Wiesbachhorn-Nordwestwand. Damit wurde eine neue Ära im Eisklettern eröffnet, die Welzenbach 1926 mit Eugen Allwein an den Eisbalkonen der Dent-d´Hérens-Nordwand fortsetzen konnte. Am umworbenen Südgrat der Aiguille Noire de Peuterey kamen die beiden 750 Meter hoch, mussten dann aber wegen eines drohenden Wetterumschlages aufgeben. Die Franzosen tauften den dritten Turm des Grates Pointe Welzenbach. Nach einer Durchsteigung der Nordwestwand des Zermatter Breithorns errang Welzenbach im Spätherbst mit Karl Wien in der Glocknergruppe schöne Erfolge: Glocknerin-Nordwestwand, Eiskögele-Nordwand und Großglockner-Nordwand. Wegen einer Knochenerkrankung musste er zwei Sommer lang aufs Bergsteigen verzichten, dann begann er trotz eines versteiften Ellbogengelenks am rechten Arm wieder mit großen Fahrten: Großes-Fiescherhorn-Nordwand, Großhorn-Nordwand, Gspaltenhorn-Nordwestwand, Gletscherhorn-Nordwestwand, Lauterbrunnen-Breithorn-Nordwand und Nesthorn-Nordwand. In 14 Jahren erstieg Welzenbach 940 Gipfel, darunter 72 Viertausender und 50 Erstbegehungen.
Der in den Alpen erfolggewohnte Welzenbach hatte mit seinen Expeditionsplänen Pech. 1932 erhielt er keinen Urlaub, um seine Nanga-Parbat-Pläne zu verwirklichen. 1934 wurde ihm der Berg zum tödlichen Schicksal: Beim Rückzug im verheerenden Monsunsturm starben Uli Wieland, Willo Welzenbach, Willy Merkl und sechs Träger.
Literatur: „Willo Welzenbachs Bergfahrten“ (1935). – Eric Roberts: „Willo Welzenbach – eine biographische Studie“ (1981). – Franz Grassler: „Dr. Willo Welzenbach“ im AV-Jahrbuch 1960.
Quelle: Bergsteiger 1983, Heft 8, Seite 91-92

Welzenbach begann 1921 mit dem Klettern und bestieg im gleichen Jahr schon über 50 Gipfel. Während seiner bergsteigischen Laufbahn bestieg er 949 Gipfel,72 Viertausender u.führte 43 Erstbegehungen aus,davon 30 im Fels.
Er war seit 1921 Mitglied des Akademischen Alpenverein München und wurde 1925 und 1926 Vorsitzender. Auch bei der Sektion Bayerland war er Mitglied.
Viele schwierige Touren in den Ostalpen machten ihn zu einem der bekanntesten Alpinisten seiner Zeit. Er sah das Bergsteigen sportlich und als Abenteuer. Welzenbach war außerdem ein exzellenter Steileistechniker, dem auch in den Westalpen etliche schwere Touren glückten. Der „Eispapst“ hat dutzende der wilden Nordwände der Alpen mit seinen zehnzackigen Steigeisen erstbegangen. Auf technische Hilfsmittel griff er dabei nur im äußersten Notfall zurück. Bei seiner Erstbegehung der Wiesbachhorn-Nordwand, die gemeinsam mit Fritz Rigele am 15. Juli 1924 erfolgte, wurde erstmals in der Geschichte des Alpinismus ein Eishaken verwendet. Welzenbach wurde einmal von Reinhold Messner aufgrund seiner Pionierleistungen im Eisklettern als „Eispapst“ bezeichnet.
Welzenbach drehte mit Wilhelm Paulcke, dem Pionier der Lawinenkunde, den ersten Lawinen-Lehrfilm.
Auf Welzenbach geht die erst in den 1970er Jahren durch die UIAA-Skala abgelöste sechsstufige Welzenbach-Skala für die Bewertung von Kletterschwierigkeiten zurück.
Welzenbach war Mitglied der zweiten deutschen Expedition zum 8125 Meter hohen Nanga Parbat, der Deutschen Nanga-Parbat-Expedition 1934. Zusammen mit Willy Merkl, Ulrich Wieland und den Sherpas Nurbhu, Pinzo, Taschi, Dorje, und Gay-Lay starb Welzenbach im Schneesturm beim Rückzug auf dem Ostgrat an Erschöpfung.
Willo Welzenbach war Mitglied der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Aenania (KDStV) München und Mitglied der NSDAP und der SA. Eine Straße im Münchner Stadtteil Moosach ist seit 1934 nach ihm benannt.

1919 Best.Lisenser (Lüsener) Fernerkogel,3298m, (Stubaier Alpen)
1919 Best.Habicht,3277m, (Stubaier Alpen)
1920 Best.Großglockner,3798m, (Hohe Tauern)
1920 Best.Watzmann 3 Spitzen,2713m, (Berchtesgadener Alpen)
1920 Best.Grundübelturm-Großes Grundübelhorn 2096m,. u.Kleines Grundübelhorn,2084m,
(Berchtesgadener Alpen)
1920 Beg.Kleiner Bruder-Ostwand,1800m, (Reiter Alm,Berchtesgadener Alpen)
1920 Überschr.Scheffauer,2111m,-Sonneck,2261m, (Wilder Kaiser)
1920 Überschr.Kleine Halt,2116m,-Gamshalt,2292m,-Ellmauer Halt,2344m, (Wilder Kaiser)
1921 Beg.Berchtesgadener Hochthron-Südwand, (Berchtesgadener Alpen)
1921 Beg.Kleiner Watzmann-Westwand, (Berchtesgadener Alpen)
1921 Überschr.Watzmannkinder,2270m, von West nach Ost-Watzmann-Hocheck-Ostwand,2713m,
(Berchtesgadener Alpen)
1921 Beg.Blaueisspitze-Nordgrat,2481m, (Berchtesgadener Alpen)
1921 1.Beg.Kleiner Bruder-Gesamter Direkter Südwestgrat,V,1800m,
(Reiter Alm,Berchtesgadener Alpen)
1921 Beg Kleiner Bruder-Direkte Nordwestkante,1800m, (Reiter Alm,Berchtesgadener Alpen)
1921 1.Beg.Hochstaufen-Nordwand „Welzenbachweg",1771m, (Chiemgauer Alpen)
1921 1.Beg.Kleines Mühlsturzhorn-Nordwestkante,2141m, (Reiter Alm,Berchtesgadener Alpen)
1921 1.Beg.Hoher Windlochkopf-Direkte Ostwand, (Berchtesgadener Alpen)
1921 Beg.Kleine Halt-Nordwestwand,2116m, (Wilder Kaiser)
1921 Beg.Scheffauer-Nordwand,2111m, (Wilder Kaiser)
1921 2.Beg.Nördlicher Söllerkopf-Ostwand,2402m, (Hornbachkette,Allgäuer Alpen)
1921 Best.Balschtespitze,2499m, (Allgäuer Alpen)
1922 Beg.Grundübelturm-Westgrat,2080m, (Berchtesgadener Alpen)
1922 Best.Grundübelhorn,2098m, (Berchtesgadener Alpen)
1922 Beg.Vers.Laliderer-Nordwand „Dibona-Mayer“,V-/A0,2615m, (Karwendel)
1922 2.Beg.Südliche Wolfebnerspitze-Direkte Westwand, (Allgäuer Alpen)
1922 2.Beg.Südliche Wolfebnerspitze-Südkante,2427m, (Allgäuer Alpen)
1922 Beg.Südliche Wolfebnerspitze-Südkamin,2427m, (Allgäuer Alpen)
1922 2.Beg.Südliche Wolfebnerspitze-F.F.Kamin,2427m, (Allgäuer Alpen)
1922 Beg.Ilfenspitze-Südostwand,2552m, (Allgäuer Alpen)
1922 Beg.Ilfenspitze-Südostverschneidung im Abstieg,2552m, (Allgäuer Alpen
1922 Beg.Noppenspitze-Südwestwand,2594m, (Hornbachkette,Allgäuer Alpen)
1922 1.Beg.Südlicher Söllerkopf-Ostwand,2390m, (Allgäuer Alpen)
1922 1.Beg.Hermannkarturm-Ostwand,2430m, (Allgäuer Alpen)
1922 1.Beg.Hermannkarturm-Südostwand,2430m, (Allgäuer Alpen)
1922 1.Beg.Hermannkarturm-Westwand,2430m, (Allgäuer Alpen)
1922 Beg.Großer Krottenkopf-Nordgrat,2657m, (Allgäuer Alpen)
1922 Beg,Trettachspitze-Südwand,2595m, (Allgäuer Alpen)
1922 1.Beg.Scharnitzspitze-Südwestwand „Röckl-Welzenbach-Variante",VI/A0,2463m, (Wetterstein)
1922 Best.Aletschhorn,4195m, (Berner Alpen)
1923 Beg.Lärcheck Hauptgipel-Ostwand „Dülferführe“,V,2124m, (Wilder Kaiser)
1923 Beg.Totenkirchl-Direkte-Westwand „Dülferführe“,V+/A1,450 HM,2193m, (Wilder Kaiser)
1923 Beg.Kleine Halt-Nordwestwand „Dülferweg“,V,2119m, (Wilder Kaiser)
1923 Beg.Kleine Halt-Nordwand,2116m, (Wilder Kaiser)
1923 Beg.Fleischbank-Ostwand „Dülfer-Schaarschmidt“,V+,2187m, (Wilder Kaiser)
1923 Beg.Lärcheck-Ostwand,2124m, (Wilder Kaiser)
1923 Überschr.Totenkirchl „Pfannkamin“-Südostgrat im Abstieg-Südverschneidung,2193m,
(Wilder Kaiser)
1923 Beg.Scharnitzspitze-Direkte Südwand,2463m, (Wettersteingebirge)
1923 Beg.Schüsselkarspitze-Direkte Südwand „Aschenbrenner-Rainer“,VI-/A0,350 HM,2537m,
(Wetterstein)
1923 Beg.Lamsenspitze-Nordostkante,IV+,470 HM,2508m, (Karwendel)
1923 Best.Aiguille Argentiere-Ostwand,Abstieg Nordostgrat u.Barbey-Rinne,3902m,
(Montblancgebiet)
1923 Best.Aiguille de Triolet,3870m, (Montblancgebiet)
1923 Best.Mont Dolent,3823m, (Montblancgebiet)
1923 Best.Grande Darrei,3523m, (Montblancgebiet)
1923 Überschr.Petit Darrei,3516m, (Montblancgebiet)
1923 Best.Mönch,4107m, (Berner Alpen)
1923 Best.Jungfrau,4158m, (Berner Alpen)
1923 Best.Rotthalhorn,3946m, (Berner Alpen)
1923 Best.Finsteraarhorn,4274m, (Berner Alpen)
1923 Best.Grindelwalder Fiescherhorn,4049m, (Berner Alpen)
1923 Best.Monte Rosa-Signalkuppe (Punta Gnifetti),4556m,-Dufourspitze,4634m, (Walliser Alpen)
1923 Best.Fillarhorn,3818m,-Cima di Jazzi,3679m, (Walliser Alpen)
1923 Best.Tête du Lion,3720m, (Walliser Alpen)
1923 1.Gratüberschreit.Matterhorn Zmuttgrat,IV,bis 58°,4478m - Anstieg Italienergrat - Col du Lion-
Pointe Maguignaz - Pointe Carrel – Pointe Blanche zum Dent d’Hérens über Ostgrat -
Abstieg Westgrat,4171m, (Walliser Alpen)
1923 1.Überschr.Ponte de Zinal,3806m, zum Zinalrothorn-Nordgrat-Südgrat,4221m,
(Walliser Alpen)
1923 Überschr.Ponte de Zinal-Südgrat-Col Durand,3806m, (Walliser Alpen)
1923 Skibest.Monte Rosa,4634m, (Walliser Alpen)
1924 Beg.Totenkirchl-Westwand „Piazroute“,V,450 HM,2193m, (Wilder Kaiser)
1924 Beg.Predigtstuhl-Nordkante,2116m, (Wilder Kaiser)
1924 3.Beg.Predigtstuhl-Nordgipfel-Westwand „Fiechtl-Weinberger-Weg“,V+/A1,200 HM,2116m,
(Wilder Kaiser)
1924 1.Beg.Schärtenspitze-Westgrat,V+,2153m, (Berchtesgadener Alpen)
1924 2.Beg.(Alleinbeg.)Vollständige Umrahmung Griesener Kar, (Wilder Kaiser)
1924 1.Beg.Westliches Törleck-Nordwestgrat „Welzenbach Variante“,ca.2190m, (Wilder Kaiser)
1924 1.Winterbeg.Piz Bianco über Biancograt,3998m, (Berninagruppe)mit Paul Bauer
1924 1.Beg.Wiesbachhorn-Nordwestwand,50°-55°,400 HM,3570m, (Hohe Tauern)
1924 Best.Alphubel,4206m, (Walliser Alpen)
1924 Best.Mellichenhorn (Feekopf),3912m, (Walliser Alpen)
1924 Best.Allalinhorn,4027m, (Walliser Alpen)
1924 Best.Strahlhorn,4190m, (Walliser Alpen)
1924 Best.Rimpfischhorn,4199m, (Walliser Alpen)
1924 Best.Wellenkuppe,3911m,-Obergabelhorn,4063m,-Abstieg Arbengrat, (Walliser Alpen)
1924 Beg.Südlenzspitze-Westwand,ca.4300m,-Nadelhorn,4327m,-Stecknadelhorn,4241m,-
Hohberghorn,4219m, (Walliser Alpen)
1924 1.Beg.Monte Rosa Grenzgipfel- Ostwand,1200 HM,4618m,-Dufourspitze,4634m,
(Walliser Alpen)
1924 Best.Monte Rosa-Signalkuppe (Punta Gnifetti),4556m, (Walliser Alpen)
1924 Best.Zumsteinspitze,4563m, (Walliser Alpen)
1924 Überschr.Parrotspitze,4432m,-Ludwigshöhe,4341m,-Signalkuppe (Punta Gnifetti),4556m,
1924 1.Beg.Zermatter Breithorn Westgipfel-Nordwand „Welzenbach-Variante“,IV,bis 60°,1100 HM,
4164m, (Walliser Alpen)
1924 Best.Großes Fiescherhorn,4049m,Hinteres Fiescherhorn,4025m, (Berner Alpen)
1924 Best.Grüneckhorn,3810m, (Berner Alpen)
1924 Best.Großes Grünhorn,4043m, (Berner Alpen)
1925 Beg.Jungfernkarkopf-Nordwand,2355m, (Wetterstein)
1925 Beg.Kleiner Wanner-Nordwestgrat,2546m, (Wetterstein)
1925 Beg.Mittlere Wetterspitze-Wetterkante,2747m, (Wetterstein)
1925 1.Beg.Windhaspel-Nordkante,2253m, (Wetterstein)
1925 1.Beg.Hinterer (Westlicher Gatterlkopf-Westgrat,2483m, (Wettersteingebirge)
1925 1.Beg.Hinterer (Westlicher) Gatterlkopf-Nordwand,II,2483m, (Wettersteingebirge)
1925 1.Beg.Mittlerer Gatterlkopf-Nordkante im Abstieg,III,2475m, (Wettersteingebirge)
1925 1.Beg.Vorderer(Östlicher) Gatterlkopf-Nordwand,IV,2476m, (Wettersteingebirge)
1925 1.Beg.Nördliche Riffelspitz-Nordwestwand,V-,2242m, (Wettersteingebirge)
1925 1.Beg.Oberer Schüsselkarturm-Nordgrat,IV,2350m, (Wettersteingebirge)
1925 1.Beg.Schönangerspitze-Direkte Nordwand „Welzenbach-Bauer-Führe“,VI-/A0,320 KM,2273m,
(Wettersteingebirge)
1925 1.Beg.Kleiner Wanner-Nordwestgrat,IV,2546m, (Wetterstein)
1925 1.Beg.Kleiner Wanner-Nordwand „Rüsch-Welzenbach“,IV,2546m, (Wettersteingebirge)
1925 1.Beg.Innere Höllentalspitze-Südwestgrat,IV,2737m, (Wetterstein)
1925 1.Beg.Zugspitzeck-Westwand „Welzenbachweg“,V,800 HM,2820m, (Wettersteingebirge)
1925 1.Beg.Zugspitzeck-Westsüdwestgrat,IV,2820m, (Wettersteingebirge)
1925 1.Beg.Kleiner Kirchturm-Südostwand,VI,2368m, (Wetterstein)
1925 1.Beg.Mittlere Wettersteinspitze-Südwand,V-,900 HM,2747m, (Wetterstein)
1925 1.Beg.Westliche Plattspitze-Direkter Südgrat,IV,2676m, (Wetterstein)
1925 Beg.Wetterwandeck,2699m,-Wetterwand,Überschr.Östliche Wetterspitze-Mittlere Wetterspitze-
1.Beg.Südostgrat,Nördliche Wetterspitze,2668m,1.Beg.Schneefernerkopf-Südgrat,2875m,
an einem Tag, (Wetterstein)
1925 Beg.Zwölferkopf-Nordostkante,2242m, (Wetterstein)
1925 2.Beg.Oberreintalturm-Ostwand,1940m, (Wetterstein)
1925 1.Beg.Windhaspel-Nordkante,V,2268m, (Wetterstein)
1925 1.Beg.Hinterer Waxenstein-Windhaspel-Nordkante,V,2253m, (Wetterstein)
1925 1.Beg.Schneefernerkopf-Südgrat,2875m, (Wetterstein)
1925 Beg.Kleinkaiserl-Südostgrat,2219m,-Sonneck-Ostgrat,2260m, (Wilder Kaiser)
1925 Beg.Kleinkaiserl-Nordostgrat,2219m, (Wilder Kaiser)
1925 Beg.Ellmauer Halt-Direkte Südwand,2344m, (Wilder Kaiser)
1925 Überschr.Combin de Corbassiére,3716m,-Gd.Follat,3671m, (Walliser Alpen)
1925 Überschr.Aiguille du Croissant,4317m,-Pointe de Grafenaire,4072m,-Combin de Valsoray,
4145m,-Pointe de Chesette,3631m, (Walliser Alpen)
1925 Beg.Täschhorn-Mischabelgrat,4491m, (Walliser Alpen)
1925 Beg.Riffelhorn-Gletschercouloir,2928m, (Walliser Alpen)
1925 Überschr.Felikhorn,4087m,-Castor,4228m, (Walliser Alpen)
1925 1.Beg.Monte Rosa-Nordend-Nordgrat im Abstieg,4609m,-Jägerhorn,3975m, (Walliser Alpen)
1925 Beg.Dent Blanche-Viereselgrat,4356m, (Walliser Alpen)
1925 1.Beg.Dent d’Hérens-Direkte Nordwand „Welzenbach“,IV,48°-60°,1300 HM,4171m,
(Walliser Alpen)
1925 Beg.Zinalrothorn-Südwestgrat,4221m, (Walliser Alpen)
1925 1.Beg.Lyskamm-Ostgipfel-Nordwand „Welzenbach-Walter-Couloir“,III,Eis bis 55°,700 HM,
4527m, (Walliser Alpen)
1925 Beg.Aiguille Blanche de Peuterey-Nordostrippe,4109m,-Montblanc de Courmayeur,4769m
(Montblancgebiet)
1925 Beg.Montblanc-Peutereygrat,V,4810m, (Montblancgebiet)
1925 Best.Dom de Gouter,4306m, (Montblancgebiet)
1926 Beg.Kleine Halt-Westkante,2116m, (Wilder Kaiser)
1926 Beg.Predigtstuhl Hauptgipfel-Direkte Westwand „Dülfer-Westwandl“,IV+,150 HM,2116m,
(Wilder Kaiser)
1926 Best.Goinger Halt,2243m, (Wilder Kaiser)
1926 Beg.Fleischbank-Winklerschlucht im Abstieg,2187m, (Wilder Kaiser)
1926 Beg.Totenkirchl-Direkte Ostwand,400 HM,2193m, (Wilder Kaiser)
1926 Beg.Totenkirchl-Südwand „Klammerweg“,IV-,160 HM,2193m, (Wilder Kaiser)
1926 1.Beg.Mittlere Wetterspitze-Südwand-Wetterwand „Welzenbach-Dreher-Führe“,V,950 HM,
2747m, (Wetterstein)
1926 2.Beg.Lalidererwand-Nordwand,2615m, (Karwendel)
1926 Beg.Kopfwand-Direkte Nordwestkante, (Gosaukamm,Dachsteingebirge)
1926 1.Beg.3.Turm Aiguille Noire-Südgrat-Pointe Welzenbach,3355 m, (Montblancgebiet)
1926 Best.Aiguille Marbrée-Nordgipfel,3526m, (Montblancgebiet)
1926 2.Beg.zugleich 1.Direkte Beg.Breithorn-Nordwestwand,4164m,-Kleines Matterhorn,3883m,
(Walliser Alpen)
1926 Beg.Obergabelhorn-Südwand,4063m, (Walliser Alpen)
1926.Best.Weißhorn,4505m, (Walliser Alpen)
1926 Best.Zinalrothorn,4221m, (Walliser Alpen)
1926 1.Beg.Großglockner-Nordwand „Welzenbach-Führe“,IV+,Eis bis 55°,600 HM,3798m,
(Glocknergruppe,Hohe Tauern)
1926 1.Beg.Eiskögele-Nordwand,IV-V,800 HM,3426 m, (Glocknergruppe,Hohe Tauern)
1926 1.Beg.Glockerin (Klocknerin)-Südwestgipfel-Nordwestwand „Welzenbach-Führe“,V,56°,922 HM,
(Glocknergruppe)
1927 Beg.Totenkirchl-Ostnordostwand „Heroldweg“,IV/A0,700 HM,2193m, (Wilder Kaiser)
1927 Beg.Totenkirchl-Südwand „Südverschneidung“,V-,2193m, (Wilder Kaiser)
1927 Beg.Vordere Karlspitze-Südostgrat,III,800 KM,2261m, (Wilder Kaiser)
1927 Beg.Kleine Halt-Nordwestwand „Dülferweg“,V,2119m, (Wilder Kaiser)
1927 6.Beg.u.1.Beg.Großglockner-Nordostwand-Linke Nordostrinne „Pallavicinirinne“,
Direkter Ausstieg,II-III,50°,600 Hm,3798m, (Hohe Tauern)
1927 Beg.Montblanc-Brenva-Flanke-4810m,-Dom de Gouter,4306m, (Montblancgebiet)
1927 Best.Grandes Jorasses-Punta Margherita,4066m,-Pointe Whymper,4196m,-
Pointe Walker,4208m, (Montblancgebiet)
1927 Best.Aiguille de Rochefort,4001m,-Mont Mallet,3988m, (Montblancgebiet)
1928 Best.Col du Trident-Montblanc,4810m, (Montblancgebiet)
1928 Best.Matterhorn,4478m, (Walliser Alpen)
1928 Beg.Ellmauer Halt-Kopftörlgrat,III,1400 KM,2344m, (Wilder Kaiser)
1928 Beg.Kleine Halt-Nordwestwand „Dülferweg“,V,2119m, (Wilder Kaiser)
1928 Beg.Predigtstuhl-Nordgipfel-Westschlucht,2116m, (Wilder Kaiser)
1928 Beg.Sonneck vom unteren Scharlinger Boden „Wunderweg“,2261m, (Wilder Kaiser)
1928 Beg.Treffauer-Ostgrat,2304m, (Wilder Kaiser)
1928 Beg.Zugspitze-Nordwestgrat,2964m, (Wetterstein)
1929 Beg.Watzmann-Südspitze-Ostwand,2712m, (Berchtesgadener Alpen)
1929 Beg.Scheffauer-Nordwand,2113m, (Wilder Kaiser)
1929 Beg.Vordere Karlspitze-Südostgrat,III,800 KM,2261m, (Wilder Kaiser)
1929 Best.Fünffingerspitzen,2696m, (Langkofelgruppe,Dolomiten)
1929 Best.Matterhorn,4478m, (Walliser Alpen)
1929 Best.Aiguille Chenavier von Norden-Le Courtes,3856m, (Montblancgebiet)
1929 Beg.Aiguille Verte-Whympercouloir,47°-55°,4121m, (Montblancgebiet)
1929 Überschr.Courtes,2356m, (Montblancgebiet)
1929 Beg.Aiguille Bionassay-Nordwestwand von der Tete Rousse-Hütte in 2Std.30Min.,III,
Eis bis 55°,4052m,-Dom de Gouter,4306m, (Montblancgebiet)
1929 Beg.Eiger-Mittellegigrat,3970m, (Berner Alpen)
1929 2.Beg.Großes Fiescherhorn-Fiescherwand,4049m, (Berner Alpen)
1929 Beg.Schreckhorn-Nordwestgrat „Andersengrat“,4078m, (Berner Alpen)
1930 Beg.Ackerlspitze-Südgrat,2331m, (Wilder Kaiser)
1930 Beg.Langkofeleck-Südostwand,3069m, (Langkofelgruppe,Dolomiten)
1930 Beg.Grohmannspitze-Südwand,3126m, (Langkofelgruppe,Dolomiten)
1930 1.Beg.Großes Fiescherhorn-Gerade Nordwand „Welzenbach-Führe“,IV,60°,1300 HM,4049m,
(Berner Alpen)
1930 Best.Aiguille de I’M,2844m, (Montblancgebiet)
1930 Überschr.Grand Grépon,3482m, (Montblancgebiet)
1930 Überschr.Aiguille de Talèfre,3730m,-Petit Aiguille de Talèfre,3615m,-Pointe Pierre Joseph,
3350m, (Montblancgebiet)
1930 Beg.Aiguille Chardonnet-Westflanke,3824m, (Montblancgebiet)
1930 Beg.Tour Noire-Westgrat,3838m, (Montblancgebiet)
1931 Beg.Scheffauer-Nordwand,2113m, (Wilder Kaiser)
1931 Winterbeg.Hochkalter-Blaueis,2607m, (Berchtesgadener Alpen)
1931 Beg.Zwölferkopf-Nordostkante,2232m, (Wetterstein)
1931 Beg.Großer Waxenstein-Nordwestgrat „Leixlgrat“,IV-,2277m, (Wetterstein)
1931 Beg.Guffert-Südkante,2196m, (Rofangebirge)
1931 1.Beg.Aiguille des Grands Charmoz-Nordwand „Welzenbach-Führe“,V,Eis 65°,900 HM,3445m,
(Montblancgebiet)
1931 1.Beg.Namlose Wetterspitz-Nordwand,2553m, (Lechtaler Alpen)
1932 Skibest.Gletscher Ducan,3020m, (Graubünden,Schweiz)
1932 Skibest.Piz Grialetsch,3131m, (Graubünden,Schweiz)
1932 Skibest.Scalettahorn,3068m, (Graubünden,Schweiz)
1932 Skibest.Piz Sassura,3178m, (Graubünden,Schweiz)
1932 Skibest.Kleiner Sassura, (Graubünden,Schweiz)
1932 Beg.Törlwand-Südwand,2198m, (Wilder Kaiser)
1932 Beg.Predigtstuhl-Nordkante,2116m, (Wilder Kaiser)
1932 Beg.Kleine Halt-Ostwand,2119m, (Wilder Kaiser)
1932 Beg.Mittlere Wetterspitze-Wetterkante,IV+,900 HM,2747m, (Wetterstein)
1932 1.Beg.Gletscherhorn-Nordwestwand,1300 HM,3983m, (Berner Alpen)
1932 1.Beg.Gspaltenhorn-Nordostwand,1700HM,3437m, (Berner Alpen)
1932 1.Beg.Großhorn-Nordwand,Eis 50°-60°,1200 HM,3762m, (Berner Alpen)
1932 Best.Tschingelhorn,3578m-Lauterbrunner Breithorn,3780m, (Berner Alpen)
1932 1.Beg.Lauterbrunner Breithorn-Direkte Nordwand,1200 HM,3779 m, (Berner Alpen)
1932 Beg.Rotthalhorn,3946m-Jungfrau-Rotthalgrat,4158m, (Berner Alpen)
1932 Beg.Vers.Grandes Jorasses-Nordwand-Walkerpfeiler,VI/A1,60°,1200 HM,4208m,
(Montblancgebiet)
1933 1.Beg.Nesthorn-Nordwand „Welzenbachführe“,IV,Eis 60°,3824m, (Berner Alpen)
1933 Überschr.Mont Mallet,3988m,-Aiguille de Rochefort,4003m,-Dent du Géant,4009m,
(Montblancgebiet)
1933 Best.Montblanc du Tacul,4248m, (Montblancgebiet)
2.Beg.Piz Casnile-Ostgrat,3189m, (Bergell)
1.Beg.Piz Bacone (Bacun)-Südgrat,3244m, (Bergell)
Beg.Dreitorspitze-Ostkante,2682m, (Wetterstein)
Gerd Schauer, Isny im Allgäu




Geboren am:
13.09.1899
Gestorben am:
14.07.1934
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application/pdf Welzenbach Willo - BST 1984-12.pdf

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